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Sozialismustage 2003: Drei Tage Debatten, Diskussionen und Ideen

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Über 400 BesucherInnen nahmen an den Sozialismustagen der SAV teil
von Stefan Hammelstein, Köln


 

Auch nachdem der Irak-Krieg aus den Schlagzeilen verschwunden ist, geht die Bewegung weiter. Die Sozialismustage, die �ber Ostern zum vierten Mal in Berlin ausgerichtet wurden, lieferten daf�r eine eindrucksvolle Best�tigung.
Er sei froh, in das Geburtsland von Karl Marx reisen zu k�nnen, sagte Weizmann Hamilton vom s�dafrikanischen Democratic Socialist Movement auf der Auftaktveranstaltung. So etwas weckt nat�rlich hohe Erwartungen, die die vierten Sozialismustage aber voll und ganz erf�llen konnten.
Au�er Weizmann Hamilton berichteten weitere internationale G�ste von Freitag bis Sonntag �ber die Bewegung gegen Krieg und Krise in ihren L�ndern. Lynn Walsh, Vorstandsmitglied der englischen Socialist Party, ging auf Ursachen und Hintergr�nde der weltweiten Wirtschaftskrise ein, w�hrend Shai Galy aus Israel �ber die Ereignisse im Nahen Osten berichtete. Weitere G�ste aus Schweden, Belgien, �sterreich und Frankreich waren f�r das Komitee f�r eine Arbeiterinternationale angereist.
Die Bewegung gegen den Irak-Krieg stand nat�rlich im Mittelpunkt der Sozialismustage. Tinette Schnatterer f�r widerstand international!, wie auch weitere AktivistInnen der SAV und von Jugend gegen Krieg, berichteten von den bundesweiten Sch�lerstreiks am Tag X. Woria Ahmadi vom Irakischen Fl�chtlingsrat erz�hlte �ber das Elend und Chaos, das nach dem Krieg besonders im Nordirak herrscht.
Am Samstag und Sonntag hatten die BesucherInnen dann die M�glichkeit, in Arbeitskreisen �ber verschiedene Themen weiter zu diskutieren. Unter anderem konnten sie mit Dirk Linder, IG-Metall-Betriebsrat, �ber die Notwendigkeit einer neuen Arbeiterpartei sprechen, oder mit Claus Ludwig vom SAV-Bundesvorstand und Pedram Shayar von Attac Berlin die Lage der Anti-Globalisierungs-Bewegung diskutieren. Auch klassische marxistische Themen wurden angesprochen. Diskussionen �ber demokratische Planwirtschaft, die Rolle der Arbeiterklasse oder das Verh�ltnis von MarxistInnen zum politischen Islam standen auf der Tagesordnung. Mit �ber 400 TeilnehmerInnen wurde der Besucherzahl-Rekord aus dem Vorjahr zwar knapp verfehlt. Allerdings war deutlich zu merken, dass am Ende der Anti-Kriegs-Bewegung tiefergehenden Diskussionen auf der Grundlage der Erfahrungen der Bewegung m�glich waren. Ein Zeichen daf�r ist auch, da� sich 13 G�ste schon w�hrend der Veranstaltung entschieden, in die SAV einzutreten und mit f�r eine sozialistische Welt zu k�mpfen.
Wie wichtig das ist, stellte unter anderem Georg K�mmel, Mitglied des SAV-Bundesvorstands, auf der Abschlu�kundgebung heraus. Nur mit Worten gegen Krieg und Krise zu sein verglich er mit einem Arzt, der nichts tue, als die Magenschmerzen seines Patienten scharf zu verurteilen. Die Sozialismustage dagegen haben deutlich gezeigt, da� die SAV eine Medizin gegen diese Schmerzen anzubieten hat.