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Ohrfeige für verdi-Führung bei Lufthansa

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Nach mehreren Wochen Tarifauseinandersetzung zwischen der Gewerkschaft ver.di und der Lufthansa haben in einer Abstimmung nicht mehr als 51 Prozent der ver.di-Mitglieder den Abschluss angenommen.


 

Die Einigung zwischen den ver.di-Verhandlungsführern und dem Unternehmen kam genau zu dem Zeitpunkt, als der Streik begann seine Wirkung zu zeigen. In verschiedenen Bereichen gab es heftigen Unmut, darunter bei den Technikern in München. Erbost über die Politik der Gewerkschaftsspitze drohten einige schon damit, eine eigene Gewerkschaft zu gründen.

ver.di benötigt laut Satzung nur eine Zustimmung von 25 Prozent für den Abschluss, der eine Lohnerhöhung von auf das Jahr gerechneten 4,2 Prozent, bei einer Laufzeit von 21 Monaten, bedeutet. Gefordert waren ursprünglich 9,6 Prozent bei einer zwölfmonatigen Laufzeit.

„Die Streikbereitschaft der Mitglieder war da. Ohne die bremserische Haltung der jetzigen Führung wäre eine volle Durchsetzung der Forderungen möglich gewesen“, kommentierte Angelika Teweleit, Sprecherin des Netzwerks für eine kämpferische und demokratische ver.di, den Abschluss und forderte eine Kursänderung ihrer Gewerkschaft: Kampf statt Verzicht muss die Devise sein. Der Pressespiegel zur Erklärung des ver.di-Netzwerks findet sich auf www.netzwerk-verdi.de