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Klimawandel: Nebenrechnungen und Zahlen

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Der Kohlendioxid-Gehalt der Luft hat seit 1750 um 35 Prozent von 280 ppm auf 379 ppm im Jahr 2005 zugenommen. Die Zuwachsrate der letzten zehn Jahre ist die größte seit 50 Jahren. Der heutige Wert ist der größte in den letzten 650.000 Jahren. 78 Prozent der Erhöhung gehen auf die Nutzung fossiler Brennstoffe zurück und 22 Prozent auf Landnutzungsänderungen (zum Beispiel Rodungen).
 

Die Erwärmung des Klimasystems ist ohne jeden Zweifel vorhanden. Die globale Oberflächentemperatur ist um 0,74°C gestiegen, und elf der letzten zwölf Jahre waren die wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Temperaturzunahme der letzten 50 Jahre ist doppelt so hoch wie die der letzten 100 Jahre ( Deutschsprachige Zusammenfassung des IPCC-Bericht vom 2. Februar 2007, Alfred-Wegener-Institut)

Die weltweiten energiebedingten CO2-Emissionen haben von 1990 bis 2004 um 27 Prozent zugenommen, von 22 Milliarden T auf 28 Milliarden T. Der jährliche Ausstoß ist immer schneller gewachsen (aus M. Latif: „Bringen wir das Klima aus dem Takt“, Seite 211).

Die Rüstungsausgaben sind 2005 weltweit auf 950 Milliarden Euro und damit in den letzten zehn Jahren um ein Drittel gestiegen (Internationales Friedensforschungsinstitut Sipri).

Dass Kohlendioxid die Atmosphäre aufheizt, vermutete schon vor über hundert Jahren der schwedische Nobelpreisträger Svante Arrhenius. Um vier bis sechs Grad höhere Temperaturen berechnete er für den Fall, dass der Mensch den C02-Gehalt der Atmosphäre verdoppele (Spiegel-Special „Neue Energien“, Seite 15).

Wird der Austoß von Treibhausgasen nicht verringert, erwarten Experten bis 2050 ein Temperaturplus von zwei Grad. Bis zum Jahr 2100 sogar von bis zu fünf Grad (Spiegel-Special „Neue Energien“, Seite 17).

Die Emissionsquellen von Treibhausgasen im Jahr 2000: Brandrodung und Abholzung der Wälder: 18 Prozent (Spiegel-Special „Neue Energien“, Seite 20).

Drei Viertel der Wohnimmobilien in Deutschland wurden vor 1977 errichtet (Spiegel-Special „Neue Energien“, Seite 129).

„Die Beschäftigtenzahlen im Bereich der erneuerbaren Energien sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und werden auch in Zukunft deutlich weiter zulegen. Bis zum Jahr 2020 ist damit zu rechnen, dass die Zahl der Beschäftigten in dieser Branche von derzeit rund 170.000 auf mindestens 300.000 ansteigen wird“ (Pressemitteilung Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), 19. September 2006).

Weltstromverbrauch:

15,5 Billionen KWh in 2001 (H. Scheer, „Energieautonomie“, S. 55).

Preis für eine KWh Strom aus Wind: 0,38 Euro pro Kilowattstunde (Bundesverband Windenergie).

Preis für ein KW installierte Leistung: 890 Euro ((Bundesverband Windenergie).

Jahresertrag einer 2,5 MW Anlage: sechs Millionen KWh (H. Scheer, „Energieautonomie“, Seite 55).

2,5 Millionen Anlagen mit 2.500 KW Leistung.

Gesamtpreis: 2,5 Millionen x 2.500 x 890 Euro = 2,5 x 106 x 2.500 x 890 Euro = 5,7 x 1012 = 5.700 Milliarden Euro.