SAV Veranstaltungen im April

Warnstreik im Sozial- und Erziehungsdienst in Kassel

31.3.2015: Wer sind die „besorgten Eltern“ und was wollen sie? Im April wollen die sogenannten „besorgten Eltern“ auch in Kassel demonstrieren: eine rechtspopulistische Bewegung, die unter dem Deckmantel eines vermeintlichen Schutzes von Kindern gegen nicht-heterosexuelle Orientierungen hetzt. Wir wollen diskutieren: woher kommt diese Bewegung? Wie sind die Verbindungen zur AfD und zu PEGIDA? Wie kann Gegenwehr aussehen?

7.4.2015: Solidarität mit dem Streik der Sozial- und Erziehungsdienste „Geld ist genug da, es ist nur ungleich verteilt“ – dieser Satz gilt in den Kommunen besonders, da sie in den letzten Jahren ausgeblutet wurden von Bund und Ländern. Trotzdem haben auch sie Möglichkeiten, für Umverteilung zu sorgen. In diesem Zusammenhang ist der Streik der ErzieherInnen und SozialarbeiterInnen sehr zu begrüßen, die mit kämpferischen Forderungen und guter Stimmung Druck machen. Wir diskutieren den aktuellen Stand des Arbeitskampfes und Vorschläge zur praktischen Solidarität.

14.4.2015: Alles Bielefeld oder was? Kritik an Verschwörungstheorien und marxistische Antworten darauf Gerade seit Beginn der Weltwirtschaftskrise 07/08 haben sie wieder Hochkonjunktur: Verschwörungstheorien, die die Welt erklären wollen. Doch der Kapitalismus beruht nicht auf Verschwörungen, wie bereits Marx erkannte, sondern auf dem Zwang zur permanten Profitmaximierung. Wir wollen die Funktionsweise von Verschwörungstheorien vorstellen, erklären, warum sie nicht nur falsch, sondern oftmals sogar schädlich sind für Bewegungen und Kämpfe und marxistische Auswege aus dem kapitalistischen System diskutieren.

Unsere Treffen finden jeden Dienstag um 19 Uhr im Kulturzentrum Schlachthof statt und sind für alle Interessierten offen – komm vorbei!

18. April : Europaweiter Aktionstag in Kassel gegen TTIP & Co.

Flyer zum Aktionstag

Flyer zum Aktionstag

TTIP steht für Transatlantic Trade and Investment Partnership – ein Freihandelsabkommen zwischen den USA und der Europäischen Union (EU), CETA für Comprehensive Economic and Trade Agreement, einem Abkommen zwischen Kanada und der EU mit der selben Zielrichtung. Die Abkommen sind die prominentesten Belege dafür, was auf diesem Planeten gang und gäbe ist: Überall werden Handels- und Investitionsprogramme hinter den Kulissen ausgemauschelt, völlig undemokratisch, im alleinigen Interesse des Big Business. Die Politiker agieren als ihre willfährigen Diener. Die Öffentlichkeit soll im Dunkeln gelassen werden. Genau das gilt es aufzudecken. Dagegen müssen wir Sturm laufen– am Samstag, den 18. April, in allen Teilen von Europa. Auch in Kassel hat sich ein Bündnis gebildet, das an diesem Tag ab 14:00 Uhr auf dem Königsplatz gegen die geplante Aufweichung von Umwelt-, Arbeits- und Sozialstandards demonstrieren will.

Das „Nordhessische Bündnis – Freihandelsabkommen stoppen“ wird u.a. von Umweltverbänden, Anti-Fracking-Initiativen aber auch von der Partei DIE LINKE, der Fraktion der Kasseler Linke in der Stadtverordnetenversammlung und der SAV getragen.

