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Marxismus und die Umwelt-Frage

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marxWas die Analyse und Kritik der destruktiven Folgen für Natur und Gesellschaft durch die kapitalistische Industrialisierung angeht, kam Marx eine Vorreiterrolle zu

von Per-Åke Westerlund. „Rättvisepartiet Socialisterna“ (Schwesterorganisation der SAV und Sektion des CWI in Schweden)

Dem Marxismus wird häufig vorgeworfen, Natur und Umwelt als etwas Selbstverständliches zu betrachten. Schließlich bräuchte es wirtschaftliches Wachstum, um überhaupt in der Lage zu sein, Armut und Not lindern zu können. Fakt ist, dass diese Art der Darstellung ziemlich weit von der Wahrheit entfernt ist. Indem er die Arbeiten von Marx und Engels sowie die Erfahrungen heranzieht, die in den ersten Jahren nach der Russischen Revolution gemacht worden sind, versucht PER-ÅKE WESTERLUND von der Rättvisepartiet Socialisterna alle derartigen Missverständnisse aus dem Weg zu räumen. Der folgende Artikel erschien ursprünglich in der Socialism Today, Ausgabe 194 (Dezember 2015 / Januar 2016), dem Magazin der Socialist Party (Schwesterorganisation der SAV und Sektion des CWI in England und Wales).

Wenn es um das Thema Umweltschutz geht, werden dem Marxismus von der politischen Rechten, manchen Öko-AktivistInnen aber auch von Teilen der Linken für gewöhnlich zwei wesentliche Vorwürfe gemacht: Auf der einen Seite wird behauptet, Karl Marx habe die Industrialisierung viel zu positiv dargestellt und Natur und Umwelt als grenzenlosen Quell betrachtet, den man bedenkenlos ausbeuten kann. Der zweite Vorwurf lautet, dass der Marxismus für einige der schlimmsten ökologischen Katastrophen verantwortlich zeichnet, zu denen es in der Sowjetunion gekommen ist.

Demgegenüber steht, dass es für MarxistInnen nichts Neues ist, sehr bewusst mit dem Thema Umwelt wie auch mit dem Kampf für den Umweltschutz umzugehen. In Wirklichkeit kam Marx bei der Analyse und Kritik der negativen Folgen der kapitalistischen Industrialisierung für Natur und Umwelt wie auch für die menschliche Gesellschaft eine Vorreiterrolle zu. Sowohl Marx als auch Friedrich Engels, die Autoren des „Kommunistischen Manifests“ von 1848, haben sich intensiv mit der Wissenschaft in all ihren Facetten auseinandergesetzt und deren Erkenntnisse angewendet.

Die kapitalistische Industrieproduktion, die Arbeiterklasse (das Proletariat) wie auch ihre Arbeitskraft waren zwar wenige Jahrzehnte zuvor erst entstanden, doch Marx verstand sie sofort als die Triebkräfte für die Entwicklung der Gesellschaft. Dass er die Bedeutung der Arbeiterklasse hervorhob, bedeutet jedoch nicht, dass er Natur und Umwelt dabei außer Acht gelassen hätte.

Interessanterweise betrachtete Marx die Arbeit als „Prozess zwischen Mensch und Natur, ein[en] Prozess, worin der Mensch seinen Stoffwechsel mit der Natur durch seine eigne Tat vermittelt, regelt und kontrolliert“ (Marx, Karl: „Das Kapital“, Bd. 1, Dritter Abschnitt). Dies wird in der „Kritik des Gothaer Programms“ von Karl Marx betont, in der er sich mit dem 1875 beschlossenen Gründungsprogramm der „Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands“ (SAPD, die 1890 in SPD unbenannt worden ist; Erg. d. Übers.) auseinandersetzte. Marx widmet sich darin unter anderem der Erklärung, wonach die „Arbeit […] die Quelle alles Reichtums und aller Kultur“ sei. Im Gegensatz dazu schreibt Marx: „Arbeit ist nicht die Quelle alles Reichtums. Die Natur ist ebensosehr die Quelle der Gebrauchswerte (und aus solchen besteht doch wohl der sachliche Reichtum!) als die Arbeit, die selbst nur die Äußerung einer Naturkraft ist, der menschlichen Arbeitskraft“. Die falsche Annahme, wonach die Arbeit die einzige Quelle sei, geht auf Ferdinand Lassalle zurück und nicht auf Marx.

Marx warnte vor den Folgen, wenn die Beziehung zwischen Mensch und Natur falsch interpretiert wird. Dementsprechend sah er die Entfremdung der ArbeiterInnen in der kapitalistischen Produktion als Bestandteil desselben Prozesses wie die Entfremdung des Menschen von der Natur. Zu Marx´ Lebzeiten war dies vor allem im Falle der Industrialisierung der Landwirtschaft offenkundig.

