Daniel Akande, Aktivist von Movement for a Socialist Alternative (ISA Nigeria), wurde Ende September 2024 zusammen mit zehn weiteren Aktivisten festgenommen. Der Vorwurf: „Hochverrat” und „Verschwörung zum Sturz der Regierung”, mögliche Konsequenz: Todesstrafe.
Daniel und die anderen Angeklagten hatten sich im Sommer 2024 an Protesten gegen Korruption, Preissteigerungen und wachsende Armut beteiligt bzw. darüber als Journalist*innen berichtet.
Das Regime von Präsident Bola Tinubu versuchte, die friedliche Protestbewegung einzuschüchtern und klein zu halten. Nachdem die massive Militär- und Polizei-Präsenz nicht reichte, die Proteste zu verhindern, setzte die Regierung auf Gewalt und Festnahmen, um die Bewegung zu brechen. Viele wurden inhaftiert, mindestens 24 Menschen wurden getötet.
Auf die Untersuchungshaft und die Anklage gegen Daniel Akande und die zehn weiteren Beschuldigten reagierten ISA (Internationale Socialist Alternative), SAV sowie weitere Sozialistinnen mit Kundgebungen und Protestbriefen. Auch in Nigeria gab es immer wieder Proteste für die Freilassung. Mehrfach wurde die Gerichtsverhandlung verschoben, bis im Dezember der Freispruch für alle Angeklagten erfolgte.
Wir sind froh, dass dieser allzu durchsichtige Versuch Proteste mit Lügen zu illegalisieren, auch aufgrund von internationaler Solidarität nicht aufgegangen ist, wissen aber auch, dass das nicht der letzte Versuch der nigerianischen Regierung war, die Opposition zu unterdrücken und bleiben in Bereitschaft, erneut Solidarität zu organisieren.

