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G8: Bush, Blair und Putin kommen – wir auch!

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Stop G8 – für sozialistische Demokratie weltweit
Flugblatt der SAV, auch als pdf-Datei abrufbar
 

Im Juni 2007 findet der G8-Gipfel in Heiligendamm bei Rostock statt. G8 steht für Gruppe der Acht. Hier kommen die acht mächtigesten Regierungen der Welt zusammen – USA, Japan, Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Kanada und Russland. Sie behaupten, es ginge bei ihrem Treffen um die Bekämpfung der Armut und um den Weltfrieden. Doch in Wirklichkeit geht es darum abzusprechen, wie diese Mächte ihre weltweite Dominanz aufrechterhalten können, um die Profite für die multinationalen Konzerne weiter zu steigern.

Es kommen die Kriegsverbrecher zusammen, die für den Tod unzähliger Menschen im Irak, Afghanistan, Tschetschenien verantwortlich sind. Es kommen die Machthaber zusammen, die eine Weltwirtschaftsordnung aufrechterhalten, die für den täglichen Hungertod von 40.000 Menschen verantwortlich sind. Es kommen die obersten Umweltverschmutzer zusammen, die zusehen, wie eine sich beschleunigende Umweltkatastrophe auf die Menschheit zukommt.

Gleichzeitig wachsen die Konten der 500 Konzerne, die die Weltwirtschaft beherrschen. Die reichsten ein Prozent der Weltbevölkerung haben ein Vermögen, das das der ärmsten 90 Prozent übertrifft. Während Millionen Menschen hungern, besitzen die zehn reichsten Kapitalisten der Welt 275.000.000.000 US-Dollar. Dieser Reichtum konzentriert sich vor allem in den Ländern der G8 . Während hier nur 13,5 Prozent der Weltbevölkerung leben, vereinigen sie 50 Prozent des Welthandels und der weltweiten Wirtschaftsleistung.

Wir fordern:

Sofortiger Abzug der Besatzungstruppen aus dem Irak und Afghanistan

Schluss mit Sozialabbau, Privatisierungen und Hungerlöhnen weltweit – für einen Ausbau von Sozialstandards, Mindestlöhnen und Arbeitszeit­verkürzung bei vollem Lohnausgleich

Öffentliche Ausgaben für Gesundheit, Bildung, Ernährung, Umweltschutz statt für Rüstung und Krieg

Überführung der 500 mächtigsten Konzerne in öffentliches Eigentum bei demokratischer Kontrol­le und Verwaltung durch die arbeitende Bevölke­rung – damit Bedürfnisse befriedigt werden und nicht die Profitgier

Eine grundlegende Veränderung der Welt ist nötig. Statt globalem Kapitalismus brauchen wir eine sozialistische Demokratie weltweit. Das bedeutet, dass die große Mehrheit entscheidet, was, wie, für wen produziert wird (und nicht eine kleine Parteibürokratie, wie in der DDR und Sowjetunion). Wenn das Profitsystem abgeschafft ist, müssen keine Gelder mehr für Waffen, Werbung und wahnsinnigen Luxus ausgegeben werden.

Juni 2007: Auf nach Heiligendamm

Vom 2. bis 7. Juni werden Hunderttausende in Heiligendamm gegen den G8-Gipfel auf die Straße gehen und eine klare Botschaft mitbringen: Bush, Blair, Putin und Merkel – Ihr seid nicht willkommen!