Die Arbeiterklasse stand und steht an vorderster Front, wenn es darum geht, die Auswirkungen des Kapitalismus auf die Umwelt zu spüren zu bekommen. So stellen die Energieunternehmen in der Öl-, Kohle- und Atomindustrie eine direkte Bedrohung für die Beschäftigten in diesen Branchen dar – genau wir für die Menschen und die Umwelt ganzer Regionen oder gar Länder. ArbeiterInnen, die in diesen Industrien beschäftigt sind, gehören oft zu denen, denen die entsprechenden Gefahren am stärksten bewusst sind. Der Kampf für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen ist ein wesentlicher Bestandteil des Kampfes für vernünftige Umweltbedingungen.

Hinzu kommt, dass die marxistische Philosophie, der dialektische Materialismus, die Mittel zur Verfügung stellt, mit denen die Klimaproblematik von heute analysiert und erklärt werden können. Marx und Engels haben in der Mitte des 19. Jahrhunderts gezeigt, welchen Entwicklungen sowohl die Gesellschaft als auch die Natur durch die Anhäufung von Widersprüchen unterliegen, die zu qualitativen Sprüngen führen. Heute wenden KlimaforscherInnen diese Methode erneut an, wenn sie vor kritischen Punkten warnen, vor einem Moment, ab dem die Umwelt von jetzt auf gleich irreversiblen Veränderungen unterliegt.

Viele von denen, die Marx vorwerfen, er würde die Umwelt stiefmütterlich behandeln, haben sich nicht mit seinen Werken befasst, sondern wohl eher mit den Schriften seiner selbsternannten „Anhänger“ aus der Sozialdemokratie oder dem Stalinismus. Die Gesellschaften, die sie konstruiert und als Sozialismus bezeichnet haben, haben Marx in puncto Arbeiterdemokratie, was die Rolle des Staates angeht und auch hinsichtlich ihres Umgangs mit der Umwelt vollkommen konterkariert. Im Gegensatz dazu hat Marx geradezu prophezeit, dass „die Naturwissenschaft […] die Basis der menschlichen Wissenschaft werden [wird], wie sie jetzt schon […] zur Basis des wirklich menschlichen Lebens geworden ist […].“ (Marx, Karl: „Ökonomisch-philosophische Manuskripte“, 1844).

Marx und das Thema Umwelt

Will man verstehen, wie der Marxismus mit dem Thema Umwelt umgeht, so ist es unerlässlich, die Methode des Marxismus zu begreifen – dass Marx die Welt und ihre Geschichte immer in ihrer Gesamtheit betrachtet und als Ausgangspunkt für seine Analyse und sein Programm genommen hat. Die Tatsache, dass Marx den Kapitalismus als ein im historischen Maßstab fortschrittliches System wahrgenommen hat, ist von vielen falsch verstanden und verdreht dargestellt worden. So schrieb beispielsweise Michael Löwy vom „Vereinigten Sekretariat der Vierten Internationale“, dass Marx „eine ziemlich unkritische Haltung zur industriellen Zivilisation, vor allem ihrer destruktiven Beziehung zur Natur, hatte“. Löwy behauptete auch, dass „Marx keine durchgängige ökologische Perspektive anbietet.“ (übersetzt aus: „For a Critical Marxism“: „Against the Current“, November/Dezember 1997).

Marx zufolge besteht die fortschrittliche Seite des Kapitalismus zunächst in seinem Verhältnis zum Feudalismus und ist, was das angeht, nur vorübergehend. Die wesentliche Errungenschaft war, dass es sich beim Kapitalismus um die erste Gesellschaftsform gehandelt hat, die nicht nur die Grundlage zur eigenen Beseitigung sondern überhaupt erst die Klassen-Gesellschaft geschaffen hat. Wenn die Arbeiterklasse mit Unterstützung der armen Bauernschaft die Macht übernimmt, dann würde das zur Herrschaft der Mehrheit führen und den Beginn eines Prozesses hin zu einer vollkommen anderen Gesellschaftsform markieren. Und schon 1871, als die „Pariser Commune“ gegründet wurde und die ArbeiterInnen zwei Monate lang die Macht in ihren Händen hielten, stellten sich die Perspektiven von Marx als korrekt heraus.

Will man die Rolle, die dem Kapitalismus zukommt, verstehen, so bedeutet das nicht, dass man dieses System auch verteidigt. Vor allen anderen und in weit stärkerem Umfang als andere verstand Marx den Kapitalismus als ein System, das aus dem Mehrwert der Arbeit seinen Profit geriert. Zu diesem Zweck werden die Wissenschaften und die Naturkräfte entsprechend angepasst bzw. ausgebeutet. Die Gesundheit der ArbeiterInnen wird dabei ignoriert und ähnlich ergeht es Natur und Umwelt, die die Folgen entsprechend zu spüren bekommen. Marx erkannte deutlich die Schritte, die unternommen wurden, um die Natur den Bedürfnissen des Kapitalismus anzupassen, wovor er ausdrücklich warnte. Einige Kritiker meinen, Marx habe die Natur als etwas betrachtet, das kostenlos zu haben sei und unbegrenzt zur Verfügung stehe. Sein Ansatz bestand hingegen darin festzustellen, dass Natur und Umwelt im Kapitalismus keinen Wert haben. Seine eigene Schlussfolgerung war, dass auch die unberührte und nicht ausgebeutete Natur ebenfalls einen Gebrauchswert hat: so zum Beispiel die Luft, Wälder und Fischvorkommen.

