Ab dem 18. Juni: Atomkraftwerke blockieren – Kapitalismus endlagern!

Die SAV ruft zu den Blockaden von „Block Brokdorf“ und „x-tausendmal quer“ ab dem 18. Juni auf.

Achtung: Verschiebung des Termins!


 

Mitteilung von X-tausenmal-Quer von heute:

"Die Revision des AKW Brokdorf wurde wegen der angekündigten Blockaden verschoben und wir verschieben auch!

Der Kraftwerksberteiber E.ON hat bekannt gegeben, dass die Revision auf Mittwoch, den 15. Juni verschoben wurde. Wir freuen uns, dass schon die Ankündigung einer Blockade reicht, um Wirkung zu zeigen. Aber zugegebenermaßen wirft diese Entscheidung auch unseren Zeitplan durcheinander. E.ON möchte Hase und Igel spielen, nun gut, wir spielen mit. E.ON läuft ein Stück weit weg, aber wir werden schon vor ihnen da sein. …so schnell lassen wir nicht locker!"

Unser Aktionscamp beginnt ab Donnerstag, den 16. Juni – Die Blockade beginnt am Samstag, den 18. Juni

Aufruf der SAV zur Blockade

Dass die sieben bis acht Atomkraftwerke durch den Atomausstieg der Bundesregierung vom Netz gehen, ist ein großer Erfolg der Anti-Atom-Bewegung. Doch noch ist Atomkraft nicht Geschichte. Mit den jetzigen Regelungen zu Resstrommengen werden die Konzerne versuchen alle neun AKWs bis 2022 am Netz zu halten, um dann den Druck zu erhöhen, sie nicht gleichzeitig abzuschalten. Die Grünen verlangen hier Nachbesserungen, zeigen sich aber auch bereit, Atomkraftwerke bis zu zehn weitere Jahre am Netz zu lassen.

Atomkraft bleibt unsicher – egal, wie alt ein Reaktor ist. Sie bleibt selbst dann unsicher, wenn man bis 2022 die Reaktoren abschalten will, denn schon in der nächsten Zeit kann ein weiterer Unfall zu einer nuklearen Katastrophe wie in Japan führen. Deshalb ist unsere Forderung die sofortige Abschaltung aller Atomkraftwerke, die Überführung aller Energiekonzerne in Gemeineigentum unter demokratischer Kontrolle und Verwaltung und eine sozialistische Energieplanung zur Rettung von Umwelt und Klima.

Blockieren! Organisieren!

Dafür reichen die eindrucksvollen Demonstrationen allein nicht aus. Mit Blockaden kann der Druck auf die Betreiber und die Bundesregierung erhöht werden. Das haben schon in den 70ern und 80ern die Camps in Wyhl und Wackersdorf eindrucksvoll bewiesen. Deshalb rufen wir dazu auf, sich massenhaft an den Blockaden der Atomkraftwerke über Pfingsten zu beteiligen.

Ab dem 16. Juni gibt es Anreisen zu den Blockadecamps in Brokdorf. Am 18. Juni gibt es eine Großdemonstration, anschließend werden die Blockaden beginnen. Es wird versucht, die Eingänge des Atomkraftwerks direkt zu blockieren, um die Fahrzeuge davon abzuhalten, in das Innere des Kraftwerkes zu gelangen. Sollte dies nicht gelingen, werden die Zufahrtsstraßen blockiert.

Die Blockaden sollen bis zu einer Woche gehen und es wird demokratisch über die Fortsetzung entschieden werden. Die Blockaden können den Druck auf die Betreiber erhöhen und zeigen, dass wir uns nicht zufrieden geben, solange Atomkraftwerke weiter laufen.

Auch nach den Blockaden muss der Kampf weiter gehen. Nötig ist, sich zu organisieren und gemeinsam für die Abschaltung aller Atomkraftwerke, die Enteignung der Atomkonzerne und die Endlagerung des Kapitalismus zu kämpfen. Wir rufen dazu auf, sich gemeinsam mit uns an den Blockaden zu beteiligen und aktiv zu werden, für eine sozialistische Gesellschaft, jenseits von Profitgier und Umweltzerstörung.

Nähere Infos mit genauen Angaben über Ort und Anreise, die unterschiedlichen Bündnisse sowie Tickets für die Busse findet ihr unter http://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/akw-blockaden.