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"Gemeinsam streiken ihr müsst”

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Mit Meister Yodas Weisheiten auf den Lippen in einen heißen Sommer starten


 

Die DGB-Großdemonstration am 16. Mai und der Bildungsstreik sind gesetzte Eckpunkte unseres Widerstands. Wie können wir als Links-jugend [‘solid] darin aktiv sein?

von Michael Koschitzki, Berlin

Nach den Osterferien war an vielen Schulen und Unis vom Bildungsstreik am 15. bis 19. Juni die Rede. An vielen Universitäten werden Vollversammlungen abgehalten, um über die Streikpläne zu informieren. An Schulen beginnen Neu- und Wiedergründungen von Streikkomitees, um sich auf den Schulstreiktag am 17. Juni vorzubereiten.

Als Linksjugend [‘solid] unterstützen und ergänzen wir die Vorbereitungen. In Berlin soll es eine Schultour geben, wo mit Lautsprecherwagen Schulhöfe abgefahren und Klassen besucht werden. Das ist ein Ansatz, um Aktionsgruppen an den Schulen gründen zu können. Beim letzten Streik im November war das – oft auf Initiative der SAV – ein Schlüssel zum Erfolg.

Eine Woche vor dem Streik ist in mehreren Städten ein „Bildungsstau“ vom Bildungsstreikbündnis geplant, an dem sich Linksjugend [‘solid] beteiligt. Damit können wir den Bildungsstreik über die Verkehrsnachrichten verbreiten und AutofahrerInnen über den Wahnsinn in der Bildung informieren. Weitere Aktionen wie ein symbolisches „Bossnapping“ der Bildungsminister sind möglich.

Gemeinsam statt einsam

Aber wir sind nicht nur Bildungsaktivisten. Schon beim „Bildungsstau“ sollte auf die Ausbildungsplatzmisere hingewiesen werden.

Gerade durch die Krise steht die Übernahme tausender Azubis auf dem Spiel – immer weniger neue Ausbildungsplätze werden angeboten. Als Links-jugend [‘solid] sollten wir auf Azubis zugehen, die bislang noch zu wenig in die Proteste einbezogen sind. Bei der Vorbereitung der Demonstrationen können wir dafür eintreten, gezielt Berufsschulen und Ausbildungsbetriebe zu besuchen. Damit zeigen wir allen Jugendlichen, dass wir gemeinsam kämpfen wollen.

Das Geld für Abwrackprämie und Bankenbesitzer wird bei uns wieder reingeholt werden. Mit der Kampfform des Streiks kann schon beim Bildungsstreik gezeigt werden, wohin die Reise gehen muss. Doch es ist nötig, dass alle gemeinsam kämpfen. Deshalb schlagen die MarxistInnen bei Links-jugend [‘solid] vor, bei den Protesten offensiv für einen Streik von allen Beschäftigten und Jugendlichen, einen eintägigen Generalstreik, einzutreten. Damit kann ein Weg aufgezeigt werden, wie sich eine Stärke entstehen lässt, um die Forderungen durchzusetzen.

Geld für Bildung statt für Banken

Mit sozialistischen Ideen können wir bei den Bildungsprotesten, dem 16. Mai und darüber hinaus viele Leute begeistern. Am 18. Juni organisieren solid-Gruppen symbolische Banküberfälle, um zu zeigen, wer im Land das Geld hat.

Als sozialistische Jugendorganisation gilt es, ein Angebot für den gemeinsamen Kampf zu schaffen. Und dabei darauf hinzuweisen, dass in Zeiten der Krise mehr nötig ist als einzelne Proteste. Wir brauchen eine Organisation, in der über Lösungen diskutiert werden kann, die über den Kapitalismus hinaus gehen; eine sozialistische Jugendorganisation.

Für das Auftreten von solid bei der DGB-Demonstration am 16. Mai können wir uns ein Beispiel am Bildungsblock von der Berliner Demo am 28. März nehmen. Hier organisierten SchülerInnen einen kämpferischen Block mit Aktionen (Hüpfen und Rennen) sowie politischen Beiträgen, zum Beispiel über Streiks und Proteste in Frankreich.