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Alle Banken in öffentliches Eigentum

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Foto: http://www.flickr.com/photos/erwinrommel/ CC BY 2.0

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Bei demokratischer Kontrolle und Verwaltung

Die Deutsche Bank ist eine Zockerbank. Sie betreibt Handel mit hochriskanten Finanzprodukten. Das Risiko tragen nur in der Regel nicht die Großaktionäre, sondern die Masse der lohnabhängigen Bevölkerung, die von sozialem Absturz bedroht sind, wenn die Banken in die Krise geraten. So geschehen in vielen Ländern nach dem Crash von 2007/2008.

von Sascha Stanicic

Das Weltfinanzsystem gleicht einem gigantischen Wettbüro. Dass das so ist, ist jedoch nicht Folge eines „falschen Geschäftsmodells“. Nein, die Krise des kapitalistischen Systems hat die Banken in diese Hochrisikogeschäfte getrieben, damit sie ihre Profite aufrecht erhalten können. Denn die so genannte Realwirtschaft bietet immer weniger profitable Anlagemöglichkeiten für die Kapitalisten.

Das ist auch der Grund, warum sich nach der Finanz- und Wirtschaftskrise nichts geändert hat und die Banken und Konzerne munter weiter zocken.

Damit muss Schluss gemacht werden! Das derzeitige Weltfinanzsystem ist gefährlich für die Weltbevölkerung. Es gehört zerschlagen, wie eine kriminelle Vereinigung zerschlagen werden muss! Dann kann das Finanzwesen auf demokratischer Grundlage neu strukturiert werden.

Erster notwendiger Schritt dazu ist die Überführung aller (und nicht nur der maroden!) privaten Banken in demokratisches, öffentliches Eigentum. Eine demokratische Kontrolle und Verwaltung durch gewählte VertreterInnen der Bankangestellten, Bankkunden, Gewerkschaften und des Staates kann dafür sorgen, dass alle spekulativen Tätigkeiten beendet werden und das Bankgeschäft auf das zurückgeführt wird, wozu es sinnvoll ist: Kreditvergabe zu günstigen Zinsen an öffentliche Investoren, Einzelpersonen und Unternehmen, um Konsum und Investitionen zu ermöglichen.

Die reichen Großinvestoren würden dadurch zur Verantwortung gezogen und würden ihr Spekulationskapital verlieren. Sparguthaben von Lohnabhängigen und kleinen Selbständigen könnten gerettet werden, arme Menschen würden nicht mehr Zwangspfändungen ausgesetzt.

DIE LINKE und Gewerkschaften sollten die Forderung nach einer demokratischen Verstaatlichung der Banken aufstellen und erklären, dass nur so dem Casinokapitalismus ein Riegel vorgeschoben werden kann.

Sascha Stanicic ist Bundessprecher der SAV und aktiv in der LINKEN Berlin-Neukölln