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Sozialismustage / Sozialismusfest 2014

Am 14. und 15. November finden in

Aachen und Köln

 

SAV-Veranstaltungswochenenden statt:

10580910_817200881643872_561309261076104881_oAachen:

SCHLUSS MIT KRIEGEN UND KRISEN!
ZEIT FÜR EINE SOZIALISTISCHE ALTERNATIVE!

Ob in der Ukraine, im Nahen Osten oder in Afrika:
Überall gibt es Kriege und Krisen. Diese entstehen keineswegs zufällig. Sie sind Folgen eines Systems das ausschließlich an den Profitinteressen einiger weniger Konzerne und Banken orientiert ist und in dem einige Superreiche immer reicher werden, während massenhafte Armut herrscht. Wir wollen an diesem Wochenende darüber sprechen, welche Alternativen es zur chaotischen Profitwirtschaft gibt.
Wie kann eine Welt geschaffen werden ohne Kriege und ohne Armut, eine Welt in der Menschen nicht mehr aus ihrer Heimat flüchten müssen? AktivistInnen aus sozialen Bewegungen, GewerkschafterInnen und SozialistInnen aus verschiedenen Teilen der Welt wollen auf dem SozialismusFest 2014 genau darüber debattieren.

Du bist herzlich eingeladen.
Komm vorbei und diskutier‘ mit – werde aktiv gegen Krieg, Krise und Kapitalismus!

14. & 15. November 2014 | Welthaus Aachen (An der Schanz 1)
Kostenbeitrag: 4 Euro
PROGRAMM

Freitag | 14. November | 19 Uhr
Naher Osten in Flammen – Arabischer Frühling in der Sackgasse? Wie kann ein Ausweg aussehen?
Im Jahr 2010 erhoben sich die Massen im arabischen Raum, von Tunesien über Ägypten bis nach Syrien, um ihre Diktatoren loszuwerden. Gemeinsam kämpften sie für demokratische Rechte und eine lebenswerte Zukunft. Aktuell liegt Syrien in Schutt und Asche, Israel unterdrückt die Menschen im Gaza-Streifen und die Gruppe „Islamischer Staat“ übt ihre Gewaltherrschaft über große Teile Syriens und des Irak aus. Auch in Ägypten und Tunesien ist der arabische Frühling in einer politischen Sackgasse gelandet. Heute herrscht dort das Militär. Wie konnte es soweit kommen? Welchen Ausweg gibt es für die Menschen im arabischen Raum? Wie kann dauerhafter Frieden im Nahen Osten erreicht werden?
Eine Debatte mit:
N.N., Führungsmitglied von Maavak Socialisti, SAV-Schwesterorganisation in Israel und Palästina.
Leo Fischer, Marx21-Mitglied aus Köln. Leo ist Nahost-Experte und hat in Palästina gelebt.
Marcus Hesse, SAV Aachen. Marcus ist Historiker und Politologe.

Samstag | 15. November | 11 Uhr
Brunch
Gemeinsamer Brunch und Möglichkeit, im gemütlichen Rahmen die SAV kennenzulernen

12 Uhr | Vortrag und Diskussion
Waffenlieferungen, Auslandseinsätze und Deutschlands neue Rolle in der Welt: Wie soll sich DIE LINKE positionieren?
Bundespräsident Gauck fordert dass Deutschland außenpolitisch „mehr Verantwortung“ übernehmen soll. Die Bundesregierung beschließt Waffenlieferungen an die kurdische Peschmerga und sichert der rechten Regierung in der Ukraine ihre militärische Unterstützung zu. Deutsche Rüstungskonzerne freuen sich über die neue Rolle Deutschlands in der Welt. Doch wie soll sich DIE LINKE dazu positionieren?
14:30 Uhr | Parallele Workshops:

A) Mein Körper gehört mir! Über neuen Sexismus und das Märchen von der selbstgewählten Prostitution
Spätestens seit der Kampagne „One Billion Rising“ ist klar, dass trotz formaler Gleichberechtigung Sexismus weiterhin existiert – nicht nur in Ländern wie Indien, die durch Gruppenvergewaltigungen Schlagzeile gemacht haben. In Deutschland nimmt der Rollback mit der Legalisierung der Prostitution zum Teil andere Formen an: „Sexarbeit“ als Job wie jeder andere und zunehmende gesellschaftliche Akzeptanz der Prostitution. Wir sagen: Prostitution ist kein normaler Job, sondern eine extreme Form der weiblichen Ausbeutung. Wir suchen nach Möglichkeiten, den Kampf dagegen zu führen.
Mit Svenja Jeschak, SAV Dortmund.

