Nazis raus aus unseren Straßen!

Gemeinsam gegen Sozialraub und Rassismus!


 

In Backnang bei Stuttgart gab es Ende März einen Brandanschlag auf ein überwiegend von TürkInnen bewohntes Mehrfamilienhaus. Im Hinterhof fanden sich Hakenkreuz-Schmierereien. Und die Polizei tut das, was sie schon bei den letzten Brandanschlägen gemacht hat: Gebetsmühlenartig wiederholen, dass ein fremdenfeindlicher Hintergrund nicht sicher sei und noch in alle Richtungen ermittelt werden müsse.

von David Schultz, Hamburg

Am 27. März versuchten 30 Nazis, in Aachen eine Antifa-Demo anzugreifen – die einen Nazi-Angriff auf die Wohnung eines Antifaschisten öffentlich machte. Die Rechten konnten zwar rasch vertrieben werden. Trotzdem zeigt dieser Vorfall, dass die Bedrohung real ist.

Politiker versuchen das Nazi-Problem weiter zu leugnen. Gleichzeitig werden linke AktivistInnen mit der Staatsgewalt konfrontiert. Bei einem antifaschistischen Protest in Lübeck gab es am 29. März 81 Festnahmen.

Wenn wir die Faschisten stoppen wollen, müssen wir uns ihnen selbst entgegenstellen!

1. Mai – Nazifrei!

Dieses Jahr wollen NPD und Freie Kameradschaften zum 1. Mai in Hamburg-Barmbek aufmarschieren. Eigentlich war damit schon von vorneherein besiegelt, dass das für die Nazis ins Auge geht – denn die DGB-Kundgebung war ebenfalls für Barmbek angesetzt. Fatalerweise hat der Hamburger DGB – mit dem Argument, dass man sich die Agenda am 1. Mai nicht von Nazis bestimmen lassen sollte – seine eigene Demonstrationsroute verlegt!

Zum Glück sprechen sich viele Gewerkschaf-terInnen, unter anderem aus dem Betriebsrat vom Hafen und die Gewerkschaftsjugend, dafür aus, dass an diesem Tag die Verhinderung des Nazi-Aufmarsches die zentrale Aufgabe ist.

Die Losung der Gegendemo in Barmbek sollte sein: Beschäftigte und Erwerbslose, egal welcher Hautfarbe, gemeinsam – gegen Nazis und Rassisten, gegen Lohnraub und Sozialkürzungen!

Nazi-Gefahr

Dass die Neonazis in den letzten Jahren überhaupt einen Blumentopf gewinnen konnten, haben sie nicht zuletzt der Tatsache zu verdanken, dass sie sich als „Anti-Establishment“-Kraft profilierten. Mit der Gründung der Linkspartei allerdings haben die Faschos politisch an Boden verloren. Gerade deshalb versuchen sich besonders die Freien Kameradschaften vermehrt als „radikale revolutionäre Straßenkämpfer“ aufzuspielen. Die Nazis reden von der Dreifachstrategie „Kampf um die Köpfe, Kampf um die Parlamente, Kampf um die Straße“. Lasst uns dafür sorgen, dass sie am 1. Mai mit einer 3:0 Niederlage frustriert nach Hause geschickt werden. Denn in Barmbek sind nicht nur die Klinkerbauten rot!

Gegenkampagne

Die SAV Hamburg wird sich vor allem an der Kampagne von Linksjugend[‘solid] beteiligen, SchülerInnen und Auszubildende in Barmbek anzusprechen, den Nazi-Aufmarsch zu verhindern. Zudem gilt es, dafür zu kämpfen, dass möglichst viele gewerkschaftliche Strukturen und DIE LINKE nach Barmbek mobilisieren. Letztendlich kommt es darauf an, das Übel an der Wurzel zu packen. Die Wurzel ist der Kapitalismus selber. Darum machen sich SAV-Mitglieder für eine sozialistische Perspektive stark.

Wenn du mithelfen willst, Flugblätter an Schulen zu verteilen oder einen kämpferischen Jugendblock mit vorzubereiten, meld’ dich bei uns! SAV Hamburg: & 0176 – 513 95 025

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