Occupy Düsseldorf

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Am 15. Oktober war die SAV bei der Demonstration im Rahmen des internationalen Aktionstages in Düsseldorf vertreten.


 

An der Demo haben mehrere Hundert „Empörte“ teilgenommen. Zu ihnen gehörten Menschen jeglichen Alters, Organisierte und „Individuen“, wie es im „Fachjargon“ der „Echte Demokratie jetzt!“-Bewegung heißt. An den Transparenten, Schildern und Rufen war zu erkennen, dass eine weite Bandbreite an politischen Ideen vertreten wurde

von Marius

Allerdings durften Organisationen und Parteien ihre Fahnen und Banner nicht ausrollen (!), da dadurch angeblich die individualistische Eigenschaft der Bewegung eingeschränkt würde.

Unverkennbar war allerdings die Tatsache, dass dieser Protest das derzeitige Finanzsystem in Frage gestellt hatte und somit genau das Ziel verfolgte, das auch global in der Bewegung verfolgt wird: Den Kampf gegen Ausbeutung und Anti-Demokratie. So war auch hier das Bild der „99%“ ohne jeglichen Einfluss im Kampf gegen die „1%“, die die Welt unter sich aufteilen, sowohl in den Köpfen, als auch auf Bannern und Schildern allgegenwärtig.

Der Demonstrationszug begann an der DGB-Zentrale in der Friedrich-Ebert-Straße und zog über die Königsallee, auf welcher ein Zwischenstopp vor der Deutschen Bank eingelegt wurde, bis zum Graf-Adolf-Platz. Dort wurde eine Assamblea (Versammlung) abgehalten, an welcher sich jeder mit Redebeiträgen, wie auch zuvor vor der Deutschen Bank, beteiligen durfte (auch Kinder kamen zu Wort).

Die Grundsteine der „Echte-Demokratie-jetzt“- oder „Occupy“ -Bewegung wurden in Kairo auf dem Tahir-Platz, dem Syntagmaplatz in Athen und bei der Besetzung des Plaza del Sol in Madrid („Bewegung der Empörten“) gelegt. Darauf folgten mehrere Besetzungen in der USA. Unter anderem die beeindruckende Bewegung „Occupy Wall Street“ in New York, welche seit Mitte September anhält. So kam es auch in Düsseldorf zu einer kleinen Besetzung des Martin-Luther-Platzes („Occupy Düsseldorf“), welche als Solidaritäts-Protest für „Occupy Berlin“ durchgeführt wird. Darüber hinaus begannen in anderen Großstädten die Menschen mit Protest-Camps.

An diesem Tag gab es in mehr als 1000 Städten in 82 Ländern Demonstrationen – das verdeutlicht, dass ein internationaler Kampf absolut notwendig ist. Langsam aber sicher kommt Bewegung in die starre Weltordnung. Und genau dies erfordert den weiteren Kampf in den auch wir uns einbinden müssen. Denn gemeinsam können weitere Fortschritte gegen die Ausbeuter erlangt werden! Also kommt auch am 22. Oktober wieder nach Düsseldorf und zeigt die rote Flagge!