Stuttgart: Nordflügel des Hauptbahnhofs besetzt

Der Kampf gegen Stuttgart21 geht in die nächste Runde


 

In Stuttgart wurde nach der heutigen Montagsdemonstration gegen das Prestigeprojekt Stuttgart21 der Nordflügel des Hauptbahnhofs besetzt. Dazu dokumentieren wir hier eine Presseerklärung der Linksjugend[`solid] Stuttgart: Anlässlich der Besetzung des Nordflügels des Stuttgarter
Hauptbahnhofes erklärt Florian Toniutti von Linksjugend ["solid] Stuttgart:

„Die Besetzung des Nordflügels des Stuttgarter auptbahnhofes ist ein berechtigter Schritt gegen das Treiben der Stuttgart21-Mafia. Der Abriss des Nordflügels soll vorgezogen werden,  um den Widerstand gegen Stuttgart21 zu schwächen. Doch wir werden keine Sommerpause machen. Jetzt ist entschlossener Widerstand notwendig.

Die Besetzung des Nordflügels wurde von mehreren Initiativen und Gruppen vorbereitet und spontan während der Montagskundgebung bekannt gemacht. Sabrina, Teilnehmerin der Besetzung und Mitglied bei Linksjugend ["solid] Stuttgart berichtet über Telefon: „Es sind 40 Leute bei uns. Die Stimmung ist super. Wir einigen uns jetzt auf
Forderungen der Besetzung. Die Unterstützung vor dem Bahnhof ist jetzt zentral. Nur wenn der Widerstand unten steht, bleibt er auch oben.
Beteiligt euch an den Protesten, jetzt massenhaft gegen Stuttgart21.“

Wir fordern alle zur Unterstützung der Besetzung auf. Es darf keine Repression gegen Besetzerinnen und Besetzer geben. Der Bahnhof gehört uns, nicht den Immobilienmaklern.

Die Besetzung kann nur der Auftakt sein, den Widerstand zu eskalieren und jetzt massenhaft die Abrisspläne sowie Stuttgart21 zu stoppen.Massenmobilisierungen der Parkschützer, Gewerkschaften und LINKE und radikale Aktionen sind notwendig. Proteste gegen Sozialabbau, Entlassungen und Niedriglohn müssen mit dem Protest gegen Stuttgart21 verbunden werden. Wir fordern Geld für Bildung, Ausbildung und Soziales statt Milliarden für Stuttgart21. Linksjugend ["solid] unterstützt die Jugendoffensive gegen Stuttgart21 und wird sich an Blockaden des Abrisses und weiteren Aktionen beteiligen.“