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Kampf um Arbeitsplätze bei GE Power

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gepower„Wandle Frust in Widerstand – mach ’ne Faust aus Deiner Hand“

We are shaping the future“. Dieser Spruch steht neben dem Firmenschild von Alstom in Obertürkheim/Stuttgart. Für die Beschäftigten bedeutet dies den Verlust ihrer Arbeitsplätze. Europaweit will der Konzerne General Electric (GE) 6.500 Arbeitsplätze vernichten. In Deutschland ist der Standort in Mannheim mit der geplanten Vernichtung von 1.700 Stellen betroffen. Das Werk im saarländischen Bexbach soll ganz geschlossen werden. Damit würden hier 170 Beschäftigte ihre Existenzgrundlage verlieren. In Stuttgart ist der Abbau von 255 der 380 Stellen geplant. Die Beschäftigten befürchten, dass der Standort später komplett aufgegeben wird.

Von Ursel Beck, Sprecherin des Ortsverbands DIE LINKE Stuttgart-Bad Cannstatt – Mühlhausen Münster

Laut dem Betriebsratsvorsitzenden in Obertürkheim, Bruno Markel, war der Unmut bei den Mitarbeitern noch nie so groß. Und dieser Unmut wurde bei einer von der IGM organisierten Protestkundgebung von 700 Beschäftigten am 4.2. 2016 vor dem Werk in Obertürkheim deutlich zum Ausdruck gebracht. Aus den Niederlassungen in Mannheim, Kassel, Mainz, Bexbach und Neumark waren Delegationen nach Stuttgart gekommen, um anlässlich der Aufsichtsratssitzung den Erhalt aller Arbeitsplätze und aller Standorte zu fordern. Zuvor waren in Mannheim am 13. Januar eintausend Beschäftigte auf die Straße gegangen.

Die Energiesparte von Alstom ist auf die Produktion von Kesseln und Turbinen für große Kraftwerke zur Stromerzeugung aus Gas und Kohle ausgerichtet. Schon vor Jahren haben Betriebsräte immer wieder eingefordert, das Wissen der Beschäftigten für die Entwicklung von Technologien regenerativer Energien oder dem Rückbau von Atomkraftwerken zu nutzen. Vergeblich. General Electric will nun das vorhandene Know-how in das chinesische Wuhan verlagern, weil es in Asien für Großkraftwerke aus fossilen Energien noch einen Markt sieht. Das Management will Ingenieure dafür gewinnen, für einige Jahre nach China zu gehen.

geDie Pläne zur Proftmaximierung von Generel Electric vertragen sich nicht damit das enorme Wissen und Arbeitspotenzial der Belegschaft von Alstom gesellschaftlich sinnvoll zu nutzen. Die Sicherung der Arbeitsplätze steht dem Profitinteresse im Weg.

In dem Aufruf „Mannheimer Appell 2.0“ vom 1.2.2016 erklärt der IGM-Vertrauenskörper GE Power Mannheim, dass der Arbeitsplatzabbau bei GE Power kein Einzelfall sei. In dem Appell heißt es weiter „Was jedoch bisher fehlt, das ist eine betriebsübergreifende Gegenwehr und ein allgemeiner gewerkschaftlicher Kampf gegen Arbeitsplatzvernichtung“. Belegschaften und IGM werden aufgefordert: „Koordiniert den Widerstand über Grenzen hinweg!“ Mit Verweis auf das Grundgesetz wird auch die Enteignung zum Wohle der Allgemeinheit eingefordert. Dieser Appell der IGM-Vertrauensleute geht in die richtige Richtung und sollte von DIE LINKE unterstützt werden. Der Mannheimer Appell 2.0 ist zu finden unter http://www.resistance-online.eu/alstom/

Bei der Kundgebung am 4.2. 2016 wurde von IGM-Funktionären und Betriebsräten dem Management von GE der Kampf angesagt. Doch leider wurden keine konkreten weiteren Kampfschritte genannt. Mitglieder von DIE LINKE waren bei der Kundgebung in Obertürkheim dabei und haben Kontakt zur Belegschaft aufgebaut. Der Kampf für die Verteidigung der Arbeitsplätze soll aktiv unterstützt werden.

Fotos auf Website der IGM Mannheim

http://www.mannheim.igm.de/news/meldung.html?id=75367

Fotos auf der Website der IGM Stuttgart

http://www.stuttgart.igm.de/news/meldung.html?id=75330

Seite GE – RESISTANCE – Widerstand

http://www.resistance-online.eu/alstom/