G8 – illegitim

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Auf nach Heiligendamm!
Sieben der mächtigsten Regierungen plus Putin aus Russland treffen sich vor unserer Haustür. Wir haben also die Chance, der G8 die Legitimität abzusprechen.
 

von Nima Sorouri, Köln

Anfang Juni werden viele Aktionen gegen die G8 stattfinden; darunter die große Demonstration am 2. Juni, auf der hunderttausend Menschen erwartet werden. Doch auch nach der Großdemonstration werden wir weiter kämpfen.

Wut – Widerstand – Gipfelsturm

Bis zum 8. Juni wird es ein Aktionscamp geben. Von diesem ausgehend werden viele und vielfältige Proteste durchgeführt: Kundgebungen und Aktionen gegen Rassismus, Militarismus und Krieg. Außerdem Einiges an Veranstaltungen und Debatten, aber auch an Kultur und „Gegenkultur“. Und eine Reihe von Blockadeaktionen.

Wenn es uns gelingt, das Heer von Diplomaten, ÜbersetzerInnen und die Versorgung der Gipfelteilnehmer aufzuhalten; wenn es uns gelingt, einen großen Schulstreik auf die Beine zu stellen; wenn es gelingt, Massenaktionen und Arbeitsniederlegungen gegen die G8 zu organisieren, dann müsste der Gipfel abgebrochen werden. Das wäre die größtmögliche Delegitimierung dieses Terror-Gipfels.

Was wäre, wenn…?

Die Anti-Globalisierungs-Bewegung muss dieses Ziel ernsthaft verfolgen. In Betrieben, Unis und Schulen der näheren Umgebung muss darüber diskutiert werden. Schließlich ist die Rostocker Bevölkerung – durch Wasser- und Hafenprivatisierung, durch Lohndrückerei bei den Werften – direktes Opfer der G8. In Rostock und bundesweit gilt es, in Gewerkschaftsgliederungen dafür zu werben, sich konsequent zu beteiligen. ver.di und NGG könnten beim Flughafen Rostock- Laage und in den Hotels, in denen die Gipfelteilnehmer untergebracht sind, auf einen Streik hinarbeiten. Wenn darüber hinaus alle Gewerkschaften sich auf die Fahnen schreiben würden, den Gipfel durch Massenaktionen zu verhindern, dann wäre er auch verhindert. Wir sind leider noch weit weg von solchen Szenarien. Es geht jetzt darum, breit zu mobilisieren. Von unten muss Druck entfaltet werden, die Gewerkschaften müssen zu ihrem Glück „gezwungen“ werden.

Wir werden so oder so demonstrieren und blockieren. Und diskutieren – über Formen der Gegenwehr, über gesellschaftliche Gegenkonzepte. Jede erhobene Faust in Heiligendamm steht für die Millionen Menschen, die sich dem weltweiten Widerstand angeschlossen haben und für die, die sich noch anschließen werden.