Kämpfen für mehr Geld

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2007 war das Jahr des Aufschwungs – zumindest für Einige. Porsche-Chef Wiedeking hat jetzt ein Jahresgehalt von 56 Millionen Euro! Er gehört zu den oberen zehn Prozent der Bevölkerung, die zusammen 60 Prozent des gesamten Geldvermögens besitzen. Die unteren zwei Drittel kommen dagegen nur auf zehn Prozent.


 

von Angelika Teweleit, Berlin

Für die Lohnabhängigen war 2007 ein Jahr, in dem die Preise wieder schneller stiegen als die Löhne. Die Reallöhne sind heute auf dem Stand von 1986! Und das im wirtschaftlichen Aufschwung. Was erst, wenn die nächste Krise kommt? Schon jetzt haben Lohnabhängige und Erwerbslose keine finanziellen Polster mehr.

Wie unfähig das kapitalistische System ist, eine lebenswerte Zukunft zu bieten, zeigt die Armutsentwicklung: Im Jahr 1965 war nur jedes 75. Kind unter sieben Jahren auf Sozialhilfe angewiesen, im Jahr 2006 war es jedes sechste Kind!

Wenn Angela Merkel nun von „überzogenen“ Managergehältern redet, treibt sie nicht die Einsicht, sondern die Angst vor Protesten. Die Wut wächst. Nicht nur wegen der Managergehälter. Auch wegen der Diätenerhöhung um9,4 Prozent, der alle Parteien im Bundestag – außer der LINKEN – zugestimmt haben.

„Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will.“ Die Lokführer machen es vor.

2008 muss zum Jahr werden, in dem der Verzichtspolitik eine Abfuhr erteilt wird. Nicht nur das Fahrpersonal bei der Bahn steckt im Tarifkampf. Im Öffentlichen Dienst steht ein Großkonflikt bevor. Im Einzelhandel stellen die Arbeitgeber sich seit Monaten stur.

Satte Lohnerhöhungen sind drin. Ohne Einsatz der vollen Kampfkraft wird es aber nicht gehen. Die Gewerkschaften müssen die Streikwaffe konsequent nutzen. Und ihrer Aufgabe nachkommen, die Kämpfe zusammenzuführen.

Beschäftigte bei Bahn, Öffentlichem Dienst und Einzelhandel kämpfen für höhere Löhne – Für einen gemeinsamen Protest- und Streiktag, organisiert von den Gewerkschaften!