Veranstaltung “Eine andere Stadt ist möglich – aber wie?”

eine_andere_stadtEs reicht, offenen Auges durch Kassel zu gehen, um festzustellen: Wohnen und Leben wird immer teurer und für viele auch schlechter. Daran trägt die Politik des rot-grünen Magistrats eine Mitschuld, wie sich an vielen Stellen zeigt: Flüchtlingen aus Krisengebieten wird kein menschenwürdiger Wohnraum geschaffen. Bei den Kosten der Unterkunft von Hartz 4-BezieherInnen hat die Stadt den Betroffenen wissentlich Geld vorenthalten.

Diskussionsveranstaltung

am     Di. 14.10. um 19 Uhr
im      Kulturzentrum Schlachthof, Mombachstr. 10

Veranstalter: SAV Kassel

Selbstorganisierte kulturelle Freiräume und öffentliche Kulturangebote stehen ständig unter Beschuss: Angefangen beim Areal neben dem Kasseler Hauptbahnhof, dem rücksichtslosen Verkauf der Salzmannfactory an Investoren oder der Schließung mehrerer städtischer Schwimmbäder.

Die Mieten in Kassel steigen noch schneller als in vielen anderen Städten des Bundesgebiets. Anstatt günstigen, sozial verträglichen Wohnraum zu schaffen, erkauft die stadteigene gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft regelmäßig städtisches Wohneigentum.

In zahlreichen Städten wie auch in Kassel regt sich deshalb wichtiger Widerstand unter dem Slogan „Recht auf Stadt“. Viele Aktionsformen wurden und werden in anderen Städten ausgetestet. Demonstrationen, Mobilisierungen gegen Zwangsräumungen; kollektive Klagen gegen Mieterhöhungen; Besetzungen von leer stehenden Gebäuden; Outing von SpekulantInnen; Selbstorganisation von MieterInnen usw.

Wir wollen vor dem Hintergrund der Erfahrung von vergangenen Protesten in Kassel und anderen Städten diskutieren: Wie kann eine Bewegung gegen Gentrifizierung und Kulturkürzungen erfolgreich sein? Wie kann eine Kultur- und Wohnungspolitik in Kassel aussehen, die sich an den Bedürfnissen der Menschen in der Stadt orientiert und nicht an den Profitinteressen weniger?