DGB: Widerstand statt Kapitulation

In einer Pressemitteilung verkündete die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi: „Viele der Ergebnisse des gestrigen Koalitionsausschusses sind richtige Signale für Beschäftigung, Wachstum und Entlastung. Ich erkenne darin den ernsthaften Willen der Bundesregierung, die großen Herausforderungen wirklich anzupacken.”

Doch das Merz’sche Reformpaket ist ein Generalangriff auf die arbeitende Klasse, auf die Armen, auf die Jugend. Und die Führung des DGB kapituliert, sagt den Widerstand ab und bettelt darum, bei Gesprächen mit der Regierung dabei zu sein, sieht einige Dinge „kritisch” und will andere „im Blick behalten.” Regierung und Kapital erzittern.

Ein Aufstand der Gewerkschaftsmitglieder gegen diese Führung ist nötig. Wenn die Spitzen von DGB und IG Metall kapitulieren und die ver.di-Führung nur herumeiert, dann sind Initiativen von unten nötig, aus den Einzelgewerkschaften, regionalen Gliederungen, einzelnen Betrieben und von der Basis.

Wir brauchen eine Welle von Protesten und Demonstrationen. Wir brauchen jetzt die Vorbereitung von Streiks bis hin zum Generalstreik – in den Kliniken, in den Autobetrieben. An einem bundesweiten „Krankschreibe-Aktionstag” können sich auch Beschäftigte in Kleinbetrieben und gewerkschaftlich nicht organisierte Beschäftigte beteiligen.

Gewerkschafterinnen sollten sich gegen die DGB-Führung zusammenschließen und verlangen, dass gekämpft anstatt mitverwaltet wird – oder Fahimi und Co. müssen gehen und echten Vertreterinnen der Beschäftigten Platz machen.