G8: Kapitalismus tötet

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Anfang Juni treffen sich die Staats- und Regierungschefs von acht der stärksten Wirtschaftsmächte (G8) in Heiligendamm. Es gibt viele Gründe, dagegen zu demonstrieren. Zum Beispiel, weil dann die größten Kriegstreiber des Planeten an einem Tisch versammelt sein werden.
 

von Gaetan Kayitare, Aachen

Sie sind maßgeblich dafür verantwortlich, dass jährlich weltweit 1.000 Milliarden Dollar für die Rüstung ausgegeben werden. Gleichzeitig sterben pro Jahr 40 Millionen Menschen an Hunger oder seinen ­unmittelbaren Folgen. Ein Teil der Rüstungsausgaben würde schon ausreichen, um alle Menschen mit sauberem Trinkwasser, ausreichender Ernährung, medizinischer Hilfe und einer Grundausbildung zu versorgen.

Das kümmert die Kriegsherren wenig: In Afghanistan haben 90 Prozent der Bevölkerung kein fließendes Wasser, 50 Prozent der Kinder gehen nicht zur Schule. Doch Frau Merkel und die Bundesregierung schicken „Hilfe“ in Form von sechs Tornados. Allein die Kosten des Tornado-Einsatzes für 2007 würden laut Kinderhilfe Afghanistan den Bau von 1.000 Schulen ermöglichen.

Die große Mehrheit der Bevölkerung ist gegen den Einsatz der Tornados. Der Wille der Mehrheit wiegt für Merkel und Co. allerdings nicht so schwer wie die Sicherung der Profite für die Kapitalisten.

Jeder der G8-Staaten hat Soldaten in fremden Ländern stationiert, alle acht Staaten sind führend in Sachen Aufrüstung und Waffenexport.

Deshalb: am 2. Juni massenhaft in Heiligendamm demonstrieren! Einige werden vielleicht einwenden, dass die da oben ja sowieso machen, was sie wollen. Ja, aber nur, wenn wir sie machen lassen! Schließlich sind Milliarden eigentlich stärker als Milliardäre. Aber Milliarden Menschen leiden heute unter dem Wahnsinn des kapitalistischen Profitsystems. Es stimmt nämlich: Protestieren allein reicht nicht, man muss sich auch organisieren und für eine grundlegend andere Gesellschaft kämpfen – weltweit. Die SAV ist Teil des Komitees für eine Arbeiterinternationale (CWI) mit Gruppen in über 30 Ländern auf allen Kontinenten.

Wir bieten allen, die Widerstand leisten wollen, an, sich der SAV anzuschließen und gemeinsam für eine sozialistische Welt zu kämpfen.

– Gegen Rüstung und Krieg

– Verwendung der eingesparten Gelder für den Aufbau von Schulen, Gesundheitswesen, Wasserversorgung und ­Klimaschutz

– Gegen die Plünderung der Welt durch Banken und Konzerne

– Für eine sozialistische Demokratie – weltweit