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Studiengebühren dank PDS

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In Berlin wurden Studiengebühren beschlossen
 
Trotz der Massenproteste von Studierenden beschloss der rot-rote Senat in Berlin jetzt ab dem Sommersemester 2005 Studiengebühren für Langzeitstudierende von 500 Euro pro Semester einzutreiben- mit Zustimmung der PDS Senatoren. Damit muss jeder der mehr als 15 Semester studiert hat blechen, oder das Studium ohne Abschluss beenden. Der Vorschlag für eine Studienkontenmodell – gemacht vom Wissenschaftssenator Flierl (PDS) wurde ebendso abgesegnet. Das Kontenmodell sieht folgendes vor: Studierende die einen Bachelor- oder Masterabschluss machen bekommen zum Beginn des Studiums 360 sogenannte Credit Point (Kredit Punkte). Für einen Masterabschluss sind 300 Credit Points nötig. Wer mehr als die 360 Points verbraucht, muss zahlen und zwar 17 Euro pro Credit Point.

Langzeitgebühren und Credit Points sind eine Sauerei vor dem Hintergrund das Seminare wegen fehlendem Lehrpersonal oder Lehrmaterialien garnicht rechtzeitig für alle angeboten und Scheine so nicht gemacht werden können. Vor allem aber werden so Studierende aus ärmeren Familien von den Unis verjagt und zukünftig ferngehalten. Denn sie müssen schon heute um ihren Lebensunterhalt aufzubringen neben dem Studium arbeiten. Auch Studierenden mit Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen werden so vom Studium ausgeschlossen. Soziale Selektion – nichts anderes steckt dahinter! Die PDS vollzieht damit eine Politik der sozialen Grausamkeit, von sozialistische Politik ist nichts zu spüren. Die PDS Fraktion allersdings ließ sich nicht beirren. Der Beschluss sei egal, die Partei würde auf ihrem Parteitag diskutieren ob sie die Gebühren will oder nicht, meint Berliner Fraktionsvorsitzender Liebich, obwohl er auch an den Senatssitzungen teilnimmt- Schizophrenie pur. Denn für Studierende ist das alles nicht egal. Rund 20.000 Berliner Studierende sind nach Einschätzung des Senates von den Gebühren betroffen, viele werden wohl ihr Studium aufgeben müssen oder noch mehr arbeiten, damit noch länger studieren und dann auch noch länger zahlen müssen. Dank der PDS.

Die SAV setzt sich konsequent gegen jede Form von Studiengebühren und für freien Zugang zu allen Schulen und Hochschulen ein. Um jedem frei Bildung seiner Wahl zu ermöglichen fordern wir ein elternunabhängiges und darlehensfreies BaföG von 800 Euro Netto.