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Wohnungsnot bekämpfen!

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Protest der SAV Rostock gegen hohe Mieten

MIETHAIE ENTEIGNEN!

Wir brauchen keine Statistik um zu wissen, dass in deutschen Städten Wohnungsnot herrscht. In einigen Orten leben Menschen mit fünf, sechs Personen auf engstem Raum. Schimmel, fehlender Boden, keine Küche – längst keine Gründe mehr, keine horrenden Mieten zu verlangen.

Von Katharina Doll, Hamburg

Dass die Mieten weiter steigen hat seinen Grund im privaten Wohnungsmarkt. Immer mehr Wohnungen wurden in den letzten Jahren privatisiert. In München sind tausende Wohnungen der Eisenbahner-Baugenossenschaft in den nächsten Jahren von der Privatisierung bedroht. Und die Privaten heben die Preise an, um die Profite zu steigern.

Ohne Eingriffe ins Eigentumsrecht, Enteignungen und eine massive Ausweitung des öffentlichen Wohnungsbaus wird sich daran nichts ändern. Außerdem müssen wir Mieterinnen und Mieter uns organisieren und beraten, wie wir gemeinsam gegen Mietpreiserhöhung und andere Schikanen kämpfen können.

Uns wird gesagt, es sei kein Geld da für öffentlichen Wohnungsbau, weil zu geringe Einnahmen durch die Gewerbesteuer zu hohen Ausgaben der Kommunen gegenüberstehen. In Wirklichkeit geht es um Geldgeschenke für Reiche: die Konzerne tricksen bei der Gewerbesteuer, aber wer seine Miete nicht zahlt, bekommt einen Schufaeintrag und landet irgendwann auf der Straße.

Dass altersarme Menschen sich im Winter das Heizen nicht mehr leisten können, oder ganze Familien zwangsgeräumt werden, gehört zur hässlichen Realität der Städte, in denen der Profit entscheidet zu welchen Bedingungen und zu welchem Preis wo gelebt wird. Unser Interesse ist es, in den eigenen vier Wänden in guter Gesundheit zu leben – und darum müssen wir uns jetzt gemeinsam wehren!

DIE LINKE sollte durch die Organisierung einer Großdemonstration für die Enteignung von Vonovia und Deutsche Wohnen und den staatlichen Bau von 250.000 Wohnungen jedes Jahr die Proteste vorantreiben.