Kapitalismus kann tödlich sein

 

Foto: http://www.flickr.com/photos/rosalux/ CC BY 2.0
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Wenn wir mit dem Profitsystem Schluss machen, verringert sich das Risiko von Armut und Krieg um 100 %

Nach dem Finanzcrash und der Wirtschaftskrise 2007-09 wird deutlicher denn je, worum es im Kapitalismus geht – um die Rendite-Interessen der privaten Eigentümer von Banken und Konzernen: Beschäftigte werden entlassen, Finanzhäuser gerettet und der Allgemeinheit die Rechnung präsentiert.

von Aron Amm, Berlin

In ihrem neuen Buch „The Body Economic: Why Austerity Kills“ („Die Leiche der Wirtschaft: Warum Austerität tötet“) haben die zwei Medizin- und Sozialforscher David Stuckler und Sanjay Basu die Folgen der Rotstift-Politik untersucht: In den USA und Europa wurden über eine Million zusätzlicher Fälle von Depression diagnostiziert. Mehr als fünf Millionen US-Amerikaner verloren ihre Gesundheitsversorgung. In England wurden 10.000 Familien obdachlos. In Spanien und Griechenland ist heute jeder zweite Jugendliche ohne Arbeit.

Letztes Jahr gehörte der 70 Jahre alte Kioskbesitzer Costas Jogias in Griechenland zu denjenigen, die als „Bürgerbewegung für die Hoffnung“ und gegen die Troika 324 Kilometer von Volos nach Athen marschierten. Jetzt erhängte sich Costas Joglias am 27. April, weil er nicht mehr ein noch aus wusste. In seinem Land wird die Hälfte aller Kliniken geschlossen. AIDS-Fälle verzeichnen seit 2011 einen Anstieg von 200 Prozent. Sogar die Malaria ist wieder ausgebrochen.

Die Spirale nach unten dreht sich schneller und schneller. Auch Beschäftigte und Erwerbslose in Deutschland bleiben davon nicht verschont. Die Bundesrepublik wird immer mehr zum Land der arbeitenden Armen. Bei Daimler gibt es „Hungerlohn am Fließband“, wie die ARD am 13. Mai eine Reportage über den Einsatz von LeiharbeiterInnen mittels Werkverträgen nannte. Mit Opel Bochum steht zum ersten Mal seit langer Zeit in der BRD eine ganze Autofabrik vor der Schließung. Die Schuldenbremse greift – weshalb derzeit Tausende von BeamtInnen in NRW gegen die rot-grüne Landesregierung protestieren. Und im Einzelhandel haben die Unternehmer zum Frontalangriff geblasen und sämtliche Tarifverträge gekündigt.

  • Nein zur Kürzungspolitik in der Euro-Zone
  • Troika raus aus Griechenland und allen krisengeschüttelten Ländern
  • Streichung sämtlicher Schulden der Krisenländer
  • Überführung aller Banken in öffentliches Eigentum
  • Betriebe, die wie Opel Bochum Massenentlassungen planen, gehören enteignet
  • Demokratische Kontrolle und Verwaltung durch die arbeitende Bevölkerung
  • Gegen die EU der Banken und Konzerne – für ein sozialistisches Europa

 

Auf nach Frankfurt am Main – zu den Blockupy-Protesten vom 30. Mai bis 1. Juni!

Infos unter www.blockupy-frankfurt.org

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