Marx studierte insbesondere den non-mechanistic materialism nicht-mechanistischen Materialismus von Epikur (341-270 vor unserer Zeitrechnung) und die Dialektik von Hegel (1770-1831). Das brachte ihn zu seiner eigenen Philosophie, dem dialektischen Materialismus. Es war ein genialer Blick auf die Welt, der nahezu perfekt in die damalige historische Phase passte. Das bedeutsamste Ereignis jener Epoche, die Französische Revolution, war das Resultat sowohl ihrer materiellen Grundlagen – der kapitalistischen Ökonomie und einer Gesellschaft, die den Feudalismus überholt hatte – als auch des bewussten Agierens der revolutionären Massen.

Die Ideen von Marx waren von allen Philosophien, die mit der religiösen Vergangenheit gebrochen hatten, die, die am weitesten entwickelt war. Anstatt die Erde als unveränderlich und im Zentrum aller Dinge stehend zu betrachten, bei der die Menschheit wiederum das Zentrum von allem ausmache, geht der Marxismus – in Übereinstimmung mit dem klassischen Materialismus – davon aus, dass die Welt permanenter Veränderung unterworfen und sogar endlich ist. Das Leben sei demnach ein Produkt der Erde (der Natur) und keine Schöpfung Gottes. Die Menschheit war eins mit der Natur und stand nicht außerhalb der Natur. Desgleichen hat Marx auch die Geschichte nicht nach einem sozial-geschichtlichen und einem natur-geschichtlichen Teil unterschieden. Stattdessen betrachtete er sie als zusammenhängendes Ganzes. Dialektische Gesetze gelten sowohl für Natur und Umwelt als auch für die Gesellschaft. Ihre jeweilige Fortentwicklung hängt miteinander zusammen, beide beeinflussen sich gegenseitig. Marx benutzte den Begriff des „Metabolismus“, womit er eine Kette von Prozessen bezeichnete, die miteinander zu einem großen Ganzen verknüpft sind.

Marx zeigte, dass die zunehmende Unterteilung zwischen Stadt und Land einen Bruch in diesem Metabolismus darstellte. Zusammengefasst wurde dies mit dem Terminus „metabolic rift“ (dt.: „metabolischer Riss“) von John Bellamy Foster, dem Autoren des sehr hilfreichen Buchs „Marx’s Ecology: Materialism and Nature, 2000“. Im dritten Band von „Das Kapital“, das 1894 nach dem Tod von Marx (1883) veröffentlicht worden ist, beschreibt Marx den Kapitalismus als einen Bruch mit den Naturgesetzen des Lebens: „Auf der anderen Seite reduziert das große Grundeigentum die agrikole [von der Landwirtschaft lebende] Bevölkerung auf ein beständig sinkendes Minimum und setzt ihr eine beständig wachsende, in großen Städten zusammengedrängte Industriebevölkerung entgegen; es erzeugt dadurch Bedingungen, die einen unheilbaren Riß hervorrufen in dem Zusammenhang des gesellschaftlichen und durch die Naturgesetze des Lebens.“ (Marx, Karl: „Das Kapital“, Bd. 3, Sechster Abschnitt, 1894).

Vor dem Hintergrund einer Diskussion über den langfristigen Verfall des Erdbodens in Folge des Einsatzes von chemischen Düngemitteln in der Landwirtschaft, schrieb Marx, dass „jeder Fortschritt der kapitalistischen Agrikultur […] nicht nur ein Fortschritt in der Kunst [ist], den Arbeiter, sondern zugleich in der Kunst, den Boden zu berauben, jeder Fortschritt in Steigerung seiner Fruchtbarkeit für eine gegebne Zeitfrist zugleich ein Fortschritt in Ruin der dauernden Quellen dieser Fruchtbarkeit“ ist (Marx, Karl: „Das Kapital“, Bd. 1, Vierter Abschnitt, 1867).

