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Dortmund: Naziaufmarsch am 31.8.2013 stoppen!

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Dortmund stellt sich querSie wer­den nicht durch­kom­men!

Aufruf von Dortmund stellt sich quer

Neue Hülle, glei­cher In­halt, die­sel­ben Köpfe: Nach dem Ver­bot der Ka­me­rad­schaf­ten 2012 in Dort­mund, Hamm, dem Köl­ner und Aa­che­ner Raum or­ga­ni­siert sich die ge­walt­be­rei­te Neo­na­zi-Sze­ne in NRW in der Par­tei „Die Rech­te“. In Dort­mund, einer Hoch­burg der so­ge­nann­ten „Au­to­no­men Na­tio­na­lis­ten“, wol­len sie auch ihre Lan­des­zen­tra­le er­öff­nen.

Nach außen hin gibt sich die neue fa­schis­ti­sche Par­tei le­ga­lis­tisch, die ras­sis­ti­schen und men­schen­ver­ach­ten­den Ak­ti­vi­tä­ten gegen Mi­gran­tIn­nen, An­ti­fa­schis­tIn­nen und Linke gehen je­doch wei­ter.

Die Szene schreckt auch vor Mor­den nicht zu­rück: Im Jahr 2000 tö­te­te ein Dort­mun­der Neo­na­zi drei Po­li­zis­ten, im Jahr 2005 wurde der Punk Tho­mas Schulz von einem Nazi er­sto­chen und im April 2006 er­schos­sen Nazis des „Na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Un­ter­grund“ (NSU) den Ki­osk­be­sit­zer Meh­met Kubasik. Be­wie­sen ist, dass die rech­te Ter­ror­zel­le auf zahl­rei­che Un­ter­stüt­zer in der Stadt zu­rück­grei­fen konn­te.

Die zu­neh­men­de Bru­ta­li­tät und die ge­stie­ge­ne Ak­ti­vi­tät der Neo­na­zis in Dort­mund dür­fen nicht iso­liert be­trach­tet, son­dern müs­sen im ge­sell­schaft­li­chen Kon­text ge­se­hen wer­den. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren wurde der ge­sell­schaft­li­che Reich­tum mas­siv von unten nach oben um­ver­teilt, mit Hartz IV, Zeit­ar­beit und Nied­rig­löh­nen eine ar­bei­ter- und er­werbs­lo­sen­feind­li­che Po­li­tik ver­schärft und in den Be­rei­chen Bil­dung und So­zia­les dras­tisch ge­kürzt.

Vor dem Hin­ter­grund der ka­pi­ta­lis­ti­schen Wirt­schafts­kri­se wird nun ver­stärkt auf die ras­sis­ti­sche Karte ge­setzt. Ob an­ti­mus­li­mi­sche Hetze oder Stim­mungs­ma­che gegen EU-Bür­ge­rIn­nen aus Ru­mä­ni­en und Bul­ga­ri­en wie jüngst durch In­nen­mi­nis­ter Fried­rich (CDU) – Angst vor einer un­si­che­ren Zu­kunft und Armut wird zu Hass gegen An­ders­den­ken­de und ver­meint­lich „frem­de“ Kul­tu­ren. Schuld an der so­zia­len Mi­se­re sol­len nicht das Pro­fit­sys­tem, son­dern „die Frem­den“ in Deutsch­land oder „die fau­len Grie­chen“ sein. Gleich­zei­tig sol­len wir uns wie­der daran ge­wöh­nen, dass von deut­schem Boden Krieg aus­geht. Diese Pro­pa­gan­da gibt den Neo­na­zis Rü­cken­wind um ihre Struk­tu­ren zu fes­ti­gen.

Set­zen wir der rech­ten Hetze un­se­ren Wi­der­stand und un­se­re in­ter­na­tio­na­le So­li­da­ri­tät ent­ge­gen! Kommt nach Dort­mund und be­tei­ligt Euch an den Ak­tio­nen gegen Nazis!

Wir rufen dazu auf, den Auf­marsch der Neo­fa­schis­ten am 31.8. durch ge­walt­freie Blo­cka­den ent­schlos­sen zu ver­hin­dern!

  • Von uns wird dabei keine Es­ka­la­ti­on aus­ge­hen.
  • Wir sind so­li­da­risch mit allen, die die Nazis stop­pen wol­len!
  • Nie wie­der Krieg! Nie wie­der Fa­schis­mus!