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Studierendenstreiks weiten sich aus!

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Mehr und mehr Unis sind im Streik

 

von Doreen Ullrich

 

Die Proteste und Streiks der Studierenden weiten sich Tag für Tag weiter aus. Nachdem bereits Anfang November Universitäten in Hessen den Streik beschlossen, begann auch in Niedersachsen und Berlin der Protest. Inzwischen zieht sich die Protestwelle von Berlin bis nach Bayern. So demonstrierten gestern in München 30.000 Studierende gegen die Kürzungen an den Universitäten von 10 Prozent. Gleichzeitig gingen KommilitionInnen in Halle auf die Straße um gegen die Spamaßnahmen der dortigen Landesregierung zu protestieren. Im gleichen Atemzug beschloss die letzte der drei großen Universitäten in Berlin – die Freie Universität – zu streiken. Hier waren über 3.000 Studierende zur Vollversammlung.

Am vergangenem Mittwoch platzte das Audimax in der Berliner Humboldt Universität aus allen Nähten, mehr als 5.000 Studierende waren zur Vollversammlung gekommen um über Streik zu diskutieren. Ein Vertreter der Berliner KITA Beschäftigten bekam riesigen Applaus als er deutlich machte, dass der Kampf gegen Sozialkahlschlag gemeinsam von Studierenden und Beschäfigten geführt werden muss. Immer wieder nahmen Studierende Bezug zum Protest vom 1.November und riefen auf auch Brücken zu allen anderen vom Sozialkahlschlag Betroffenen aufzubauen.

6.000 Studierende zogen nach der Vollversammlung zur Technischen Universität Berlin, die sich bereits länger im Streik befindet. Dort wurden sie von den Streikenden jubelnd begrüßt.

Auch am Mittwoch fand die Vollversammlung der GH Kassel statt, hier wurde ein Streik ab Montag, den 24.11 beschlossen. Die Beschäftigten in Hessen und bundesweit wurden in einer Resolution aufgefordert, es den Studierenden gleich zu machen und einen eintägigen Generalstreik durchzuführen.

Jetzt kommt es darauf an die Proteste weiter auszudehnen und auch die Brücke zu schlagen zu Protesten der Beschäftigten in allen Bereichen. Alle – egal ob Studierende, SchülerInnen, Beschäftigte oder RenterInnen – sind Betroffen von kommunalen, landesweiten oder bundesweiten Kürzungsmassakern. Mit einem eintägigen Generalstreik der Beschäftigten an dem sich auch Studierende und SchülerInnen beteiligen können die Kürzungen von Schröder und Co und der Angriff auf das Bildungswesen zurückgewiesen werden.