Er erklärte: „Mit dem stets wachsenden Übergewicht der städtischen Bevölkerung, die sie in großen Zentren zusammenhäuft […] stört [die kapitalistische Produktion] den Stoffwechsel zwischen Mensch und Erde, d.h. die Rückkehr der vom Menschen in der Form von Nahrungs- und Kleidungsmitteln vernutzten Bodenbestandteile zum Boden, also die ewige Naturbedingung dauernder Bodenfruchtbarkeit“ (ebd.). Und weiter: „Die kapitalistische Produktion entwickelt daher nur die Technik und Kombination des gesellschaftlichen Produktionsprozesses, indem sie zugleich die Springquellen alles Reichtums untergräbt: die Erde und den Arbeiter.“ (ebd.). In einer sehr weitsichtigen Prognose warnte Marx, dass die ständige Modernisierung durch den Kapitalismus „diese[n] Zerstörungsprozeß“ (ebd.) verstärkt.

Engels fasste die Abhängigkeit von der Natur zusammen und betonte wie notwendig es ist, von ihr zu lernen: „Und so werden wir bei jedem Schritt daran erinnert, daß wir keineswegs die Natur beherrschen, wie ein Eroberer ein fremdes Volk beherrscht, wie jemand, der außer der Natur steht – sondern daß wir mit Fleisch und Blut und Hirn ihr angehören und mitten in ihr stehn, und daß unsre ganze Herrschaft über sie darin besteht, im Vorzug vor allen andern Geschöpfen ihre Gesetze erkennen und richtig anwenden zu können.“ (Engels, Friedrich: „Anteil der Arbeit an der Menschwerdung des Affen“, 1876).

Marx und das Thema Sozialismus

Einige werfen Marx auch vor, er habe kein ausgearbeitetes Modell davon geliefert, wie eine zukünftige sozialistische Gesellschaft aussehen wird. Diese KritikerInnen glauben, sein Sozialismus würde bedeuten, dass die Arbeiterklasse die Macht ergreift, während die Ökonomie, die Produktion und der Umgang mit Natur und Umwelt im Grunde genommen so bleiben wie unter dem Kapitalismus. Es ist wahr, dass Marx und Engels sich von den utopischen SozialistInnen unterschieden, die detaillierte Pläne für die ideale Gesellschaft vorlegten. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie in ihren Schriften nicht die Unterschiede zwischen Kapitalismus und Sozialismus beschrieben hätten.

Marx und Engels haben die enormen Kosten für die kapitalistische Produktion erfasst, die von den ArbeiterInnen, Bäuerinnen und Bauern, der Natur und der Gesellschaft zu tragen sind. Sie stehen für die völlige Veränderung der Produktion, die durch das ersetzt werden soll, was Marx die kooperative Produktion nannte. Das anarchistische System des Kapitalismus würde durch soziale Kontrolle ersetzt und dadurch, dass Produktion und Verteilung zum Eigentum der Gesellschaft werden. Organisiert werden müsse dies durch gesellschaftliche Planung.

Wie aber sieht es mit den Voraussagen von Marx über den Sozialismus als eine Gesellschaft aus, in der die Produktion ausgeweitet wird und die Ressourcen im Überfluss zur Verfügung stehen? Würde das nicht nur zu weiteren Katastrophen für Natur und Umwelt führen? Sowohl zu Marx’ Lebzeiten wie auch heute gilt ganz eindeutig, dass das oberste Ziel darin besteht, jeder und jedem ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Dies wird zu einer Steigerung der Lebensmittelproduktion führen, zur Bereitstellung von Wohnraum, Einrichtungen der Gesundheitsvorsorge, Bildung und auch zu einer stärkeren Verbreitung moderner Technik. Im 19. Jahrhundert wäre die Deckung dieses entsprechenden Bedarfs auf Kosten der Herstellung von Waffen, Luxusgütern o.ä. möglich gewesen. Heute gilt dies umso mehr! Schließlich werden aktuell enorme Ressourcen verschwendet, um sie für militärische Zwecke zu nutzen oder sie dem Konsum von Luxusartikeln des viel zitierten „einen Prozent der Bevölkerung“ zu überlassen.

In seiner „Kritik des Gothaer Programms“ und in „Das Kapital“ diskutierte Marx die Notwendigkeit, die Ressourcen zwischen individuellem Konsum und der nötigen Erhöhung des gesellschaftlichen Konsums ins richtige Gleichgewicht zu bringen. Er fasste dabei ebenso ins Auge, dass Ressourcen ja auch für Investitionen aber gleichfalls als gesellschaftliche Reserve zurückgelegt werden müssen. Dementsprechend ging es auch um eine Balance zwischen Arbeitszeit, die es demnach zu senken galt, und der Freizeit. In einer solchen Gesellschaft, würde jede und jeder arbeiten, jede und jeder könnte die eigenen Fähigkeiten und den eigenen Verstand weiterentwickeln, und alle würden Zeit haben, sich an der Organisierung der Gesellschaft zu beteiligen.