B) Nein zur Festung Europa!
Fluchtursachen bekämpfen – nicht die Flüchtlinge!
Wer die Flucht übers Mittelmeer überlebt und es als Flüchtling nach Deutschland schafft, wird entrechtet und lebt unter menschenunwürdigen Bedingungen. Doch eine neue Flüchtlingsbewegung beginnt sich zu wehren und Grundrechte einzufordern.
Welche Perspektive haben diese Proteste und wie können wir sie unterstützen? Wie können wir Fluchtursachen bekämpfen?
Mit Christian Walter, Teilnehmer der Berliner Flüchtlingsbewegung.
16:30 Uhr | Vortrag und Diskussion
Der höchste Mindestlohn der Welt: Wie in Seattle ein Mindestlohn von 15$ erkämpft wurde
Es begann mit der Wahlkampagne der Sozialistin Kshama Sawant für den Stadtrat in Seattle und entwickelte sich zu einem Kampf für einen Lohn von dem man leben kann. Am Ende stand der Erfolg: 15 Dollar Stundenlohn in Seattle als Minimum. In den USA formiert sich eine neue Arbeiterbewegung. Was können wir aus deren Erfolgen lernen? Ist auch in Deutschland so ein Kampf möglich?
Mit Els Deschoemacker, Mitglied der belgischen SAV-Schwesterorganisation LSP/PSL und Teilnehmerin der 15Now-Kampagne in den USA.

18 Uhr | Abendessen
Außerdem: Die SAV stellt sich vor – wer wir sind und was wir wollen

19:30 Uhr | Abschlussplenum
Ob TTIP, Leiharbeit oder Bildungsklau – schöner Leben geht nur ohne Kapitalismus. Widerstand jetzt!
Nie war die Welt reicher als heute, nie technologisch besser aufgestellt. Aber: Kinder hungern, obwohl wir Lebensmittel im Überfluss produzieren. Menschen sind obdachlos, obwohl genug Häuser leerstehen. Während Einige immer länger und unter immer stressigeren Bedingungen arbeiten müssen, sind Andere zum Nichtstun verdammt. Schuld an diesen irrsinnigen Widersprüchen ist die Profitlogik des Kapitalismus. AktivistInnen aus Betrieben, Gewerkschaften und sozialen Bewegungen diskutieren über Möglichkeiten des Widerstandes gegen die Folgen des Profitwahns, wie Leiharbeit und das Freihandelsabkommen TTIP.
Mit Beiträgen von:
Serkan Canhi, Betriebsrat bei der Leiharbeits-Firma STS. Serkan und seine KollegInnen kämpfen gegen prekäre Arbeitsverhältnisse.
Andrej Hunko, LINKE-Bundestagsabgeordneter. Andrej berichtet über das geplante Freihandelsabkommen und den Widerstand dagegen.
Aktivistin von linksjugend [’solid] spricht über Probleme im Bildungssystem und mögliche Auswege.

 

Plakat_Sozwe_Pfade_druck.inddKöln:

Ein Wochenende voller Diskussionen rund ums Thema Krieg und Widerstand.
14./ 15.November
Allerweltshaus, Körnerstr. 77-79, in Köln-Ehrenfeld
Kostenbeitrag 3 €
Essen und Getränke zu kleinen Preisen, Kinderbertreuung nach Voranmeldung
Ablauf:
Veranstaltung am Freitag, 19 Uhr:
Stehen wir vor einem neuen Weltkrieg?

Ob in der Ukraine oder in Israel, ob in Syrien oder im Irak: Immer häufiger scheint politisches und religiöses Machtstrebens mit Waffengewalt zu eskalieren. Angesichts der vielen Krisenherde und der grausamen Schicksale von immer mehr Opfern verliert man fast den Mut. Wir versuchen den Überblick zurück zu gewinnen: Sind die Konflikte wirklich nicht vergleichbare nationale oder religiöse Einzelfälle oder gründen sie auf demselben Fundament? Was können wir aus zwei bisherigen Weltkriegen lernen, was können wir tun?

Samstag ab 11 Uhr: Brunch

Workshops um 13 Uhr:

Israel/Palästina: Keine Alternative zum dauernden Krieg?

Der Gazakrieg mit Tausenden Todesopfern hat nicht nur Widerstand, sondern auch eine Menge Debatten auf der Linken entfacht. Tragen der Staat Israel und die Hamas gleichermaßen Schuld an dieser Eskalation des Konfliktes? Wie können Krieg, Besatzung und Unterdrückung beendet werden? Welche Rolle spielen die UN und die “internationale Gemeinschaft”? Sollten zwei Staaten gebildet werden oder gibt es die Möglichkeit eines demokratischen, gemeinsamen jüdisch-arabischen Palästina?

