Nach Dresden nun Magdeburg!

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Nazis offensiv entgegentreten! No Pasaran!

Am 12. Januar 2013 ist es mal wieder soweit. Faschisten aus der ganzen Republik wollen in Magdeburg aufmarschieren, nachdem die vergangenen Großdemos der letzten Jahre in Dresden ein Reinfall für die Szene waren. Auch in Magdeburg steht für die Nazis das „Gedenken an die Opfer der allierten Angriffe“ im Vordergrund, was nichts anders als Geschichtsrevisionismus bedeutet. Besonders prägnant ist der Umstand, dass sie bereits seit 1999 relativ unbehelligt in der Stadt ihre Demos abhalten konnten. Das soll sich spätestens ab 2013 ändern. Wichtig ist es nun für alle AntifaschistInnen die Mobilisierung für diesen Termin noch einmal zu forcieren!

von Patrik Schulte, Bremerhaven

Es ist immer das Gleiche. Die Nazis wollen „trauern“. „Trauern um die Opfer des alliierten Bombenholocausts“ so wie es oftmals heißt. Das Nazi-Deutschland den Tod von Millionen Menschen auf dem Gewissen hat, wird bewusst verschwiegen. Stattdessen werden die zivilen Opfer durch sie noch verhöhnt und für ihre Zwecke vereinnahmt. So auch in Magdeburg. Die Stadt, die nun nach Dresden für ihren Geschichtsrevisionismus herhalten soll.

Warum ausgerechnet Magdeburg?

Das Bündnis „Magdeburg Nazifrei“ hat bereits vor einigen Monaten zur Mobilisierung aufgerufen, um den Faschos die Suppe zu versalzen und deutlich zu machen, dass für ihre Geschichtsverdrehung und ihre menschenverachtenden Ideologie auch hier kein Platz ist. Nicht hier, nicht anderswo.

Magdeburg ist die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt, dem Bundesland, mit den meisten rechten Straftaten bundesweit. Hier existiert bereits seit Jahren eine aktive Nazi-Szene und die dazugehörigen Strukturen. Würden sie die Demo ohne Widerstand etablieren können, wäre dies eine Stärkung ihrer Position, die unbedingt von allen AntifaschistInnen verhindert werden muss! Mehr als 7 Menschen (offizielle Statistik) sind in den letzten Jahren in Sachsen-Anhalt von Nazis ermordert worden, vier davon allein in Magdeburg. Nazi-Kader aus Magdeburg besetzen wichtige Positionen in den Nazi-Organisationen. Es ist offensichtlich, welche Tragweite eine solche Demo in dieser Stadt hat.

Bezüglich des Geschichtsrevisionismus ist Magdeburg nicht weniger wichtig, da es im 2. Weltkrieg führende Großkonzerne beheimatete, die Hitlers Kriegsmaschinerie am Laufen hielten. Vor allem deshalb war es Ziel alliierter Luftangriffe.

Im letzten Jahr nahmen leider nur einige Hunderte AntifaschistInnen an der Gegendemo teil, während annähernd 2000 Nazis von der Staatsgewalt durch die Stadt eskortiert wurden. Dies soll sich nicht noch einmal wiederholen. Es gilt die Faschos entschieden und solidarisch zu stoppen und sich ihnen in den Weg zu stellen!

Was ist nun zu tun und was geht ab?

Das Wichtigste ist: Informationen breit am Arbeitsplatz, unter Freunden, Bekannten, Famillie etc. streuen und aufklären, selbst mitfahren und andere ermuntern mitzufahren!

Die Linksjugend [´solid] in Bremen und Bremerhaven (in der auch unsere jungen SAV-GenossInnen mitarbeiten) haben eine Mobi-Kampagne auf die Beine gestellt und auch einen Bus nach Magdeburg organisiert! Im Vorfeld stehen folgenden Veranstaltungen an:

Es wird einen Bus geben, der am 12. Januar von Bremerhaven über Bremen nach Magdeburg fährt. Die genaue Abfahrtszeit wird noch bekannt gegeben.

Tickets könnt ihr bei den Veranstaltungen im Vorfeld erhalten oder unter solid.bremen@gmx.de!

Zur Einstimmung findet am 06. Januar ein Konzert im Nachbarschaftshaus Helene Kaisen, Beim Ohlenhof 10, 28239 Bremen statt , bei dem es antifaschistischen HipHop von Holger Burner und Radical Hype auf die Ohren gibt. Los geht es ab 18.30 Uhr, der Eintritt ist eine freiwillige Spende!

Am 7. Januar wird das antifaschistische Bündnis in Bremen eine Infoveranstaltung abhalten, wo über die Mobilisierungsbemühungen der Nazis und die Strategie von “Magdeburg Nazifrei” informiert wird. Diese findet statt am Montag, den 7. Januar um 19.00 Uhr im Sielwallhaus, Sielwall 38, 28203 Bremen.

Zwei Tage später informiert die Linksjugend [’solid] nochmal in Gröpelingen über den aktuellen Stand der Mobilisierung, über ihr Programm gegen Rechts und verteilt noch ein paar Tipps für die Demo: Mittwoch, 9. Januar um 19.00 im Linkstreff in der Gröpelinger Heerstr. 120, Bremen-Gröpelingen.

Ihr seht also: Es ist angerichtet für eine erfolgreiche Demo gegen die Faschisten in Magdeburg! Kontaktiert uns, wenn ihr mitfahren wollt und macht die Veranstaltungen bekannt!

Mehr Infos vom Bündnis