Die sozialistische Gesellschaft würde die Entfremdung aufheben und es allen erlauben, sich frei von den Einschränkungen durch die heutige Lohnarbeit und das Kapital zu entwickeln. Das würde auch bedeuten, dass „die vollendete Wesenseinheit des Menschen mit der Natur, die wahre Resurrektion [das Wiedererwachen] der Natur, der durchgeführte Naturalismus des Menschen und der durchgeführte Humanismus der Natur“ ist (Marx, Karl: „Ökonomisch-philosophische Manuskripte“). Eine sozialistische Revolution würde nicht nur die ArbeiterInnen und die Menschheit befreien sondern ebenso die Natur. Wenn der Boden zum Eigentum der Gesellschaft geworden ist, dann wird die Umwelt nicht länger ein Produkt sein, von dem man profitieren kann.

Unter den Programmpunkten, die im „Kommunistischen Manifest“ vorgeschlagen werden, finden sich einige Forderungen, die heute genauso wichtig sind und ihre Bedeutung für Natur und Umwelt haben wie früher (vgl.: Marx, Karl/Engels, Friedrich: „Manifest der Kommunistischen Partei“, 1848). Die erste Forderung lautet: „Expropriation des Grundeigentums und Verwendung der Grundrente [Grundsteuer] zu Staatsausgaben“. Dies kann bei jedem Protest angewendet werden, der sich gegen gefährliche Bergbauprojekte richtet, gegen Ölfelder und das Fracking. Der zweite Teil dieser Forderung unterstreicht, dass Einnahmen, die mit dem Land erzielt werden, von öffentlichen Unternehmen verwaltet werden sollten. Forderung Numero sechs bringt die Notwendigkeit ins Spiel, bei Transport und Verkehr zu einer Lösung kommen zu müssen: „Zentralisation des Transportwesens in den Händen des Staates“.

Auch die siebte Forderung beinhaltet wichtige Bezüge zur Umweltfrage: „Vermehrung der [in staatlichem Besitz befindlichen] Nationalfabriken, Produktionsinstrumente, Urbarmachung und Verbesserung aller Ländereien nach einem gemeinschaftlichen Plan“. Gefordert wird eine gemeinsame Planung, die auf dem gemeinsamen Eigentum statt auf der Ausbeutung durch Privateigner basiert, um den Boden sorgsam behandeln und seine Qualität verbessern zu können. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Frage, wie die Stoßrichtung der Gesellschaft verändert werden kann, damit einhergeht, wie es um die Eigentumsverhältnisse bestellt ist, wer die Macht inne hat und wer was kontrolliert. Das gilt auch, wenn es um den Umgang mit Natur und Umwelt geht.

Bolschewiki waren Pioniere

Die Arbeiterklasse in Russland und Völker, die vom Zar unterdrückt worden sind, übernahmen im Oktober 1917 die Macht. Ganz im Gegensatz zu heute, da die Regierung der Bolschewiki übel verleumdet wird, revolutionierte sie in allen Bereichen der Gesellschaft die Politik. So war das revolutionäre Russland das erste Land der Welt, in dem Rassismus und Antisemitismus verboten worden sind, und das erste Land, das das Recht auf Abtreibung, Scheidung und Homosexualität gewährleistete. Auf ganz ähnliche Weise leisteten die Bolschewiki unter der Führung von Lenin und Leo Trotzki mit ihrer radikalen Politik auch im Bereich der Umweltbelange Pionierarbeit.

Vor der Revolution war Russland auf diesem Gebiet – wie auch in etlichen anderen Bereichen – ein ökonomische zurückgebliebener Staat. „Unter der Herrscherdynastie der Romanows scheiterten die WissenschaftlerInnen damit, Regierungsvertreter, Geschäftsleute und sogar die eigenen KollegInnen zu überzeugen, moderne wissenschaftliche Techniken zu übernehmen, um die Ressourcen zu schonen und ihr Vorhandensein für aktuelle wie auch künftige Generationen sicherzustellen [„Umweltschutz“] … die meisten der angedachten Projekte mussten bis nach der Russischen Revolution warten, da die zaristische Regierung sie als zu teuer betrachtete und wohl meinte, sie seien ohnehin unnötig“ (Josephson, Paul u.a.: „An Environmental History of Russia“ [Sammelband], 2013).

Unter der Führung der Bolschewiki kam die Arbeiterklasse in einem Land an die Macht, das durch den Ersten Weltkrieg schwer verwüstet worden war. Und das Erste, was sie danach erleben mussten, war, dass sie sogleich selbst zum Ziel von militärischen Angriffen durch einfallende Armeen und ehemals zaristische Generäle wurden. Dennoch handelte die neue Regierung sofort – auch was die Umweltbelange anging. Zwei Tage nach der Übernahme der Macht wurde das „Dekret über den Boden“ erlassen, mit dem alle Wälder, Bodenschätze und das Wasser verstaatlicht wurden. Ein halbes Jahr später, im Mai 1918, folgte ein weiteres Dekret mit dem Titel „Über die Wälder“. Damit wurde die Kontrolle über die Wiederaufforstung und den Schutz der Wälder zentral in eine Hand gelegt. Der Waldbestand wurde in zwei Kategorien aufgeteilt, wovon die eine vor Ausbeutung geschützt wurde. Dies war ein wichtiger Schritt, da viele Wälder unter dem Zaren komplett gerodet worden waren. In ähnlicher Weise verfuhr man auch bei der Jagd, die reglementiert wurde und nur noch während einer bestimmten Saison erlaubt war. „Überraschender Weise ermöglichte die Russische Revolution den Aufbau moderner Forschungseinrichtungen, mit denen die ozeanographischen Fischbestände wie auch die der Binnengewässer erforscht wurden.“ („Environmental History“).

