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Das ist die SAV

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Für internationalen Sozialismus

Diese Welt wird von der kapitalistischen Profitlogik regiert. Folge sind wachsende soziale Ungleichheit, der Abbau von Arbeitnehmerrechten, Umweltzerstörung, Diskriminierung und Krieg. Die neue, alte GroKo wird die Politik im Interesse der Kapitalbesitzer, des staatlichen Rassismus und der polizeilichen und militärischen Aufrüstung fortsetzen.

Die SAV kämpft mit ihren Schwesterorganisationen im Komitee für eine Arbeiterinternationale (CWI) in 45 Ländern für eine sozialistische Alternative zu diesem menschenfeindlichen System.

Wir sind davon überzeugt: Nur wenn sich abhängig Beschäftigte, sozial Benachteiligte, Jugendliche und RentnerInnen organisieren und kollektiv zur Wehr setzen, können sie ihre sozialen Interessen verteidigen. Deshalb treten wir für starke, kämpferische Gewerkschaften und den Aufbau sozialistischer Arbeiterparteien ein. Dafür engagieren sich SAV- und CWI-Mitglieder in breiten Linksparteien, wie zum Beispiel der LINKEN in Deutschland oder dem portugiesischen Linksblock und in Bündnissen und Bewegungen, die die Bildung solcher Parteien zum Ziel haben.

Wir sind aktiv in Betrieben und Gewerkschaften, zum Beispiel in den Kämpfen für mehr Personal in den Krankenhäusern, und unterstützen linke Betriebsgruppen, wie die “Alternative” bei Daimler. SAV- und CWI-Mitglieder sind aktiver Bestandteil von antirassistischen Bewegungen, der neuen feministischen Bewegung und dem Kampf gegen die Zerstörung der Umwelt. Im spanischen Staat spielten Mitglieder unserer Schwesterorganisation Izquierda Revolucionaria eine wichtige Rolle beim Frauenstreiktag am 8. März. In Irland hat unsere Abgeordnete Ruth Coppinger eine wichtige Rolle beim Kampf für ein Recht auf Schwangerschaftsabbruch gespielt. In Seattle, USA, wurde das Socialist Alternative-Mitglied Kshama Sawant zur ersten sozialistischen Stadträtin seit hundert Jahren gewählt und konnte ihre Position unter anderem nutzen, um die Bewegung für einen 15-Dollar-Mindestlohn zum Erfolg zu führen.

Wir kämpfen hier und jetzt für jede Verbesserung und tragen in gewerkschaftliche und soziale Kämpfe die Idee der Notwendigkeit einer grundlegenden sozialistischen Veränderung der Gesellschaft – weil wir sicher sind, dass der Kapitalismus nicht sozial, gerecht, nachhaltig und friedlich gestaltet werden kann.

Um dieses Ziel zu erreichen, bauen wir eine marxistische, revolutionäre und internationale Organisation auf, die die Erfahrungen von über 150 Jahren Arbeiterbewegung verarbeitet und in der Lage ist, ein Programm, Strategie und Taktik für eine erfolgreiche antikapitalistische Bewegung zu entwickeln.

Sascha Stanicic, SAV Bundessprecher

jung, aktiv, revolutionär!

Die „heißeste Flamme der Revolution“, so bezeichnete der deutsche Revolutionär Karl Liebknecht die Jugend. Nicht selten ist sie die erste, die sich bewegt. Nicht selten sind junge Menschen die aktivsten. In der SAV spielen Jugendliche auf allen Ebenen eine bestimmende und wichtige Rolle. Sie sind vor Ort aktiv im Kampf gegen AfD, Bildungsnotstand und Sexismus. So haben wir im Dezember 2017 eine wichtige Rolle beim Schulstreik in Kassel gespielt.

Junge SAV- Mitglieder sind auch in der linksjugend [’solid] engagiert. Sie machen dort Vorschläge für kämpferische Kampagnen und Aktionen und haben gemeinsam mit anderen den Bundesarbeitskreis Revolutionäre Linke gegründet, der mit über 200 Mitgliedern in über vierzig Städten für eine klar sozialistische Ausrichtung und demokratische Strukturen im Jugendverband kämpft.

Michael Koschitzki, Mitglied im Bundessprecher*innenkreis des BAK Revolutionäre Linke

Gemeinsam gegen Sexismus

Wir sind international aktiv in den Bewegungen der Frauen. Nur wenn wir gemeinsam gegen Gewalt an Frauen, sexistische Diskriminierung und die Schlechterstellung bei Lohn und Rente kämpfen, können wir gewinnen!

