Home / Themen / SAV & CWI / Sozialismustage / Großes Interesse am Kampf gegen unnütze Großprojekte in Griechenland bei Stuttgart-21-GegnerInnen

Großes Interesse am Kampf gegen unnütze Großprojekte in Griechenland bei Stuttgart-21-GegnerInnen

Print Friendly, PDF & Email

Um den Besuch von Eleni Mitsou von Xekinima (der griechischen CWI-Sektion) für den Sozialismustag der SAV Stuttgart möglichst zu nutzen, veranstaltete die Blockadegruppe der Parkschützer eine Diskussion mit ihr unter dem Titel „Vom Protest zum Widerstand“. Eigentlich war vorgesehen gewesen, dass außerdem ein türkischstämmiger Kollege über die Bewegung in der Türkei berichtet, aber er musste leider kurzfristig absagen.

Zuerst machte Eleni bei der Abschlusskundgebung der 178. Montagsdemo auf dem Kernerplatz einen kurzen Bericht am offenen Mikrofon über die Massenbewegung gegen eine Mülldeponie und Müllverbrennungsanlage in Keratea bei Athen 2011 und den aktuellen Kampf der Bevölkerung auf der Halbinsel Chalkidiki gegen die Zerstörung von 300.000 Quadratmeter Wald und die Vergiftung der Region mit Zyanid für den Goldabbau.

Bei der anschließenden Diskussionsveranstaltung im Schlossgarten mit etwa 40 TeilnehmerInnen (trotz einer interessanten Parallelveranstaltung) berichtete sie ausführlicher über beide Bewegungen. Sie schilderte, wie in beiden Regionen die Bevölkerung die Proteste trägt und sich entschlossen gegen die Polizei verteidigt (bzw. verteidigte, denn die Bewegung in Keratea war bis auf Weiteres erfolgreich). Auf der anderen Seite geht die Polizei mit einer Brutalität vor, wie es sie nach der Militärdiktatur nicht mehr gegeben hatte.

In der anschließenden Diskussion wurde betont, wie wichtig der Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen Bewegungen ist. TeilnehmerInnen sprachen den Wunsch aus, dass auch AktivistInnen aus Griechenland am Dritten Europäischen Forum gegen unnütze aufgezwungene Großprojekte in Stuttgart vom 25. bis 29. Juli teilnehmen. Zum Schluss ging Eleni noch auf die allgemeine soziale Lage in Griechenland nach 3½ Jahren Sozialkahlschlag ein, eine Schilderung, die viele TeilnehmerInnen sichtlich erschütterte.

Bei der Abschlusskundgebung der Montagsdemo und bei der Veranstaltung sammelten wir noch Spenden für den Widerstand in Chalkidiki, etwa 200 Euro kamen zusammen.