All dies waren Entscheidungen, die in extrem turbulenten Zeiten gefällt worden sind. „Während des Aufruhrs durch den Bürgerkrieg und den Kriegskommunismus schaffte es die bolschewistische Regierung dennoch, WissenschaftlerInnen zu unterstützen, von denen einige auch an Schwerpunkten arbeiteten, die für die Umwelt von Belang waren. Und mit dieser Unterstützung bauten WissenschaftlerInnen ihre Aktivitäten im Bereich der Umweltforschung aus“. 1920 war Lenin an der Gründung des ersten Naturschutzgebiets der Welt, dem Il’menskii, beteiligt, das vom Staat finanziert wurde und ausschließlich wissenschaftlichen Zwecken diente. 1924 existierten bereits vier solcher Reservate („zapovedniks“). Es wurden zahlreiche neue Forschungsinstitute gegründet. Russische WissenschaftlerInnen waren als führende ÖkologInnen angesehen, und an der Moskauer Universität wurden Seminare zur Umwelt-Thematik abgehalten. Der Wissenschaftler Wladimir Wernadski und sein Konzept der „Noosphäre“ wurden weltbekannt. Das war „ein neuer Status für die Biosphäre, in der die Menschen bei der Veränderung eine aktive Rolle spielen, die auf der Anerkennung von Männern und Frauen basiert, dass es eine Verbindung zur Natur gibt.“ („Environmental History“).

Die Revolution ebnete den Weg für das explosionsartige Entstehen von Umweltorganisationen, eine Entwicklung, die von den Bolschewiki begrüßt und befördert wurde. Das TsBK (Zentrales Büro zur Erforschung lokaler Überlieferungen) hatte 70.000 Mitglieder in 2.270 Ortsverbänden. Eine ähnliche Bedeutung hatte das VOOP (All-Russische Gesellschaft zum Schutz der Natur). Die AktivistInnen und WissenschaftlerInnen gaben Magazine wie z.B. „Probleme der Ökologie und Biozönologie“ heraus. Sie veranstalteten auch Versammlungen und organisierten Treffen für Studien vor Ort, um darüber das Interesse an der Wissenschaft im ländlichen Raum zu erhöhen. Führende Bolschewiki, unter ihnen auch Nadeschda Krupskaja, diskutierten, wie man die Umweltbedingungen in den Groß- und Kleinstädten verbessern kann. Das mündete im Modell der „grünen Stadt“ mit mehr Parks und begrünten Arealen.

Diese revolutionären Ansätze fanden allerdings ihr abruptes Ende, da die gesellschaftliche und politische Konterrevolution des Stalinismus auch eine ökologische Konterrevolution war. „Nach der Russischen Revolution, im Zuge des gesellschaftlichen Aufbruchs und während der politischen Experimentierphase der 1920er Jahre, breiteten sich die erst im Entstehen begriffenen ökologischen Wissenschaften extrem schnell aus. Staatsbedienstete, WissenschaftlerInnen und IngenieurInnen arbeiteten ein ambitioniertes Programm zur Elektrifizierung des ganzen Landes aus […]“. Dann, als Stalin die Macht übernahm, wurden auch „einige der fähigsten BiologInnen, SpezialistInnen der Forst- und Fischereiwirtschaft, AgrarwissenschaftlerInnen und ÖkologInnen“ Opfer seiner Jagd auf sogenannte „Verräter“.

Stalinismus contra Umwelt

Unter der Herrschaft des Stalinismus kam es zu einigen der schlimmsten Umweltkatastrophen: zur Zerstörung des Aralsees zwischen Kasachstan und Usbekistan, der atomaren Katastrophe von Tschernobyl (in der Ukraine) und zu mehreren aufgrund von Umweltzerstörung lebensfeindlich gewordenen Städten. Wie war dies möglich? Und: Stand diese Entwicklung in irgendeinem Zusammenhang zu den Bolschewiki und dem Sozialismus?

