Erneut rief das Schüler*innenbündnis “Unsere Zukunft erkämpfen” einen Schulstreik für mehr Investionen in die Schulsanierung aus, dem sich rund 800 Schüler*innen anschließen.

von Fabian Weiß, Kassel

Schulstreikdemonstration in der Kasseler Innenstadt
Schulstreikdemonstration durch die Kasseler Innenstadt

Wie auch schon im vergangen Jahr, gab es auch dies Jahr wieder am 11. Dezember in Kassel einen großen Schulstreik. Den Schüler*innen ging es vor allem um den Sanierungsbedürftigen Zustand der Schulen in der Stadt Kassel. Fast 3 Stunden lang haben 800 Teilnehmer*innen für einen lauten Protest vor dem Rathaus und der Innenstadt gesorgt. Viele Schulen im Stadtgebiet weisen schon lange erhebliche Mängel am Gebäude selbst, den Toiletten sowie am fehlenden Unterrichtsmaterial vor. Insgesamt gibt es an Kasseler Schulen einen Sanierungsstau von inzwischen 180 Millionen Euro. Erneut hatte das Bündnis „Unsere Zukunft erkämpfen“ zu dem Schulstreik aufgerufen. Genoss*innen der SAV sowie der Linksjugend [‘solid] arbeiteten im Streikbündnis mit und halfen bei der Mobilisierung.

Neu war bei diesem Schulstreik im Vergleich zum vergangenen Jahr, dass das Bündnis auf die Unterstützung vom Stadtschülerrat und der DGB-Jugend bauen konnte. Deshalb kam es im Vorfeld des Streiks zu einer Vorbereitungskonferenz mit vielen Klassensprecher*innen aus unterschiedlichsten Kasseler Schulen, bei der auch Simon Aulepp für die Bildungsgewerkschaft GEW ein Grußwort halten konnte. Trotz gestärkter Ressourcen durch die Unterstützung zeigte sich eine Schwäche in den Strukturen, da die Planung und Mobilisierung sehr spät begonnen wurde. Daraus lässt sich für kommende Aktionen lernen: Die Verankerung an den Schulen selbst muss gestärkt werden und die Planung langfristig organisiert werden, denn ausgehend vom Auswertungstreffen nach dem Schulstreik ist der nächste Bildungsprotest in Kassel schon für Juni 2019 angedacht.