Wahlen in Hessen

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Der Hessenwahlkampf ist zu Ende und die Wahlbeteiligung hat wieder mal einen historischen Tiefststand erreicht, weil die meisten keinen Unterschied mehr sehen im Rot-Gr?n-Gelb-Schwarzen Politikbrei.
 
?hnlich wie in anderen Europ?ischen L?ndern wird das W?hler/innenverhalten immer mehr von kurzfristigen Stimmungen gepr?gt, das Stimmenpendel zwischen den etablierten Parteien schl?gt immer st?rker aus, weil in der Regel diejenigen Proteststimmen ernten, die gerade an der Regieurng sind. Diesmal hat die SPD die Quittung erhalten f?r ihre Unternehmerpolitik auf Bundesebene. Die CDU, die sich jetzt freut, wird genauso in Zukunft wieder erdrutschartige Verluste hinnehmen, wenn deutlich wird, dass auch sie die Krise des Kapitalismus nicht besser managen kann als Schr?der. Entscheidend ist, dass wir jetzt vor dem Hintergrund der stetig anwachsenden Antikriegs- und Antiglobalisierungsbewegung die ersten Schritte machen, um eine grundlegende Alternative zu dieser Kriegs-, Privatisierungs- und Kahlschlagpolitik der etablierten Parteien aufzubauen.

Mit unserer Erststimmenkandidatur im Wahlkreis Nordost in Kassel haben wir einen ersten kleinen Schritt in diese Richtung gemacht und sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Wir haben uns im Wahlkampf, der uns insgesamt 600 Euro gekostet hat (die anderen Parteien geben das Hundertfache aus!) auf einen kleinen Teil des Wahlbezirks konzentriert: den Stadtteil Nord/Holland. Wir haben dort insgesamt 200 Plakate aufgeh?ngt, rund 5000 Faltbl?tter vorwiegend in die H?user verteilt,eine Wahlveranstaltung und eine Reihe von Infosst?nden durchgef?hrt. Wir haben dadurch unsere Bekanntheit enorm gesteigert und 2,9 Prozent haben uns in Nord/Holland dann schlie?lich auch gew?hlt, was als bewusste Unterst?tzung f?r unser Programm und f?r das erste Mal ein sehr gutes Resultat ist. Im ganzen Wahlbezirk Nordost (die H?lfte der Stadt Kassel) haben wir 1,0 Prozent erhalten (=360 Stimmen).