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Antifaschistischer Kampf in Aachen geht weiter !

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Dritter Naziaufmarsch in Aachen innerhalb eines Jahres


 

60 bis 70 Nazis konnten am 1.11.2009, von rund 1.000 Polizisten abgeschirmt, ungehindert durch Aachen ziehen und ihre faschistischen, heuchlerischen und spalterischen Parolen verbreiten.

von Aachener SAV-Mitgliedern

So "protestierten" die Nazis gegen angeblich linke Gewalt und forderten sogar das Verbot der Antifa. Vor dem Hintergrund steigender rechter Gewalttaten auf Linke in Aachen in den letzten Monaten, ist das eine maximale Heuchelei.

An der gleichzeitig stattfindenden Gegendemonstration beteiligten sich um die 400 Menschen. Unter ihnen waren neben Mitgliedern von der SAV, Linksjugend["solid] und anderen politischen Organisationen auch viele noch nicht organisierte Menschen. Außerdem verfolgten viele PassantInnen aufmerksam die Demonstration und brachten ihre Abscheu gegenüber den Nazis deutlich zum Ausdruck

Innerhalb der antifaschistischen Demonstration gab es eine große Offenheit für sozialistische Ideen. Wir konnten SAV-Material verkaufen und einige InteressentInnen kennen lernen.

Dass die Gegendemonstration durchweg friedlich verlief, hinderte die Polizei nicht daran am Ende einige Gegendemonstranten festzuhalten. Mit vorgeschobenen Gründen, teilweise erlogen, wurde versucht die Demonstranten einzuschüchtern und zu kriminalisieren, um auch entsprechende Daten an die Presse weiterzugeben.

Während der Demo haben SAV-Mitglieder versucht deutlich zu machen, dass es wichtig ist, zusammen für soziale Verbesserungen und gegen Nazis zu kämpfen und sich nicht spalten zu lassen. Es wurde betont, dass der Nährboden faschistischen Wachstums – u.a. massiver Sozialabbau – gemeinsam bekämpft werden muss und zwar unabhängig von Nationalität, Religion, Alter, Geschlecht oder Hautfarbe.

Aufgrund der für sehr viele Menschen ausweglosen Situation in dieser Gesellschaft, werden wir in Zukunft weiter und verstärkt mit Nazis zu tun haben. Es ist wichtig zu erkennen, dass passiver Protest à la wir hängen Schilder in die Fenster und schauen weg („wir sind Aachen Nazis sind es nicht!“) nicht ausreicht.

Menschen müssen sich in Gewerkschaften, der LINKEN etc. organisieren und gemeinsam, massenhaft direkten Widerstand gegen Nazis leisten. Gleichzeitig muss eine Alternative zum kapitalistischen System aufgezeigt werden! Diese Alternative heißt Sozialismus!