Katharina Doll, Mitglied im Bundessprecher*innenkreis des BAK Revolutionäre Linke

Ideen für die Bewegung

Die SAV hat 2016 den Manifest-Verlag gegründet. Mit unseren Büchern wollen wir nicht einfach die Welt beschreiben und revolutionäre Ideen verbreiten, sondern auch in gesellschaftliche Kämpfe eingreifen. Deshalb ist Manifest mehr als nur ein Verlag, wir spielen in vielen Bereichen über die Verlagsbranche hinaus eine aktive Rolle, so haben wir zum Beispiel die Initiative #verlagegegenrechts mit angestoßen.

René Arnsburg, Mitarbeiter des Manifest-Verlags

Kapitalismus frisst die Welt

Lebensmittelvernichtung, Ressourcenverschwendung, Umweltzerstörung: Ein Kapitalismus ohne diese Probleme ist undenkbar. Deswegen kämpfe ich für eine sozialistische Gesellschaft, die sich an den Bedürfnissen von Mensch und Natur orientiert!

Chris Walter, Autor von „Volle Bäuche statt volle Tonnen“

DIE LINKE: Für eine sozialistische Partei in Bewegung

Gerade in Zeiten des Erstarkens der AfD und von Nazi-Übergriffen auf Geflüchtetenunterkünfte ist der Aufbau einer starken sozialistischen Partei von zentraler Bedeutung. Ich bin in der LINKEN Neukölln aktiv und Mitglied des Parteivorstands. Dort setze ich mich mit vielen anderen Genossinnen und Genossen der SAV und der AKL (Antikapitalistische Linke) dafür ein, dass die Partei ihre Ressourcen hauptsächlich zum Aufbau des Widerstands einsetzt. Das geht nicht im Schulterschluss mit Andrea Nahles und Katrin Göring-Eckhard, deren Parteien SPD und Grüne neben CDU/CSU und FDP für Sozialabbau und das Erstarken der AfD mitverantwortlich sind, sondern nur durch klare Opposition von links. „Partei in Bewegung“ bedeutet für mich eine starke Verankerung der LINKEN in Betrieben, Gewerkschaften, Schulen und Hochschulen. Was könnten wir alles verändern, wenn die 62.000 Mitglieder der Partei Mieterinitiativen, Pflegebündnisse und Gewerkschaftsstrukturen mit aufbauen und in diesen Initiativen täglich für sozialistische Politik einstehen würden? Was könnten wir verändern, wenn alle Mitglieder und der gesamte Apparat der Partei sich mit Leib und Seele dem Aufbau von Gegenmacht widmen würden, anstatt dem Illusionstheater eines angeblichen linken Lagers von SPD, Grünen und LINKEN? Was könnten wir durchsetzen, wenn noch viel stärker als bisher die Mitglieder in der Partei das Sagen hätten, FunktionsträgerInnen abwählbar wären und MandatsträgerInnen in den Parlamenten nur einen Durchschnittslohn für sich nehmen und den Rest spenden würden? So eine Partei wünsche ich mir nicht nur in kühnen Träumen, für eine solche Partei kämpfe ich.

Meine Aktivität und Mitgliedschaft in der SAV und dem Komitee für eine Arbeiterinternationale als internationale marxistische Organisation stehen dazu nicht im Gegensatz, sondern sind mir eine Hilfe im Aufbau der LINKEN als breiter Partei, in der verschiedene Strömungen und Traditionen vereinigt sind. SAV-Mitglieder setzen sich in der LINKEN für marxistische Positionen, demokratische Strukturen und eine Orientierung auf Kämpfe und Widerstand ein. Ich bin überzeugt davon, dass wir die Macht der Banken und Konzerne nur brechen können, wenn wir uns organisieren, starke revolutionäre Organisationen aufbauen und international voneinander lernen.

Lucy Redler, Mitglied im LINKE Parteivorstand und der SAV

Für ein kostenloses Gesundheitswesen

Was immer wir auch im Leben erreichen wollen – unsere Gesundheit ist die Voraussetzung für alle anderen Dinge. Wir brauchen sie wie Essen, Trinken und Schlafen.

Wenn damit Geld verdient wird oder Menschen von diesem Recht ausgeschlossen sind, weil sie die Behandlung nicht bezahlen können, wenn die Beschäftigten im Gesundheitswesen durch krankmachende Arbeitsbedingungen verbrannt werden, dann ist das ganze System krank und gehört abgeschafft. Wir brauchen ein kostenloses Gesundheitssystem für alle.