 

Friedrich Engels und die Befreiung der Frau

„Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats“

130 Jahre sind seit der Erstveröffentlichung des Buches „Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats“ von Friedrich Engels vergangen. Für MarxistInnen war der Text lange ein bedeutender Beitrag zur Erklärung der Ursprünge der Unterdrückung der Frau. Kritisiert wurde das Werk von denen, die andere Erklärungen dafür bevorzugen, dass Frauen in der Gesellschaft als Menschen zweiter Klasse behandelt werden. Mehr >

Rassismus – Wolln mäh nidd!

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Veranstaltungen der SAV

Die Sozialistische Alternative(SAV) trifft sich jeden Dienstag um 19 Uhr. Wir informieren und diskutieren neben unserer unmittelbar anliegenden politischen Arbeit immer auch über aktuelle politische Debatten sowie marxistische Theorie. Veranstaltungsort ist das Kulturzentrum Schlachthof in der Mombachstraße 10 (Tram 1/5, RT3, RT4 bis „Halitplatz“)

10. Februar 19:00 Uhr: „Ich bin kein Nazi, aber…“
Der rechte Populismus von Pegida & AfD als neue Herausforderung für Antifaschist*innen, Gewerkschaften und die Linke

17. Februar 19:00 Uhr: „Syriza, Podemos, Venceremos?“
Wie steht es um die linken Alternativen zum Europa der Krise

3. März 19:00 Uhr: „Die soziale Frage im 21. Jahrhundert“
Buchvorstellung und Diskussion von Thomas Piketty: ‚Das Kapital‘

12 zu 1 gegen Rassismus – KAGIDA ist in Kassel nicht willkommen!

Zum vierten Mal kündigte für den vergangenen Montag der Kasseler PEGIDA-Ableger KAGIDA einen Spaziergang an. Gegen etwa 80 Teilnehmer*innen der rechten Kundgebungen hatten bislang regelmäßig zwischen 300 und 500 Kasseler*innen protestiert. Diesmal kündigte das „Bündnis gegen Rechts“ eine Demonstration für ein „weltoffenes Kassel“ an. Anstelle der erwarteten 1.000 Teilnehmer*innen kamen mehr als doppelt so viele. Am Ende beendete KAGIDA den Spaziergang vorzeitig. Abseits der Demonstrationen griffen Nazihools – und vermutlich auch autonome Nationalisten – Antifaschist*innen an. Den Oberbürgermeister hat an diesem Tag niemand gesehen und am Ende auch nicht wirklich vermisst.

Foto Andreas Wetzel

Mehr als 2.000 Kasseler*innen demonstrieren für ein „weltoffenes“ Kassel

Trotz Regen und Vorweihnachtszeit versammelten sich bereits um 16 Uhr über 1000 Menschen zur Auftaktkundgebung des Kasseler „Bündnisses gegen Rechts“ auf dem Halitplatz. Bekanntlich benannt nach Halit Yozgat, der nicht unweit des Platzes vor etwa acht Jahren dem rechten NSU Terror zum Opfer fiel. Von hier aus zog eine Menschenmenge, die bald auf über 2000 Personen anwuchs, an der Kasseler Innenstadt vorbei zum Scheidemannplatz. Viele selbstgemalte Schilder gegen Rassismus und vor allem ein Meer verschiedener Gewerkschaftsfahnen prägten das Demonstrationsbild. Die Teilnehmer*innenzahl übertraf die Erwartungen des „Bündnisses gegen Rechts“ bei weitem. In ihren Reden machten vor allem Vertreter*innen der Gewerkschaften, wie der Betriebsratsvorsitzende von VW, Carsten Bätzold, auf die wachsende Kluft zwischen arm und reich aufmerksam, wodurch rassistische Scheinlösungen auf breitere Resonanz treffen würden. Deshalb müsse der Kampf gegen Rassismus mit dem für soziale Gerechtigkeit verbunden werden. Andere Redner*innen forderten ihrerseits ein buntes, vielfältiges Kassel, das keinen Platz für Rassismus bieten dürfe. Begleitet wurde die Veranstaltung mit Musik und Sprechchören. Mehr >