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WASG-Bundesdelegiertenkonferenz

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Vorstellung zur Kandidatur f?r den WASG-Bundesvorstand von Sascha Stanicic
 
auch als pdf-Datei verf?gbar

stanicicName: Sascha Stanicic
nominiert von: Kreisverband Berlin-Neuk?lln
Alter: 34 Jahre
Politische Biographie: 1986 ? 1995 Mitglied der SPD, seit 1988 Mitglied der IG Medien/ver.di, 1992 Vorsitzender der Jungsozialisten in Aachen, 1992 ? 1994 Bundessprecher der Jugend gegen Rassismus in Europa (JRE), 1994 Gr?ndungsmitglied der SAV (Sozialistische Alternative), heute Mitglied der SAV-Bundesleitung, aktiv im Netzwerk f?r eine demokratische und k?mpferische ver.di
Beruf: Redakteur von www.sozialismus.info und Mitarbeiter in der SAV-Bundesleitung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

f?r die Millionen Lohnabh?ngigen, Erwerbslosen, Jugendlichen und RentnerInnen, die t?glich unter der Politik der gro?en Sozialabbau-Koalition und der Profitlogik des kapitalistischen Wirtschaftssystems zu leiden haben, gibt es heute keine starke politische Vertretung. Das wollen wir gemeinsam mit dem Aufbau der WASG ?ndern. Dazu will ich im Bundesvorstand unserer Partei einen Beitrag leisten.

F?r eine Schwerpunktsetzung unserer Aktivit?ten auf die au?erparlamentarische Arbeit durch unabh?ngige Kampagnen, Unterst?tzung betrieblicher K?mpfe und sozialer Bewegungen
Unsere Forderungen werden wir nur durchsetzen k?nnen, wenn eine breite gesellschaftliche Bewegung von ArbeitnehmerInnen, Erwerbslosen und Jugendlichen entsteht, die daf?r k?mpft. Die Arbeit in den Parlamenten kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten, diese aber nicht ersetzen. Die WASG muss konsequent an der Seite derjenigen stehen, die Widerstand gegen die herrschenden Verh?ltnisse leisten. Im letzten Jahr h?tte das zum Beispiel bedeutet, eine bundesweite Solidarit?tskampagne f?r die streikenden Opel-ArbeiterInnen zu organisieren.
Ich setze mich daf?r ein, dass die WASG jegliche Form von Verschlechterungen der Lebenssituation f?r die Masse der Bev?lkerung ablehnt und sich gegen jede Form von Sozialabbau, Privatisierungen und Arbeitsplatzvernichtung einsetzt. Das schlie?t Koalitionen und Tolerierungen mit Parteien des neoliberalen Einheitsbreis auf allen Ebenen (Bund, L?nder, Kommunen) aus.

F?r demokratische Strukturen in der Partei und gegen jegliche Ausgrenzungen von Minderheitenmeinungen
Die Diskussion ?ber die Ausgrenzung von SozialistInnen, insbesondere SAV-Mitgliedern, hat der WASG in den letzten Monaten geschadet. Sie sollte sofort beendet werden. Eine breite und demokratische Partei muss unterschiedliche Meinungen in ihren Reihen akzeptieren und fruchtbar nutzen. Gemeinsame Basis ist der Einsatz gegen Sozialk?rzungen, Privatisierungen und Arbeitsplatzvernichtung und f?r die Reformforderungen, die die WASG aufstellt.
Als Mitglied des Bundesvorstands werde ich der Basis gegen?ber jederzeit Rechenschaft ablegen und mein Abstimmungsverhalten ?ffentlich machen. Geheimniskr?merei gegen?ber der Mitgliedschaft lehne ich ab.

Sozialistische Ideen in den Bundesvorstand!
Als Marxist bin ich der Meinung, dass die von unserer Partei aufgestellten Forderungen im Rahmen des kapitalistischen Systems nicht dauerhaft umzusetzen sind. Einen ?kologisch nachhaltigen, sozialen und friedlichen Kapitalismus halte ich f?r eine Illusion. Dies gilt angesichts der Ungleichgewichte und Krisentendenzen in der Weltwirtschaft mehr denn je. Deshalb bin ich f?r eine offene Debatte innerhalb der WASG ?ber die Frage einer m?glichen Systemalternative. Die Eigentums- und Machtfrage sollte gestellt werden. Die Wirtschaft kann nicht demokratisch organisiert werden, wenn die gro?en Banken und Konzerne in Privateigentum sind. Deshalb trete ich f?r eine ?berf?hrung derselben in ?ffentliches Eigentum unter demokratischer Kontrolle und Verwaltung der Besch?ftigten ein.
Zu solchen Fragen darf es keine Denk- und Redeverbote geben. Angesichts der breiten Zustimmung zu M?nteferings Kapitalismus-Kritik und den vielen Umfragen, die eine breite Ablehnung des Kapitalismus und Offenheit f?r sozialistische Ideen in der Bev?lkerung dokumentieren, brauchen wir keine Sorge haben, uns dadurch zu isolieren. Entscheidend wird sein, dass die abh?ngig Besch?ftigten und Erwerbslosen die WASG als konsequente und ehrliche K?mpferin f?r ihre Interessen erleben.
Ich will in der WASG sozialistische Ideen vertreten und denke, diese sollten auch im Bundesvorstand vertreten sein, schlie?lich sind sie es in der Mitgliedschaft auch.

Im Falle meiner Wahl in den Bundesvorstand werde ich meine ?ffentliche Funktion als SAV-Bundessprecher niederlegen.

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