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Umfairteilen – Reichtum besteuern: 40.000 Menschen in 40 Städten auf der Straße

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Kurzberichte und Fotos von den Protesten bundesweit

Für den 29. September wurde bundesweit zu Protesten „Umfairteilen – Reichtum besteuern“ aufgerufen. Für eine höhere Besteuerung der Reichen und eine Finanztransaktionssteuer gingen bundesweit 40.000 Menschen auf die Straße. Schwerpunkte waren Berlin, Bochum, Frankfurt, Hamburg und Köln.

Die SAV hatte bundesweit zu den Protesten aufgerufen, gemeinsam mit LINKE und Gewerkschaften mobilisiert und nahm an den Kundgebungen und Demonstrationen teil. Wir veröffentlichen hier Kurzberichte von den Demonstrationen.

Berlin

In Berlin gingen 5000 Menschen auf die Straße und zogen vom Potsdamer Platz zum Neptunbrunnen. DIE LINKE war mit einem großen Block und Lautsprecherwagen vertreten von dem Gregor Gysi und der Personalrat der Charité Stephan Gummert redete. In dem Block war auch die Linksjugend [’solid] Kreuzkölln mit einer Schilderaktion präsent.

Auf der Demo gab es außerdem einen kleinen antikapitalistischen Block unter dem Motto „fairgesellschaften“. Ver.di war mit einem gut sichtbaren größeren Block vertreten.

Bochum

6.000 Menschen demonstrierten in Bochum. Unter den vielen organisierten TeilnehmerInnen fiel die große Zahl an Gewerkschaftsmitgliedern auf. Die Partei DIE LINKE hatte sehr viele Mitglieder und SympathisantInnen mobilisiert, ihr Demonstrationsblock war einer der größten auf der Demo. Sebastian Förster und Duygu Söyler, Mitglieder des LandessprecherInnenrats der linksjugend [’solid] NRW sowie der SAV, moderierten den Block und heizten den TeilnehmerInnen mit antikapitalistischen Sprechchören ein.

Während sich bei Auftakt- und Abschlusskundgebungen einige RednerInnen in ihren Beiträgen auf allgemeine Phrasen für eine „gerechtere“ Wirtschaftsordnung beschränkten, forderte die linke Gewerkschafterin Mag Wompel (LabourNet und ver.di) in ihrer Rede auf der Abschlusskundgebung eine Steigerung der Proteste und zeichnete das Bild einer Gesellschaft jenseits des Kapitalismus.

Bremerhaven

In Bremerhaven hatten SAV, DIE LINKE. und Linksjugend [´solid] zu einer Aktion mit Straßentheater in der Innenstadt aufgerufen, um die bundesweite Forderung nach einer Vermögenssteuer zu unterstützen. Leider hatte sich im Vorfeld kein Bündnis gebildet, das einen großen Aktionstag hätte vorbereiten können. Trotzdem zeigten sich die über 30 AktivistInnen motiviert mit den zahlreichen PassantInnen über Euro-Krise, Banken-Rettung und die Forderung des Bündnisses zu diskutieren. Das Straßentheater sorgte mit seiner provokanten Art für Aufsehen und wird sicher zukünftig ein fester Bestandteil der Außenarbeit sein. Am Rande der Veranstaltung konnten neue Kontakte geknüpft und Interessierte für Aktionen gegen die Krise gewonnen werden.

Frankfurt

7000 Menschen kamen in Frankfurt am Main für die Umfairteilen Demonstration zusammen. „Es hatte nicht die Lebendigkeit von Blockupy“ berichtet ein Aktivist. Allerdings war DIE LINKE und Linksjugend [’solid] in einem starken Block präsent. Die Kämpfe in Südeuropa und internationale Solidarität war das bestimmende Thema.

Hamburg

In Hamburg fand im Rahmen des Umfairteilen Aktionstages eine Menschenkette statt, an der sich 7000 TeilnehmerInnen einreihten und Geldsäcke verteilten. DIE LINKE war in der Kette und bei der Abschlusskundgebung sehr präsent. Außerdem war auch das NoKiJa Bündnis gegen Kürzungen in der Kinder- und Jugendhilfe präsent. Auch die Linksjugend [’solid] Hamburg hatte Schilder mit der Aufschrift „Kürzungshaushalt stoppen“ dabei.

Leider sprach der Vorsitzende des griechischen Linksbündnis Syriza Alexis Tsipras erst am Ende der Abschlusskundgebung. Zu dem Zeitpunkt waren schon viele nach Hause gegangen. Während das Bündnis einstimmig Tsipras eingeladen hatte, hatten die Grünen im Vorfeld angekündigt, die Kundgebung zu verlassen, wenn Tsipras spricht.

Rede von Alexis Tsipras in Hamburg

Köln

4000 Menschen haben in der Kölner Innenstadt demonstriert. Neben AktivstInnen von attac, Blockupy und anderer Bündnissen und linken Gruppen waren vor allem GewerkschafterInnen von ver.di und IG Metall mit größeren Delegationen vertreten. Die Partei DIE LINKE bildete zusammen mit SDS und linksjugend [’solid] einen starken Block, mit Slogans und Sprüchen gegen Troika und die Kahlschlagspolitik der Regierungen Europas („Troika raus aus Griechenland, unsere Antwort Widerstand!“) aber gegen die Heuchler SPD und Grüne, die auch mit ein paar Fahnen aufgetaucht waren. 

KPICASA_GALLERY(UmfairteilenReichtumBesteuern)

Fotos vom Bündnis