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Solidarität mit ausgesperrten ArbeiterInnen bei „Nestlé Pakistan“

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Internationales Vorgehen nötig

Redaktion von www.socialistworld.net, dem Internetportal des „Komitee für eine Arbeiterinternationale“ // „Committee for a Workers´ International“ (CWI), dessen Sektion in Deutschland die SAV ist

Die Geschäftsführung von „Nestlé“ im pakistanischen Kabirwala hat seit diesem September 800 schlecht bezahlte VertragsarbeiterInnen gewaltsam ausgesperrt. Der Werksschutz ist vom Management angewiesen worden, die ArbeiterInnen am Betreten des Werksgeländes zu hindern. KeineR der Beschäftigten war zuvor vom Auslaufen der Verträge in Kenntnis gesetzt worden.

Diese schlecht entlohnten, armen ArbeiterInnen und ihre Familien haben aufgrund der erzwungenen Entlassungen nun mit Hunger und Entbehrungen zu kämpfen. Sie haben über den Zeitraum von 48 Tagen vor den Werkstoren eine Protestkundgebung durchgeführt, die mit Hilfe der Polizei abgebrochen wurde. Jetzt veranstaltet das Management mit Hilfe der Polizei eine Hexenjagd auf die führenden Köpfe sowie weitere wichtige AktivistInnen der Gewerkschaft der Beschäftigten bei „Nestlé Kabirwala“. Gegen 89 GewerkschaftsaktivistInnen wurde bereits bei der Polizei Anzeige erstattet. Muhammad Hussain Bhatti, der Vorsitzende der Gewerkschaft, befindet sich bereits seit über einem Monat hinter Gittern. Ihm und anderen droht nun die Anwendung der „Anti-Terror-Gesetze“.

Das „Nestlé“-Management hatte 2012 mit der Gewerkschaft eine Vereinbarung unterzeichnet, in der festgelegt worden ist, dass die Geschäftsführung 588 VertragsarbeiterInnen ordentliche Arbeitsverträge ausstellt und dass sie sämtliche Leistungen erhalten, die ihnen nach dem Arbeitsrecht zustehen. Jetzt bricht die Geschäftsführung diese Vereinbarung und versucht, die VertragsarbeiterInnen unter Verletzung o.g. Übereinkunft auszutauschen.

Das Aktionskomitee der „Nestlé“-Beschäftigten fordert:

1. Reguläre Arbeitsverträge für alle VertragsarbeiterInnen

2. Das Management muss das Verbot aufheben, mit dem den ArbeiterInnen der Zutritt zum Werksgelände untersagt wird, und ihnen erlauben, an ihre Arbeitsplätze zurückzukehren

3. Rücknahme aller grundlosen und falschen Beschuldigungen und Anzeigen, die gegen Gewerkschaftsvorsitzende und Beschäftigte erhoben bzw. erstattet worden sind

4. Die „Nestlé“-Geschäftsführung muss die zwischen ihr und der Gewerkschaft unterzeichnete Vereinbarung in vollem Umfang umsetzen

Wir bitten Alle, Solidaritätsadressen zu schicken an:

Aktionskomitee der „Nestlé“-Beschäftigten und den Gewerkschaftsbund „Pakistan National Trade Union Federation“.

Die Emailadresse des Sprechers des Aktionskomitees lautet: imranbari80@gmail.com

„Pakistan National Trade Union Federation“: pntufcenter@gmail.com

Kopien der Schreiben gehen bitte an: cwi@worldsoc.co.uk

Schreibt bitte auch Protestnoten an:

„Nestlé“-Zentrale Schweiz:

GLOBAL HEADQUARTERS

Nestlé S.A. Avenue Nestlé 55, 1800 Vevey, Switzerland

General enquiries +41 21 924 1111

Media +41 21 924 2200

mediarelations@nestle.com

„Nestlé“-Management in Pakistan: NAATA@pk.nestle.com

Beschickt bitte ebenso die „Nestlé“-Zentralen bei euch vor Ort. Die Kontaktdaten finden sich unter: http://www.nestle.com/aboutus/globalpresence

[Kontakt zu „Nestlé Deutschland“: http://www.nestle.de/unternehmen/kontakt]