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Ihr seid nur G20, wir sind Milliarden!

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Foto: Nicolai Grut;
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(CC BY-ND 2.0)

Proteste gegen Gipfel in Hamburg angekündigt

Zu der „Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer“ gehören die USA, China, EU, Türkei, Saudi-Arabien und Russland und viele weitere. Die Regierungschefs der kapitalistischen Staaten werden sich diesen Sommer in Hamburg treffen, um mal wieder „die Welt zu retten“. Doch wenn wir wirklich was verändern wollen, müssen wir das selbst tun!

Von Nadja Habibi, Hamburg

Am 6./7. Juli 2017 findet der G20 Gipfel in den Hamburger Messehallen statt. Bei diesem Treffen wollen die Herrschenden der Welt große Reden über Armut schwingen, um im selben Atemzug zu besprechen, wie sie die arbeitende Bevölkerung noch besser ausbeuten können. Sie wollen weitere Angriffe auf uns alle planen und das System schützen, das für die Misere der Welt verantwortlich ist. Unter ihnen wird der neue US-Präsident Trump sitzen, ein offener Rassist und Sexist, der Präsident Erdogan, der zur Zeit daran arbeitet die Demokratie in der Türkei auszuhebeln, Putin, der russische Präsident, der seine Finger nicht von der Ukraine lassen kann, und Merkel, deutsche Kanzlerin, die dafür sorgt, dass Deutschland von seinem Platz als 3. größter Waffenexporteur nicht abrückt.

Generalprobe für G20 war im Dezember 2016 der OSZE Gipfel in Hamburg. Für diesen Gipfel wurde sogar ein ehemaliges Frauengefängnis umgebaut, damit die Haftkapaizitäten ausreichen. Die da oben wollen den Protest von unten offensichtlich unterbinden.

Dagegen müssen wir alle Widerstand leisten! Die Stadt Hamburg rechnet mit den größten Protesten seiner Geschichte, mit bis zu 100.000 Demonstranten. Es sind schon viele Proteste angekündigt, darunter am 6. Juli „Antikapitalistische Demonstration der radikalen Linken „G20 – Welcome to hell““; am 7. Juli „Ungehorsame und widerständige Massenaktionen gegen den G20-Gipfel und die Logistik des Kapitals“ und vor allem am 8. Juli die „Internationale Großdemonstration „G20 – not welcome““. Die Mächtigen müssen unsere Wut spüren, auch von denen, die an diesen Tagen nicht vor Ort sein können. Die Wut der Menschen in Syrien, die im Krieg versuchen zu überleben, der Menschen in Plantagen, die für sechs Cent die Stunde unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten, allen alleinerziehenden Müttern, denen die Gelder weggekürzt werden, allen Menschen in Abschiebeknästen, und allen anderen, die nicht überleben können, ohne sich ausbeuten zu lassen.

Die sind nur G20, wir sind Milliarden!