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Tarifrunde öffentlicher Dienst

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Warnstreiks heute in verschiedenen Bundesländern
 
Tausende Beschäftigte im öffentlichen Dienst haben am Mittwoch in mehreren Bundesländern die Arbeit niedergelegt und damit gegen Pläne der Arbeitgeber für längere Arbeitszeiten und Kürzungen beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld protestiert.
Mit den Aktionen will ver.di den Druck vor den Anfang Februar beginnenden Tarifverhandlungen erhöhen. Schwerpunkt der Proteste ist Niedersachsen, weil dessen Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) derzeit Vorsitzender der Tarifgemeinschaft der Länder ist.
In Niedersachsen beteiligten sich nach Verdi-Angaben über 1000 Beschäftigte von Autobahnmeistereien sowie Straßenbauämtern an Protestaktionen. In Bremen streikten 1200 Erzieherinnen von 73 Kindertagesstätten. Im Saarland zählte die Gewerkschaft rund 2000 Streikende und Beteiligte an Protestkundgebungen, in Bayern und Hessen waren es einige hundert.
Die Tarifrunde für die 2,6 Millionen Arbeiter und Angestellten bei Bund, Länder und Gemeinden ist für den 7. Februar in Potsdam angesetzt. Entgegen dem üblichen Verlauf beginnen dann aber nicht erst Verhandlungen – Arbeitgeber und Gewerkschaft sprechen bereits seit längerem hinter verschlossenen Türen über mögliche Details eines Abschlusses. „Das ist diesmal kein klassischer Auftakt, sondern eher als Ende der Gespräche zu verstehen“, sagte Verdi-Sprecherin Cornelia Haß. Insgesamt sind von einem Abschluss nach Gewerkschaftsangaben bis zu acht Millionen Beschäftigte betroffen, da sich Sozialversicherungen, Krankenkassen und Kirchen an den Tarifverträgen im öffentlichen Dienst orientieren.