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Socialist change not climate change

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Bewegung in die Betriebe tragen

Das Vertrauen in die etablierten Parteien, die Umwelt zu retten, ist verloren und das zu recht! Wer mit RWE und Co. unter einer Decke steckt und diskutiert, durch eine CO2-Steuer die arbeitende Bevölkerung für den Klimawandel zahlen zu lassen, hat keine Lösung anzubieten.

von Marlene Frauendorf, Berlin 

Auch die Änderung des individuellen Konsums, wie sie schon seit Jahrzehnten in der grünen Bewegung propagiert wird, führt nicht zu einer Lösung. Der Fleischkonsum ist im Jahr 2018 gesunken, doch die Produktion ging hoch. Das ist nur eins von vielen Beispielen dafür, dass wir als Konsument*innen am Ende der Produktionskette stehen.

Seit 1988 waren hundert Unternehmen weltweit verantwortlich für 71 Prozent aller Emissionen. Umweltschädliche Produktionsmethoden müssen ein Ende haben. Es braucht einen sofortigen Stopp des Braunkohleabbaus, bei Garantie für gleich bezahlte Ersatzarbeitsplätze für die Beschäftigten. Konzerne wie RWE und andere müssen enteignet und die Energiegewinnung unter demokratischer Kontrolle und Verwaltung der arbeitenden Bevölkerung ökologisch umgestellt werden. Genauso brauchen wir eine schnelle Umstellung vom Individualverkehr auf öffentlichen Personennah- und Fernverkehr.

Wirkliche Veränderung wird nur durch Massenkämpfe und eine Überwindung des Kapitalismus hin zum Sozialismus möglich sein. Einem System, in dem nach den Bedürfnissen von Mensch und Umwelt produziert wird!

Sozial-ökologischer Wandel – aber wie?

Um das zu erreichen, müssen die Millionen abhängig beschäftigten Teil der Bewegung der Schüler*innen und Studierenden werden. Von Streiks in Schulen zu Streiks in Betrieben! Der Aufruf zum Klimastreik am 20.9. ist ein guter Anfang. Lasst uns gemeinsam daran arbeiten, die Bewegung auch in die Gewerkschaften und Betriebe zu tragen. Werdet mit uns gemeinsam aktiv und diskutiert mit uns, wie wir die Bewegung ausweiten können. Die Konzernherren haben keine Antwort auf die drängenden Fragen unserer Zeit. Die Digitalisierung wird von ihnen genauso wenig in unserem Interesse umgesetzt wie die Umstellung der Produktion. Die Konzentration auf E-Autos ist eine ökologische Katastrophe. Deren Herstellung und die flächendeckende Versorgung mit Ladestationen vervielfacht den Bedarf an Energie und Rohstoffen. Statt dessen muss der Nahverkehr kostenlos und massiv ausgebaut werden. Profitinteressen und das private Eigentum an Produktionsmitteln sind die Hindernisse, um unsere Welt zu retten und uns ein würdiges Leben zu bescheren. Nur die Abschaffung des Kapitalismus und eine demokratisch geplante Wirtschaft sind eine Garantie für eine lebenswerte Zukunft für uns und kommende Generationen.