SAV-Mitglieder haben einen Anteil daran, dass sich bundesweit Krankenhausbeschäftigte zur Wehr setzen und für mehr Personal kämpfen. Wir haben den Bürgerentscheid gegen die Krankenhausprivatisierung in Dresden mit initiiert, wir sind an der Organisation der Streiks an der Berliner Charité beteiligt und sind aktiv in Bündnissen für mehr Personal im Krankenhaus in Berlin, Hamburg, Bremen, Dresden und Dachau..

Dorit Hollasky, Sprecherin der ver.di Betriebsgruppe am Städtischen Klinikum Dresden*

*Angabe der Funktion dient lediglich zur Kenntlichmachung der Person

Kämpfen für Mieterrechte

Ich bin aktiv in den Mieterinitiativen Stuttgart. Die Mieterinitiativen organisieren den gemeinsamen Kampf der MieterInnen gegen den Abriss- und Mietenwahn. Wir haben bereits viel erreicht. Die Versorgung aller Menschen mit bezahlbaren Wohnungen in einem lebenswerten Umfeld lässt sich mit kapitalistischem Profitstreben nicht vereinbaren. Die Rendite ist der preistreibende Faktor bei den Mieten. Ohne diesen Profitanteil könnte das Mietniveau halbiert werden. Deshalb gehören die großen Wohnungskonzerne enteignet und muss der Mietwohnungssektor zur öffentlichen Daseinsversorgung werden.

Ursel Beck, aktiv in den Mieterinitiativen Stuttgart

In Dortmund haben wir zusammen mit den BewohnerInnen des größten Wohnkomplexes eine Mieterinitiative gegründet. Sie wurden aus dem Wohnkomplex Hannibal II geräumt, weil der Eigentümer Intown den Brandschutz entfernt hat. Auch die Stadt trägt Verantwortung, da sie das Gebäude privatisiert hatte.

Wir fordern finanzielle Entschädigung, Ersatzwohnungen und die Überführung des Hannibal II in öffentliches Eigentum. Dafür sind wir auf die Straße gegangen und haben sogar das Rathaus besetzt. Bisher hat die Stadt nur kaum Verbesserungen umgesetzt, aber der Kampf geht weiter.

Jens Jaschik, Aktivist der Mieterinitiative Hannibal II

Für kämpferische Gewerkschaften

„Bei diesem Druck weiß ich nicht, ob ich durchhalte“, „Ob ich nach der Ausbildung einen festen Job bekomme?“ So stellen sich die Sorgen von Beschäftigten heute vielfach dar. Durch die Agenda 2010 wurden die Löhne und Arbeitsbedingungen massiv verschlechtert.

Den Gewerkschaften ist es nicht gelungen, den Abwärtstrend zu stoppen. Es liegt nicht an fehlender Kampfbereitschaft. Nehmen wir das Streikjahr 2015: Streiks in Kitas und Jugendeinrichtungen, bei der Post und im Einzelhandel.

An der Berliner Charité und in anderen Krankenhäusern wurde der Kampf für mehr Personal aufgenommen. Und auch in diesem Jahr gab es große Mobilisierungen – unter anderem ganztägige Warnstreiks in der Metallindustrie.

Anstatt die positiven Ansätze auszubauen, führen die Gewerkschaftsführungen bundesweite Tarifrunden jedoch meist als reine Routineveranstaltung. Die Ergebnisse sind fast gesetzmäßig die Hälfte dessen, was gefordert wurde. Bei der Tarifbewegung für mehr Personal in Krankenhäusern fehlt es an einer wirklichen Strategie der ver.di-Führung zur bundesweiten Ausweitung der Kampagne.

Die SAV setzt sich für kämpferische Gewerkschaften ein, die ihre faktische Verbindung zur SPD kappen und sich mit dem Kapital wirklich anlegen. Gewerkschaften, in denen die Mitglieder demokratisch über den Verlauf von Arbeitskämpfen entscheiden. Um das zu erreichen ist eine organisierte Vernetzung von aktiven KollegInnen und linken FunktionärInnen nötig. Das von SAV-Mitgliedern initiierte „Netzwerk für eine kämpferische und demokratische ver.di“ leistet einen Beitrag, um eine Vernetzung von verschiedenen linken und kämpferischen Ansätzen in den Gewerkschaften zu befördern.

Angelika Teweleit, gewerkschaftspolitische Sprecherin der SAV