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Zwei Schritte zurück, einer vor

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Neue Informationen zu geplanten Kürzungen im Jugendbereich in Berlin-Mitte


 

Am vergangenen Donnerstag und Montag fanden zwei weitere Jugendhilfeausschusssitzung in der Parochialstraße (Sitz der Bezirksverordnetenversammlung Mitte von Berlin) statt, in denen über die so genannte "Fritsch-Liste" (Kürzungsvorschläge bei der Kinder- und Jugendarbeit in Mitte des für Jugend und Finanzen veranwortlichen Stadtrats Rainer-Maria Fritsch) verhandelt werden sollte.

Am Montag wurde diese Liste mit den drei Stimmen der SPD, zwei Gegenstimmen der Grünen und bei einer Enthaltung der LINKE knapp beschlossen. Das bedeutet, dass weiterhin viele Stellen in den Einrichtungen verloren gehen, die über Jahre wertvolle Arbeit geleistet haben. Das bedeutet auch, dass Einrichtungen an Freie Träger übergeben werden und dass die Einrichtung "International" geschlossen werden soll. Trotzdem konnten durch die massiven Proteste auch erste Erfolge verzeichnet werden.

So wurde gestern im Hauptausschuss beschlossen, 200.000 Euro weniger im Kinder- und Jugendbereich zu kürzen. Dies bedeutet den Erhalt der drei Einrichtungen Werk 9, C29 und des Weinmeisterhaus. Wo dieses Geld herkommen soll, wurde allerdings noch nicht geklärt, daher steht dieser Beschluss weiterhin auf wackeligen Beinen. Deswegen ist es umso wichtiger, dass weitere Prosteste stattfinden.

Am 12. November tagt die Bezirksverordnetenversammlung in Mitte. Kommt und macht deutlich, dass ihr die Politikerinnen und Politiker in Mitte in die Pflicht nehmen werdet, da sie euch erzählt haben, dass ihnen die Zukunft der Kinder und Jugendlichen, der Senioren, Wohnungslosen, Frauenprojekten und MigrantInnen am Herzen liegt.

Aktuelle Informationen unter www.wiederstandmitte.blogspot.com

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