Der Zusammenhang bestand darin, dass Stalins Regime die bolschewistische Partei, die die Revolution von 1917 angeführt hatte, ermorden und zerstören ließ. Möglich war dies vor dem Hintergrund niedergeschlagener Revolutionen in allen anderen Ländern und der vorherrschenden Lage in Russland. Das Land war wirtschaftlich und kulturell weiterhin als rückständig zu bezeichnen, was durch die Zerstörungen, die auf den Ersten Weltkrieg und den anschließenden Bürgerkrieg zurückzuführen waren, noch verstärkt worden war.

Als Stalins Regime sich gefestigt hatte, verfolgte sie keine andere Ideologie als die, sich selbst an der Macht zu halten. Um dies zu erreichen, musste Stalin eine grundlegende Errungenschaft der Revolution beibehalten: Die verstaatlichte Wirtschaft, auf der die ganze stalinistische Bürokratie aufbaute. Somit konnte die brutale Diktatur auch noch fälschlicher Weise behaupten, das Erbe der Revolution angetreten zu haben. Dabei war es weder Sozialismus noch Kommunismus. Stalin legte eine 180-Grad-Wendung hin, wovon auch Natur und Umwelt betroffen waren. Unter seinem Regime wurde die Landwirtschaft gewaltsam kollektiviert, der Schutz der „zapovedniks“ wieder aufgehoben und der Kahlschlag der Wälder wurde wieder aufgenommen.

Die stalinistischen Methoden gegen jedwede Opposition waren brutal: „Verhaftungen, Verhöre und Folter, um Schuldgeständnisse und Falschaussagen zu erzwingen. Einher ging dies mit Anklagen wegen Spionage, Umsturz und Verleumdung der Sowjetunion auch gegen WissenschaftlerInnen, die scheinbar in Opposition zum stalinistischen Programm standen“. VOOP und TsBK wurden so lange „gesäubert“, bis sie im Prinzip nicht mehr existierten. Die Diktatur „machte unabhängige und vernünftige Aktivitäten nahezu unmöglich“ (An Environmental History).

Alle unabhängigen Organisationen von ArbeiterInnen und AktivistInnen wurden verboten, was auch den Weg zur Zerstörung der Umwelt ebnete. Zuvor bestehende, ganz hervorragende Vorschriften und Gesetze, sind nie umfassend umgesetzt worden. Verschwendung und Missmanagement nahmen Überhand. Die Wissenschaft büßte die ihr als Voraussetzung nötige Meinungsfreiheit ein. In den 1930er Jahren legte Trotzki Wert darauf, dass die Planwirtschaft auf Arbeiter-Demokratie basieren muss, wie der Körper den Sauerstoff zum Leben braucht. Andernfalls würde sie (die Planwirtschaft) degenerieren und letztendlich absterben. Trotzkis Führung der Opposition gegen Stalin und sein Einsatz für eine politische Revolution gegen das Regime zeigen, wie MarxistInnen zum System des Stalinismus standen – das betrifft auch die Umwelt-Frage.

Das parasitäre Regime unter Stalin nutzte die riesigen Arbeitslager, in denen unzählige politische Gefangene saßen, um eine rasante industrielle Expansion voranzutreiben. Das Lager von Workuta, in denen viele TrotzkistInnen interniert waren, ist 1932 eingerichtet worden, um den Kohlebergbau auch nördlich des Polarkreises durchzusetzen. Millionen von Gefangenen sind unter dem wachsamen Auge der Geheimpolizei des NKWD als ZwangsarbeiterInnen bei Bauprojekten, in Bergwerken und in der Forstwirtschaft eingesetzt worden. Die meisten der Großprojekte im Stalinismus waren das Ergebnis zentral gefällter Entscheidungen, bei denen die unterschiedlichen geografischen Gegebenheiten nicht mit in Betracht gezogen worden sind.

Anstatt sich nach dem Zweiten Weltkrieg der enormen Verwüstungen und sogar des Hungers in Russland zu widmen, brachte seine ganze Anmaßung und Überheblichkeit Stalin dazu, einen bombastischen „Plan zur Umformung der Natur“ aufzulegen. Das führte zur Umlegung ganzer Flüsse und der Umgestaltung von Wald- zu Industriegebieten. Bei Trofim Lyssenko, dem Ideologen, der hinter diesem Plan stand, handelte es sich um einen Scharlatan, der vorgab, Pflanztechniken erfunden zu haben, die in Wirklichkeit zum Absterben ganzer Wälder führten. Unter dem Stalinismus und dem nach o.g. Lyssenko benannten Lyssenkoismus hatte die Natur keinen eigenen Wert mehr.

Der Stalinismus ist als System auch nach dem Tod von Stalin im Jahr 1953 beibehalten worden. Einige Jahre später, 1957, kam es zur Atomkatastrophe von Kyshtym im südlichen Ural, die vom Regime, das nun unter der Führung von Nikita Chruschtschow stand, geheimgehalten worden ist. Umweltverschmutzung, Großprojekte und das völlige Verbot jeder Umweltschutz-Aktivität blieben fortbestehen.

