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Berlin: Kundgebung vor dem DGB-Gebäude

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Etwa 30 GDL-Mitglieder aus Berlin, SAV-Mitglieder und Linke versammelten sich am Montag, den 12.11.2007, vor der bundesweiten DGB-Geschäftsstelle in Berlin. Gemeinsam wurde gegen die Durchsetzung der Forderungen der streikenden LokführerInnen und gegen die Bahnprivatisierung demonstriert.


 

von Sebastian Foerster

Die Protestaktion richtete sich vor dem Gebäude des Gewerkschaftsgebäude aber auch gegen die Spitzen des Dachverbandes. DGB-Chef Sommer und Transnet-Chef Hansen hatten in der Öffentlichkeit gegen den Arbeitskampf der GDL Front gemacht und versucht den Streik zu torpedieren.

Während der Kundgebung forderten die TeilnehmerInnen mehrmals die sich im Gebäude befindenden DGB-Funktionäre auf, herunter zu kommen und Stellung zu beziehen. „Einer von da oben“ würde wohl noch kommen, meinte der Pförtner. Nichts dagegen geschah und die DemonstrantInnen hatten nicht zum ersten Mal das Gefühl, dass die DGB-Spitzen ihrer Verantwortung nicht gerecht werden würde und Stellung bezieht.

Die Veranstaltung musste also ohne die Funktionäre der Geschäftsstelle stattfinden. Gehalten wurden Redebeiträge von Enrico Forchheim (Vorsitzender der GDL-Ortsgruppe S-Bahn Berlin), Lucy Redler (Berliner Alternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit), und Michael Koschitzki (SAV – Sozialistischen Alternative). Zudem gab es eine gelesene Solidaritätserklärung des Netzwerks für eine kämpferische und demokratische ver.di.

In den Beiträgen wurden die unsolidarischen Argumente der DGB-Bürokratie widerlegt und die Unterstützung durch den Gewerkschaftsdachverband gefordert. Solidaritätsaktionen, Demonstrationen und Streiks organisiert durch den DGB seien nötig, so Michael Koschitzki von der SAV. Ein Brief mit der Aufforderung nach Unterstützung durch den Deutschen Gewerkschaftsbund wurde unter Beifall abgegeben.

Zum Montag, 19.11. (17 Uhr) wollen die Protestierenden und die GDLerInnen für eine größere Demonstration vom Hauptbahnhof zum Bahn-Tower mobilisieren (Flugblatt hier).