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Aachen : Nazis überfallen Antifademo – und mussten rasch die Flucht ergreifen

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Am Donnerstag, den 27.03.2008, fand eine antifaschistische Demonstration in Aachen statt. Sie richtete sich unter dem Motto "Es trifft einen – gemeint sind wir alle!" gegen einen Naziangriff auf die Wohnung eines Antifaschisten, bei der zwei Fensterscheiben mit schweren Steinen eingeworfen wurden.


 

von Marie Rosa, Mitglied der SAV und der Partei DIE LINKE, Aachen

Allgemein richtete sich die Demo aber gegen die zunehmende Nazi-Präsenz und mehrere vorherige Angriffe durch Neofaschisten in Aachen und Umgebung.

Die Demo begann mit ca. 260 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Nachdem der Demonstrationszug in der Innenstadt ankam wurde die Demo von ca. 30 vermummten Neonazis (unter ihnen "autonome Nationalisten", Mitglieder der Kameradschaft Aachener Land und rechtsradikale Fußballfans) trotz der Polizeipräsenz angegriffen.

Sie waren aber den Antifaschisten, die sich dem Angriff entschlossen zur Wehr setzten – weit unterlegen und mussten rasch die Flucht ergreifen.

Die Polizei, die später von eigener Überforderung sprach, war fleißig dabei, Antifaschisten anzugreifen: Mehrere wurden von der Polizei mit Pfefferspray verletzt und ein Antifaschist wurde kurzzeitig von der Polizei verhaftet!

Dies zeigt noch einmal, dass wir den Kampf gegen die Nazis auf keinen Fall dem Staat überlassen können, sondern dass wir dieses zunehmende Problem selber in die Hand nehmen müssen. Nötig sind massenhafte Mobilisierungen und Selbstorganisation gegen Nazis.

Der festgenommene Antifaschist musste aber nach einigen Minuten wieder freigelassen werden, da die Antifaschisten entschlossen und wütend bis zu seiner Freilassung eine Kreuzung blockierten.

Die Demo verlief danach ohne weitere Zwischenfälle bis zum Marktplatz. Eine neue Spontandemonstration wurden daraufhin angemeldet und verlief bis zum Autonomen Zentrum, in dem am selben Abend ein Konzert unter dem Motto "FIGHT THE NAZIS – GET ACTIVE" stattfand.

Wir werden in der Zukunft mit der SAV und mit der Linksjugend["solid] eine Outingkampagne starten und versuchen noch mehr Solidarität zu mobilisieren. Die Wut und die Empörung sind groß, es geht jetzt darum diese in Widerstand zu verwandeln! No Pasaran – sie kommen nicht durch!