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Nein zu Gewalt gegen Frauen & MigrantInnen

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No Sexism No RacismFür gemeinsame Gegenwehr von Frauen und Männern, egal welcher Herkunft

Sexismus, Frauendiskriminierung und Rassismus haben eins gemeinsam: Sie sind menschenverachtend, sie sollen die Solidarität untergraben, sie sollen spalten. Es gibt keinen Kapitalismus ohne sie. Sie behindern den gemeinsamen Kampf gegen die Herrschaft einer reichen und mächtigen Minderheit.

von Angelika Teweleit, Berlin

Die sexuellen Übergriffe gegen Frauen in der Silvesternacht sind zu verurteilen und die Täter müssen bestraft werden. Ebenso muss das Verhalten der Polizei untersucht werden.

Gleichzeitig muss jedem Versuch entgegen getreten werden, die Ereignisse für eine Stigmatisierung von MigrantInnen zu instrumentalisieren. Durch die öffentliche Darstellung von Regierungspolitikern fühlen sich Rassisten und Nazis bestärkt, und die Gewalt gegen MigrantInnen nimmt zu. Das muss bekämpft werden.

Verbale und physische Übergriffe gegen Frauen gehören zum Alltag. Die öffentliche Debatte nach den Kölner Ereignissen sollte genutzt werden um zu diskutieren, wo und in welcher Form Gewalt gegen Frauen auftritt und wie man sie gemeinsam bekämpfen kann.

Kampagne von LINKEN und Gewerkschaften

Statt moralischer Appelle sind Forderungen nötig, mit denen die Probleme angegangen werden können. Dazu gehört unter anderem die Beendigung des Lohngefälles von 22% zwischen Männern und Frauen; das Verbot sexistischer Werbung; mehr Frauenhäuser und Projekte zur Stärkung von Mädchen und Frauen; Aufklärung an der Schule – sowohl gegen sexistische Verhaltensweisen als auch gegen rassistische Ressentiments.

DIE LINKE sollte schnell Kampagnen-Vorschläge und Forderungen entwickeln, um dem Erstarken von Sexismus und Rassismus effektiv entgegen zu treten. Diese sollten vor allem auch in die Gewerkschaften eingebracht werden, die Millionen von Beschäftigten organisieren. Soziale Bewegungen, Frauen-, LGBT-Initiativen, Migrantenorganisationen, Antifa- und Antirabündnisse sollten aktiv einbezogen werden.

Mit Diskussionen in den Betrieben, Nachbarschaften, Schulen, Unis, sowie Mobilisierungen und Demonstrationen zu diesen Forderungen, könnten große Schritte gemacht werden, um Sexismus, Frauenverachtung und Rassismus in die Defensive zu drängen.