Home / Themen / DIE LINKE & Linksjugend ['solid] / LINKE / „Die herrschenden Parteien bekämpfen“

„Die herrschenden Parteien bekämpfen“

Print Friendly, PDF & Email

Lukas Zöbelein10. Mai: In Bremen und Bremerhaven LINKE wählen

Lukas Zöbelein ist Kandidat auf Platz 4 der Liste der LINKEN zur Stadtverordnetenversammlung Bremerhaven und Mitglied der SAV.

Warum kandidierst du zur Stadtverordnetenversammlung Bremerhaven? Wofür willst du dich einsetzen?

Ich kandidiere für die Stadtverordnetenversammlung, weil ich der Meinung bin, dass den sozialen Auseinandersetzungen, die es in Bremerhaven gibt, auch auf parlamentarischer Ebene eine Stimme verliehen werden muss. Hier geht es mir insbesondere um die Auseinandersetzung um mehr Lehrerinnen und Lehrer und eine bessere finanzielle Ausstattung im Bildungsbereich. Gerade in dieser ist nämlich eine ehrliche Vertretung von Bewegungen nötig, da es dort bisher nur die zynische Unterstützung der Opposition aus CDU und Bürger in Wut gibt. Wobei die der CDU, welche selbst mit für die Misere verantwortlich ist, einfach nur unglaubwürdig ist und die der BIW auf einem unverhohlenen Rassismus basiert. Die BIW behaupten nämlich allen Ernstes, dass die Probleme im Bildungsbereich daher rühren, dass zu viel Geld für MigrantInnen ausgegeben wird. Außerdem werde ich im Parlament die politischen Schweinereien der herrschenden Parteien offenlegen und bekämpfen. Um an ein paar aus den letzten Jahren zu erinnern: Erweiterung der Grauwalldeponie, Verkauf der Kliniken an Ameos und die Zerschlagung der Lloydwerft.

Gibt es in Bremerhaven ein Problem mit Rassismus?

Ja, es gibt ein Problem mit Rassismus in dieser Stadt. Gerade in Stadtteilen wie Lehe sind rassistische Vorurteile sehr verbreitet, was man daran erkennen kann, dass Parteien wie die NPD und die Bürger in Wut, die mehr oder weniger offen rassistisch auftreten, in diesem Stadtteil besonders gute Ergebnisse einfahren. Es gilt also insbesondere in diesem Stadtteil für Solidarität und den gemeinsamen Kampf gegen die Ekelhaftigkeiten von CDU, SPD und Co. einzutreten, um Parteien wie der NPD und den Bürgern in Wut den Boden für ihre rassistische Hetze zu entziehen.

Lässt sich in einer Stadtverordnetenversammlung etwas verändern?

In meinen Augen lässt sich in der Stadtverordnetenversammlung der Filz, den sich die SPD über die letzten Jahrzehnte aufgebaut hat, effektiv offenlegen und bekämpfen. Es wird mir darum gehen, aufzuzeigen, wie die SPD-Parteibonzen durch die großen Beschäftigungsträger und Leiharbeitsfirmen am Leid der Menschen dieser Stadt mitverdienen.

In meinen Augen ist es aber am wichtigsten, dass sich die von der unsozialen Politik Betroffenen selbst bewegen und organisieren. Mit den sich im Kampf befindenden Menschen möchte ich Politik machen und ihre Kämpfe ins Parlament tragen.

Das Interview führte Michael Koschitzki