Drei Prozent sind zu wenig

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?Da bleiben doch nicht mehr als 5 Euro“
 
So sehr die Besch?ftigten im ?ffentlichen Dienst begeistert sind, dass sie zum Streik aufgerufen sind und dadurch endlich die angestaute Wut zum Ausdruck bringen k?nnen, so wenig begeistert die Forderung von ?drei plus x“.
Die ver.di-Betriebsgruppe der Uni-Stuttgart lehnt die Drei-Prozent-Forderung ab. Bei ihrer Warnstreikkundgebung mit 200 KollegInnen h?lt sie auf allen Transparenten und Plakaten ihre Sechs-Prozent-Forderung aufrecht. ?Das haben wir beschlossen. Die Drei-Prozent-Forderung soll doch nur alles runterkochen. Am Ende wird selbst das nicht dabei herauskommen. Unsere Betriebsgruppe lehnt das ab.“
Kritik auch beim Warnstreik der Stuttgarter Stra?enbahn (SSB) am 17. Dezember: ?Wir haben so viel verloren in den letzten Jahren. Was die uns alles weggenommen haben und was an Preissteigerungen alles auf uns zukommt.“
Die FahrerInnen streiken am 17. Dezember gleich eine ganze Schicht lang. Es geht ihnen nicht nur um die drei Prozent. Durch einen Haustarifvertrag sollen sie aus dem BAT/BMT-G rausfliegen und auf das Niveau des Spartentarifvertrags runtergedr?ckt werden, der schon in vielen St?dten in Nordrhein-Westfalen mit Beteiligung der ?tv beziehungsweise ver.di durchgesetzt wurde. In vielen Orten hat das bei der Warnstreikwelle schon dazu gef?hrt, dass der ?ffentliche Nahverkehr, eine der kampfst?rksten Bataillone im ?ffentlichen Dienst, nicht mehr beteiligt war.
Bei der SSB gibt es nicht nur deswegen viel Unmut ?ber die Gewerkschaftsf?hrung. ?Wir lassen uns doch viel zu viel bieten. Wir m?ssen es auch so machen wie Frankreich. Da treten die Gewerkschaften ganz anders auf“.