Via Skype werden Aktivisten der israelisch/palästinensischen Gruppe Maavak Sozialisti an der Diskussion beteiligt sein. Sie geben Antworten über Situation und Stimmung vor Ort, berichten von Schwierigkeiten einer Friedensbewegung in Israel und analysieren den Konflikt aus ungefilterter Nähe. Ein/e Redner/in der Palästinensischen Gemeinde Köln ist für die Diskussion angefragt.

Deutsche Waffen, deutsches Geld – Die Militarisierung der deutschen Außenpolitik

Deutschland ist spitze! Nach den USA und Russland rangiert Deutschland auf Platz 3 der größten Waffenexporteure der Welt. Mit den Waffenlieferungen in das Krisengebiet Irak bricht die Bundesregierung erneut ein Tabu. Ursula von der Leyen spricht sich für eine stärkere Präsenz der Bundeswehr in Krisenregionen, Bundespräsident Gauck fordert mehr Offenheit für Auslandseinsätze der Bundeswehr, denn „Freiheit ist ohne Verantwortung nicht zu haben“. Wo immer sich Kriegsparteien gegenüberstehen, kann man fast sicher sein: Deutschland verdient mit – nicht selten auf beiden Seiten. Sieht so die deutsche Verantwortung in der Welt aus?

Veranstaltung um 15:30 Uhr:

Wie kann der „Islamischen Staat“ gestoppt werden? Der Kampf um Rojava

Hunderttausende Menschen fliehen aus den kurdischen Gebieten im Irak und Syrien vor den mörderischen Banden des so genannten „Islamischen Staates“. KämpferInnen von YPG und HPG und anderen kurdischen Kräften leisten mutig Widerstand, viele erhoffen sich aber auch Rettung durch das Eingreifen des Westens. Was ist der „IS“ und woher bekommt er Unterstützung? Welche Interessen haben Großmächte wie USA, Deutschland und die Türkei? Was kann die Linke international tun, um die kurdische Bewegung zu unterstützen und der Gewalt ein Ende zu bereiten

Claus Ludwig, Sprecher der LINKE.Kalk, Vertreter/inn/en des kurdischen Dachverbandes NAV-DEM werden aus Rojava und anderen betroffenen Gebieten berichten, die Lage in der Region analysieren und erklären, warum Solidarität mit den kurdischen Selbstverteidigungskräften notwendig ist.

Veranstaltung um 18:30 Uhr:

Nein zur Festung Europa! Fluchtursachen bekämpfen, nicht die Flüchtlinge!

Immer mehr Menschen fliehen unter lebensgefährlichen Bedingungen aus den Kriegsgebieten nach Europa. Das brutale Grenzregime der EU-Agentur Frontex hat das Mittelmeer in ein Grab für bisher 23.000 Menschen verwandelt. Viele Flüchtlinge werden hier in Containern unter menschenunwürdigen Bedingungen zusammengepfercht und zum Teil sogar misshandelt. Das Ziel ist, sie möglichst schnell wieder abzuschieben. Rassisten und Faschisten verstärken ihre Hetze gegen Flüchtlinge erneut.

Doch auch immer mehr Flüchtlinge, z.B. in Hamburg und Berlin, beginnen sich zu wehren und ihre Grundrechte einzufordern. Welche Perspektive hat die neue Bewegung? Wie können wir Fluchtursachen bekämpfen?

Mit David Schultz aka Holger Burner (Mitorganisator des Lampedusa-Schulstreiks in Hamburg), der u.a. von der Kampagne für Flüchtlingsrechte in Hamburg berichten wird.

Konzert und Party um 21:30 Uhr

Aus Hamburg: Holger Burner live

Im “Resistance”, Geisselstraße 70 ( ca. 10 Minuten Fußweg vom Allerweltshaus)

Eintritt 3 €, für Teilnehmer der Veranstaltung frei

Holger Burners Texte sind Kampfansagen, an Ausbeutung und Unterdrückung, an ein System, wo ein paar Milliardäre auf Kosten von Milliarden Menschen immer reicher werden. Und an den kommerzialisierten und sexistischen Rap, der nichts mehr mit seinen rebellischen Wurzeln zu tun hat. Mit vier Alben und unzähligen Konzerten auf Demos und Aktionen setzt einer der bekanntesten Politrapper in Deutschland seine Musik dafür ein, eine Welt ohne Rassismus und Kapitalismus aufzubauen : „Super, wenn ihr die Mucke hört und weiterverbreitet. Besser, wenn man sich auf der Straße trifft, sei es, um Abschiebungen zu verhindern, gegen Arbeitsplatzabbau zu kämpfen oder den Faschos keinen Meter zu überlassen.“