Das System hinter der Wehrpflicht. Wem nützt Militarismus, Aufrüstung und Krieg?

Vortrag & Diskussion Donnerstag, 26.02.26, 19:00 Uhr
Centro Sociale (Sternstraße 2), Raum Kubus Militarismus hat System!
Die schrittweise kommende Wehrpflicht ist der für uns sichtbarste und für manche bedrohlichste Teil der Militarisierung der Gesellschaft, aber eben nur ein Teil. Die Militarisierung hat noch viele weitere Folgen. Um Waffen und Soldat:innen zu finanzieren, werden fast alle zivilen Staatsausgaben gekürzt. Schulen werden noch schlechter finanziert als eh schon, Sozialleistungen gesenkt, und jetzt denken Regierungspolitiker*innen laut darüber nach, das Gesundheitssystem kaputt zu sparen.
Wenn die ganzen Waffen dann zum Einsatz kommen und es Krieg gibt, sollen wir an der Front sterben, um „unser Land“ zu verteidigen – also den Staat von Friedrich Merz, Pistorius und den Kapitalist*innen, für die sie Politik machen.
Sie erklären, Aufrüstung und Kriegsvorbereitung wären notwendig, weil sonst Russland die ganze EU erobern würde. Alle großen kapitalistischen Staaten rüsten auf – und alle behaupten, sie würden sich nur verteidigen.
In allen diesen Ländern dienen Aufrüstung und Militarismus bis hin zum Krieg nicht zum Schutz der Bevölkerung, sondern zur Durchsetzung der Interessen der Herrschenden und zur Sicherung ihrer Macht. Im Kapitalismus konkurrieren die Konzerne um Rohstoffe, Märkte und Profite – und das setzt sich auf staatlicher Ebene fort, bis hin zum Krieg. Das aktuellste Beispiel ist der Angriff der USA auf Venezuela im Januar, damit das Öl dort an US- und nicht an chinesische Konzerne geliefert wird.
Um die Aufrüstung und Kriegsvorbereitungen zu bekämpfen, müssen sich die Arbeiter*innen, die Jugend und alle Unterdrückten in allen Ländern und international zusammenschließen. Wie wir dahin kommen und was wir alle dazu beitragen können, wollen wir gemeinsam diskutieren.
Forderungen:
- Keine Wehrpflicht, keine zivilen Zwangsdienste
- Bundeswehr raus aus Schulen und Unis – keine Kriegspropaganda im Unterricht
- Bereitstellung von genügend Ausbildungsplätzen in gesellschaftlich sinnvollen Berufen und für eine Ausbildungsvergütung, von der man leben kann.
- Geld für Bildung, Soziales, Gesundheit und Pflege statt Aufrüstung
- Uneingeschränktes Recht auf gewerkschaftliche & politische Betätigung bei der Bundeswehr, für Wähl- und Abwählbarkeit aller Vorgesetzten.
- Klassenkampf statt Kanonenfutter – Nein zu ihren Kriegen, nein zur Herrschaft der Milliardär*innen.
- International gegen Kapitalismus, Imperialismus und Krieg,
- Für sozialistische Demokratie weltweit.
