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Proteste gegen HoGeSa in Hannover

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NoHoGeSa HannoverWir müssen in Bewegung bleiben

von Kathi, Nadja und Josy, Hamburger Teilnehmerinnen in Hannover

Heute am Samstag den 15 November sind Nazis und Rassisten unter dem Titel „Hooligans gegen Salafisten (HoGeSa)“ in Hannover aufmarschiert. Das war bereits die zweite Versammlung nach dem Aufmarsch in Köln. Wieder wurde rassistisch und islamophob gehetzt, radikaler Rechtsrock wie Kategorie C wurde vom Tonband abgespielt. Doch diesmal haben ihnen 3000 AntifaschistInnen deutlich deftiger ihre braune Suppe versalzen als noch in Köln!

Hogesa behaupten, sie sind gegen Salafismus, in echt meinen sie damit aber den ganzen Islam und alles, was ihnen nicht „deutsch“ genug aussieht. Mit ihrer „Islamkritik“ und Islamophobie, die sich zum Teil so auch in den Aussagen der Medien und Politiker wiederfindet, hat Hogesa versucht auch über die rechte Szene hinaus Zulauf zu bekommen. Aber in Hannover wurden zwei Dinge klar: es gelingt den Nazis nicht, unter dem Deckmantel von „Islamkritik“ ihren rassistischen Hass zu verbergen. Spätestens der massenhafte Hitlergruß und Übergriffe in Köln haben klar gemacht: Hogesa kommen nicht aus der „einfachen Bevölkerung „, sondern sind ein rassistischer Mob mit eindeutig faschistischen Inhalten. Auch ist es ihnen nicht gelungen, nach Köln weiter anzuwachsen. Ihre Mobilisierunskraft ist rückläufig, deutlich weniger Faschos als in Köln waren heute auf der Straße. Auch war der Anteil rechter Hooligans heute deutlich kleiner, und es wurde klar, dass die Demo im Kern aus organisierten Faschisten bestand, die eben auch mit dieser Szene eng vernetzt sind.

Anders der linke Gegenprotest! Obwohl nicht klar war, ob Hogesa tatsächlich stattfinden soll, wurde diesmal deutlich organisierter und erfolgreicher mobilisiert als noch nach Köln. 3000 gingen gegen sie auf die Straße und auch einfache PassantInnen ließen die Nazis spüren, dass sie hier nicht willkommen sind.

Während den Protesten und auch später liefen immer wieder Faschos in kleineren Gruppen durch die Straßen. Nicht nachvollziehbar ist da, dass einerseits friedliche Demonstranten und Passanten sich immer wieder mit der Schikane der Polizei konfrontiert sahen, es aber gleichzeitig über 1000 erwarteten Nazis erlaubt wurde, gleich in der Nähe eines Flüchtlingscamps aufzumarschieren, das daraufhin evakuiert werden musste. Immer wieder werden linke Demos aus den fadenscheinigsten Gründen von „Sicherheit“ verboten, linke „Gefährder “ ohne Grund gekesselt, während die Faschisten geschützt von Polizei und Staat ihre Hassparolen und Gewaltaufrufe verbreiten können. Das hat nochmal gezeigt, dass wir uns nicht auf den „Schutz“ der Polizei verlassen können, und dass nur eine konsequente Mobilisierung in allen Bevölkerungsschichten gegen Rechts und ein effektives Blockadekonzept, an dem alle massenhaft teilnehmen können der rassistischen Stimmungsmache von Hogesa und Co etwas entgegensetzen können.

Die Mobilisierung in Hannover war ein Anfang, aber wir brauchen noch mehr! Egal ob es Dresden ist, der tddz oder Hogesa: wir müssen in Bewegung bleiben und konsequent weiter mobilisieren auch gegen neue Bündnisse von rechts! Lasst uns dafür sorgen, dass nächstes mal auch der Bahnhofsvorplatz nazifrei bleibt! Hogesa-Rassismus und Islamophobie im Keim ersticken! Kein Fußbreit den Faschisten!

Dokumentiert: Linksjugend [’solid] Hamburg zu HoGeSa

2014-11-14-LinksjugendHH-Hogesa-flugblatt (199.5 KiB)