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Sozialismustag in Dortmund

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Informationen zu Gästen und Programm

Wie jedes Jahr lädt die SAV Dortmund zu ihrem Sozialismustag ein. Interessierte, Aktive aus sozialen Bewegungen, Gewerkschaften, der LINKEN und linksjugend[’solid] und internationale Gäste diskutieren und kommen zusammen. Es wird ein Auftakt- und Abschlusspodium geben, sowie zwei parallele workshops. Ein attraktives Programm wartet auf euch, unter anderem über die Entwicklung der Weltwirtschaft, warum wir eine Gewerkschaftslinke brauchen, die Gelbwestenbewegung (mit Cécile Rimboud aus Frankreich), die Revolution im Sudan, Einführung in den Marxismus und mehr:

Samstag, 6. Juli ab 12 Uhr, im Taranta Babu, Humboldtstr. 44, Dortmund

Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/2273096532953019/

Programm:

 

12:00 Auftaktveranstaltung: Europa, die kommende Krise und der Kampf für eine sozialistische Alternative

 

Wir leben in turbulenten Zeiten: Die Europawahlen haben das Ende der GroKo angekündigt, in ganz Europa verlieren die traditionellen Parteien an Unterstützung, überall gehen Schüler*innen auf die Straße, um ge­gen den Klimawandel zu demonstrie­ren, während die nächste Weltwirt­schaftskrise auf dem Vormarsch ist. Was sind die Perspek­tiven für die kommenden Kämpfe und wieso kann nur eine sozialistische Alternative Antworten auf die drängendsten Fragen der Menschheit bieten?

13:30 Workshops

 

50 Jahre Stonewall-Aufstand

1969 widersetzten sich Trans- und Ho­mosexuelle einer Polizei-Razzia im „Stonewall Inn“ in der New Yorker Christopher Street. Ihr Protest gilt als Startschuss für die LGBT-Bewegung (LGBT steht für Lesbisch, Schwul, Bisexuell und Transgender).
Was haben Diskriminierung und Ver­folgung mit dem Kapitalismus zu tun? Wie sollte die Arbei­terbewegung an LGBT-Themen heran­gehen? Und wie kann ein selbstbestimmtes Leben für alle Menschen erreicht werden?

Eine Aktivistin aus Frankreich berichtet: Gelbwesten-Revolte gegen Macron & Co.

Das politische Establishment Frank­reichs befindet sich in einer Legitima­tionskrise. Im Zuge der Bewegung der „Gelbwesten“ haben sich hundert­tausende Menschen landesweit an Demonstrationen und Straßenblocka­den beteiligt. Nach dem Start Mitte November hat die Bewegung noch nicht einmal während der Weihnachtszeit pausiert und ist alles andere als vorbei. Noch immer gehen jeden Samstag tausende Menschen gegen Macron und seine Regierung auf die Straße und noch immer antwortet der Staat mit brutaler Repression.
Man hätte gedacht, dass die Bewegung der gelben Wes­ten, angeführt von Arbeiter*innen, die neu im politischen Kampf sind, die Situation hätte erschüttern können. Ob­wohl Hunderttausende von Menschen es satt hatten und bereit waren zu kämpfen, reicht es noch nicht aus, Ma­crons Pläne zu verhindern. Der Mangel einer bewussten In­tervention durch Arbeiter*innen und Jugendliche, um Ma­cron und seine kapitalistische Politik in den letzten Mona­ten entschieden zu stoppen, spiegelte sich auch in den Eu­ropawahlen wieder.
Die Hauptfrage ist, den Massenkampf der Arbeiter*innen und Jugendlichen aufzubauen, zu organisieren und vorzu­bereiten, der erforderlich sein wird.
Die französische Sozialistin Cécile Rimboud stellt auf dem Sozialismustag 2019 die Entwicklung der Gelbwesten-Bewegung dar, analysiert ihre Bedeutung und erklärt, wel­che Schritte nötig sind, um die Bewegung zum Sieg zu füh­ren. Cécile ist Mitglied von Gauche Révolutionnaire, der französischen Schwestersektion der Sozialistischen Alter­native (SAV). Sie spricht außerdem auf dem Abendpodium des Sozialismustages über die Situation der Gewerk­schaftsbewegung in Frankreich.

16:00 Workshops

 

Sudan und die Permanente Revolution

Im Sudan hört man überall auf den Straßen nur noch ein Wort: „Thawra“, arabisch für Revolution. Seit der Dik­tator al-Baschir gestürzt wurde, ist eine Form der Doppelherrschaft ent­standen: auf der einen Seite die revo­lutionären Massen und auf der ande­ren der Militärrat. Die Situation spitzt sich immer weiter zu. Es kommt zu bewaffneten Auseinan­dersetzungen und Generalstreiks, die das ganze Land lahmlegen. Welches Programm ist nötig, um die Revolution zum Sieg zu führen?

Einführung in den Marxismus

Vor mehr als hundert Jahren gaben Karl Marx und Friedrich Engels der Ar­beiterbewegung ein wissenschaftli­ches Programm. Statt utopischer Vor­stellungen begannen sie sich wissen­schaftlicher Methoden zu bedienen, um herauszufinden, wie wir die Welt verändern können.
In diesem Workshop setzen wir uns mit den Grundsätzen des Marxismus auseinander und klären zentrale Begriffe.

18:00 Podium: International für kämpferische Gewerkschaften

 

Lenin bezeichnete die Gewerkschaften einst als Schule des Klassenkampfs. Doch leider bleiben die Gewerkschaf­ten oft hinter ihren Möglichkeiten zurück und ihre Führun­gen setzen auf Partnerschaft mit den Bossen. Wir wollen diskutieren, wie wir zu kämpferischen und demokratischen Gewerkschaften kommen. Auf dem Podium diskutieren Cécile Rimboud (Gauche Revolutionnaire, französische Schwesterorganisation der SAV), Rene Arnsburg (SAV-Bundesleitung) und Julian Koll (ver.di-Vertrauensmann bei der Stadt Dortmund).

Kosten:

 

Wir bitten die Besucher*innen um einen Unkostenbeitrag für Raum­miete, Druck- und Reisekosten. Im Beitrag ist Mittagessen inbegriffen.
Unkostenbeitrag 5 €, Förderbeitrag 9 €, ermäßigt 3 €