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Gewerkschaften in die Offensive

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warnstreik bochumFür höhere Löhne – Für bessere Arbeitsbedingungen – Gegen Rassismus und rechte Gewalt – Für Umverteilung von oben nach unten

Was haben schlechte Löhne, miese Arbeitsverträge, Rassismus, Umweltkatastrophen, Kriege und rassistische Organisationen wie die AfD gemeinsam?

von Dorit Hollasky, Dresden

Sie werden durch den Kapitalismus hervorgebracht. In diesem System gibt es keine gerechte Verteilung des Reichtums. Es gibt keine fairen Arbeitsverträge, weil Unternehmer nur durch Ausbeutung ihrer Beschäftigten Gewinne machen können. Es gibt keine vernünftigen Entscheidungen über umweltgerechte Produktionsmethoden, weil der Profit der einzige Selbstzweck dieser Wirtschaftsform ist, egal ob dabei Mensch oder Natur zu Grunde gehen.

Und „es gibt keinen Kapitalismus ohne Rassismus“ (Malcolm X), weil Rassismus den Herrschenden hilft. Weil sich dadurch die unterdrückten 99 Prozent der Menschen spalten lassen, anstatt sich gemeinsam zu wehren. Deshalb werden wir auch von Regierung und Unternehmern keine wirksamen Maßnahmen gegen PEGIDA und AfD erwarten können.

Wie können wir das ändern?

Wir müssen uns organisieren und gemeinsam loslegen! Zuerst müssen wir die Gewerkschaften wieder zu richtigen Kampforganisationen machen. Die nicht nur über Kuchenkrümel verhandeln, sondern für wirkliche Verbesserungen kämpfen.

Nach dem Motto: Wir wollen nicht ein Stück vom Kuchen, sondern die ganze Bäckerei! Denn wir haben die Bäckerei auch gebaut und den Kuchen gebacken. Zum Beispiel für einen Mindestlohn von 12 Euro, für radikale Arbeitszeitverkürzung (bei vollem Lohn- und Personalausgleich), für Rente mit 55 und vieles andere mehr. Damit wäre auch den pseudosozialen Parolen von Pegida, AfD und Co. das Wasser abgegraben.

Arbeitskämpfe sollten zusammengeführt werden. VW-Beschäftigte, VerkäuferInnen, ErzieherInnen, Krankenschwestern und Lokführer – welche Kraft haben wir, wenn wir zusammen auf die Straße gehen! Am besten gemeinsam mit unseren Brüdern und Schwestern in Frankreich, Griechenland, Rojava und weltweit. Und wir können gemeinsam planen, wie die Gesellschaft aussehen soll, in der wir leben wollen.
Fangen wir heute damit an!