Die kapitalistische Kritik am Stalinismus – die das stalinistische System unverändert mit dem Sozialismus gleichsetzt, um letzteren in Verruf zu bringen – hat nicht viel, auf das sie stolz sein kann. „In vielerlei Hinsicht sind die westlichen Demokratien denselben Weg einer halsbrecherischen Entwicklung und verschwenderischer Ausnutzung der Naturreserven gegangen. Auch unter ihrer Ägide wurden Ökosysteme zerstört und reichlich spät erst wurden Gesetze und Regularien eingeführt, mit denen künftige Probleme abgestellt oder eingegrenzt worden sind […] In den 1990er Jahren meinten viele Beobachter, dass die Demontage der zentralisierten Planwirtschaft automatisch zu einer Verbesserung der Umweltbedingungen führen würde […] Die Realität hat gezeigt, dass das exakte Gegenteil richtig ist. Es existieren nun neue Gefahren für die Nachhaltigkeit, wie etwa der Ausverkauf von Ressourcen, die Neustrukturierung der Wirtschaft, die die Ausgaben für den Umweltschutz dramatisch zusammengestrichen hat, und die Entscheidung von Präsident Putin aus dem Jahr 2000, die >Umweltschutzbehörde der Russischen Föderation< endgültig aufzulösen“ (An Environmental History).

Marxismus heute

Heute engagieren sich immer mehr Menschen zu den Themen Klima und Umwelt. Überall auf der Welt kommt es zu zahlreichen Kämpfen gegen große Ölkonzerne, Fracking, gefährliche Industrieabfälle, geplante Autobahnen und Bergbauprojekte. Diese Kämpfe richten sich allzu oft auch gegen damit zusammenhängende leere Versprechungen von Politikern. MarxistInnen beteiligen sich an diesen Kämpfen: vom Kampf im US-amerikanischen Seattle gegen die „Shell“-Bohrinsel über den Kampf, der den Autobahntunnel im australischen Melbourne stoppte, und die riesigen lokalen Bewegungen gegen Goldbergwerke in Griechenland bis hin zum Kampf gegen das Fracking in Irland.

Unter den KlimaaktivistInnen findet der Antikapitalismus immer stärkere Verbreitung. In ihrem neuesten Buch, „This Changes Everything“, das den Untertitel „Kapitalismus contra Klima“ nicht zufällig trägt, berichtet Naomi Klein, wie rechtslastige Aktivisten vom Schlag der „Tea Party“ meinen, dass der Klimawandel nur eine Erfindung von „Kommunisten“ sei, weil diese die Planwirtschaft einführen wollen. Mit diesem verdrehten Ansatz meinen sie, die Unfähigkeit des Kapitalismus erklären zu können, der diese enorme Krise einfach nicht in den Griff bekommt. Das System, so beschreibt es Klein, befindet sich mit dem Leben auf der Erde im Krieg, und dazu zählt auch das menschliche Leben.

Seit der Zeit von Marx und Engels hat sich die Welt natürlich verändert. Heute hätte Marx zweifelsfrei mit großem Eifer die Berichte der Umwelt- und KlimaforscherInnen verfolgt. Der „Riss“, den er hinsichtlich der interdependenten Funktionen der Erde entdeckt hatte, hat sich enorm und in beschleunigtem Tempo vergrößert. Zuallererst sind MarxistInnen heute in der Lage, einen Ausweg aufzuweisen. Zunehmende Krisen in den Bereichen Umwelt und Gesellschaft sind auf ein und dasselbe System, den Kapitalismus, zurückzuführen, und der Kampf gegen sie hängt eng miteinander zusammen.

Freiwillig werden die Ölkonzerne und ihre Verbündeten niemals aufgeben. Die einzige Kraft in der Gesellschaft, die in der Lage ist, die Klimakrise in den Griff zu bekommen, ist die stärkste kollektive Kraft überhaupt: die Arbeiterklasse. Sie muss mit der wachsenden Anzahl an ohnehin schon kämpfenden Menschen, die sich für die Umwelt einsetzen (von denen viele indigenen Volksgruppen angehören, Bäuerinnen und Bauern sind bzw. zur Landbevölkerung zählen), ein Bündnis schmieden. Krisen und damit zusammenhängende Kämpfe türmen sich bis hin zur sozialen Revolution auf, wodurch der Kapitalismus abgeschafft wird.

Die Klima- und Umweltkrise ist bereits sehr weit vorangeschritten, wodurch noch einmal hervorgehoben wird, wie dringend nötig es ist, endlich entschieden zu handeln. Die einzige wirkliche Alternative ist der demokratische und nachhaltig planvolle Einsatz der Ressourcen in globalem Maßstab. Eine solche demokratische, sozialistische Gesellschaft wird die Lebensstandards für die große Mehrheit der Menschen verbessern, da Natur und Menschheit als ein ineinander verwobener Körper verstanden werden.