Home / Themen / Bewegungen & Proteste / Antikapitalistische Bewegung / G8: Straßentheater in Leipzig

G8: Straßentheater in Leipzig

Print Friendly, PDF & Email

„Die Strandräuber – eine moderne Kriminalkomödie“.
Aufgeführt am 14.04.2007
 

Bericht der SAV Leipzig:

„Ihr Terroristen! was fällt euch ein, stört nicht unser Stell-Dich-Ein! Wir sind die G8, wir haben die Macht!“ so die drei selbsternannten Experten Merkel, Bush & Putin. Darauf die G8-Gegner: „Acht seid ihr – die Macht haben wir! Wir sind 6 Milliarden und werden euch verjagen!

Dies nur eine kurze Szene aus dem Straßentheaterstück „Die Strandräuber“. Aufgeführt Samstag vormittag in der Leipziger Innenstadt. Inhalt des Stückes: Bush, Merkel & Putin versuchen sich an das schon geschwächte Klima ranzumachen und es einzuwickeln. Als dies nicht so recht gelingen will machen sie es mit vereinten Kräften fertig, nehmen ihm die Erde weg und schlagen es zusammen. Frau Merkel bekommt ein schlechtes „Gewissen“ und klebt hier und da ein kleines Plaster hin. Aber da hat sie und ihre beiden anderen Gansterfreunde nicht mit den G8-Gegnern gerechnet, die sich nun dem geschundenen Klima annehmen und ihm wieder auf die Beine helfen und es verarzten. Sie stellen Merkel zur Rede und jagen sie. Zum Schluß gelingt es den G8-Gegnern den Zaun, den die G8 um sich gebaut haben, niederzureissenden und die „Strandräuber-Gangsterbande“ um Merkel & Co. zu verhaften und zu verurteilen. Die Reaktionen der Zuschauer waren alles in allem sehr positiv. Es blieben teilweise Leute länger stehen und manch einer hat sogar herzlich gelacht. In den Pausen sind wir dann alle losgelaufen, um auch über die „Bühne“ hinweg mit den Leuten politisch ins Gepräch zu kommen.

Dabei ist es uns, trotz schnellem Hin- und Herlaufen der Leute, gelungen mit einer Reihe von Leuten zu sprechen, Unterschriften zu sammeln und auf den G8-Gipfel aufmerksam zu machen. Manche kamen auch direkt an unseren Stand. Zeitungen wurden gekauft, Spenden konnten gesammelt werden und auch die eine oder andere Broschüre hat ihren Besitzer gewechselt. Letztendlich haben uns die Leute zwar noch nicht gestürmt, aber wenn nur 100 Leute sich abends bei Tische darüber unterhalten, was sie da in der Stadt gesehen und gehört haben, dann ist dies ein Schritt weiter.

Und nicht zu vergessen: Wir hatten selbst viel Spaß dabei.

Ende.