Vacuumschmelze Hanau: Tarifflucht abgewehrt

Nach dem Versuch der Tarifflucht und der Weigerung der
Unternehmensleitung der Hanauer Vacuumschmelze, Lohnerhöhungen für die
1.500 Beschäftigten zu zahlen, stimmten 92 Prozent der KollegInnen für
einen unbefristeten Ausstand. Nach dem Streik vom 11. bis zum 17.
September konnten die Beschäftigten diesen Angriff zunächst erfolgreich
zurückschlagen. Die Belegschaft feierte zu Recht ihren Erfolg und
skandierten: „So sehen Sieger aus.“

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Freudige Verstaatlichung

Endlich, endlich sind wir MarxistInnen nicht mehr so allein mit unseren
Vorstellungen. „Die Verstaatlichung der beiden größten
US-Hypothekeninstitute wurde von den Anlegern freudig aufgenommen.“ Das
berichtet die DZ-Bank in ihrem Aktienbrief vom 12. September. Wenn aber
die Verstaatlichung von nur zwei Banken schon von den Anlegern freudig
aufgenommen wird, wie groß müsste dann erst die Freude sein, wenn alle
Banken verstaatlicht würden.

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Deutsche Waffen

Im vergangenen Jahr erreichten die weltweiten Rüstungsausgaben einen
neuen Rekord: 858.000.000.000 (858 Milliarden) Euro wurden laut
Friedensforschungsinstitut Sipri für Rüstung ausgegeben.

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Pleite belohnt

In Kartons trugen die Angestellten der Pleite-Bank Lehman Brothers ihre
persönlichen Sachen aus ihren Büros. Sie stehen vor dem Nichts. Das gilt
aber nicht für alle. Noch zum Jahreswechsel zahlte die Bank insgesamt
9,5 Milliarden Dollar an Prämien an ihre Mitarbeiter. (Zum Vergleich:
Das Eigenkapital der Bank betrug rund 30 Milliarden Dollar). Natürlich
nicht gleichmäßig verteilt. Lehman-Chef Richard Fuld erhielt allein über
40 Millionen Dollar – wahrscheinlich weil er auch im letzten Jahr im
besonderen Maße das „Risiko getragen“ hat. Jetzt, wo die Bank pleite
ist, ist natürlich auch das Risiko weg und Fuld kann sein Geld behalten.

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Wunderbare Rettung

Die Mittelstandsbank IKB wurde mit rund 10,7 Milliarden Euro gerettet.
Das Bankhaus Sal. Oppenheim war mit rund 4,5 Prozent an der IKB-Bank
beteiligt. Ihr prozentualer Anteil an der Rettungsaktion hätte demnach
rund 500 Millionen Euro betragen müssen. Unter der Überschrift „IKB
belastet Oppenheim“ berichtet der Kölner Stadtanzeiger am 11. September
allerdings nur von einem Bewertungsverlust in einstelliger
Millionenhöhe, also weniger als zehn Millionen Euro im ersten Halbjahr
2008. Ist hier ein Wunder geschehen?

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