Betrieb & Gewerkschaft

SAV-Veranstaltungsreihe

Alle Veranstaltungen der SAV finden im Kulturzentrum Schlachthof, Mombachstr. 12 (Haltestelle Halitplatz – Linien 1, 5, RT1, RT4) statt.

Di., 21. Februar. 19 Uhr: Die russische Revolution 1917
Marx hatte erwartet, dass es zur ersten sozialistischen Revolution in einem entwickelten kapitalistischen Land kommt. Stattdessen führten die Bolschewiki die erfolgreiche Revolution im bäuerlich geprägten Russland. Wie kam es dazu? Welche Rolle spielten Lenin und Trotzki? Wieso konnte Stalin später die Macht an sich reißen und die Revolution verraten?

Di., 28. Februar, 19 Uhr: Revolution der Roboter?! Rolle der Arbeiterklasse in der Industrie 4.0
Häufig wird über die Automatisierung und Robotisierung der Arbeit diskutiert, weil sie den Verlust von Arbeitsplätzen bedeutet. Aber was ist mit denen, die dann noch Arbeit haben? Wie viel Macht haben sie über die Produktion? Wie wird der Kampf gegen den Kapitalismus in einer Welt voller Roboter organisiert?

Di., 7. März, 19 Uhr: Sozialistischer Feminismus und die Geschichte des Frauenkampftags
Am 8. März feiern wir – wie jedes Jahr – den internationalen Frauenkampftag, am 18. März den Equal Pay Day. Beide Tage machen auf die immer noch vorhandene Ungleichheit von Männern und Frauen in der Gesellschaft und am Arbeitsplatz aufmerksam. Was ist die Geschichte des Frauenkampftags? Wieso sollten Männer und Frauen gemeinsam für Gleichberechtigung kämpfen? Was ist sozialistischer Feminismus?

Di., 14. März, 19 Uhr: Die Pariser Kommune – die erste proletarische Demokratie
Am 18. März 1871 bildete sich in Paris eine spontane, revolutionäre Rätedemokratie, genannt Kommune. Sie konnte sich zwei Monate halten, in denen verschiedene fortschrittliche Gesetze beschlossen wurden und die Emanzipation von Frauen vorangetrieben wurde. So wurde zum Beispiel Nachtarbeit verboten und der gleiche Lohn für Männer und Frauen eingeführt, bis die Kommune nach zwei Monaten blutig niedergeschlagen wurde. Was können wir daraus für heute lernen? Wie können demokratische Strukturen in einer nichtkapitalistischen Gesellschaft aufgebaut und verteidigt werden?

Kampf der Bahnbeschäftigten ist berechtigt

20150422_145447 (3)

SAV beim Warnstreik der GDL am Bahnhof Wilhelmshöhe

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat den bisher längsten Streik in der Geschichte der Bahn AG ausgerufen. Das ist berechtigt und gut so!

 Die Spitze der DB tut so, als könne sie kein Wässerchen trüben. Personalvorstand Weber meinte schon vor den Streiks im April, es sei „völlig unverständlich“, dass die GDL „einen Meter vor der Ziellinie“ zum Ausstand aufrufe. Es ist offensichtlich, dass der gutbetuchte Spitzenmanager der Öffentlichkeit Sand in die Augen streuen und vertuschen will, wer für die Zuspitzung verantwortlich ist.

Mehr >

12 zu 1 gegen Rassismus – KAGIDA ist in Kassel nicht willkommen!

Zum vierten Mal kündigte für den vergangenen Montag der Kasseler PEGIDA-Ableger KAGIDA einen Spaziergang an. Gegen etwa 80 Teilnehmer*innen der rechten Kundgebungen hatten bislang regelmäßig zwischen 300 und 500 Kasseler*innen protestiert. Diesmal kündigte das „Bündnis gegen Rechts“ eine Demonstration für ein „weltoffenes Kassel“ an. Anstelle der erwarteten 1.000 Teilnehmer*innen kamen mehr als doppelt so viele. Am Ende beendete KAGIDA den Spaziergang vorzeitig. Abseits der Demonstrationen griffen Nazihools – und vermutlich auch autonome Nationalisten – Antifaschist*innen an. Den Oberbürgermeister hat an diesem Tag niemand gesehen und am Ende auch nicht wirklich vermisst.

Foto Andreas Wetzel

Mehr als 2.000 Kasseler*innen demonstrieren für ein „weltoffenes“ Kassel

Trotz Regen und Vorweihnachtszeit versammelten sich bereits um 16 Uhr über 1000 Menschen zur Auftaktkundgebung des Kasseler „Bündnisses gegen Rechts“ auf dem Halitplatz. Bekanntlich benannt nach Halit Yozgat, der nicht unweit des Platzes vor etwa acht Jahren dem rechten NSU Terror zum Opfer fiel. Von hier aus zog eine Menschenmenge, die bald auf über 2000 Personen anwuchs, an der Kasseler Innenstadt vorbei zum Scheidemannplatz. Viele selbstgemalte Schilder gegen Rassismus und vor allem ein Meer verschiedener Gewerkschaftsfahnen prägten das Demonstrationsbild. Die Teilnehmer*innenzahl übertraf die Erwartungen des „Bündnisses gegen Rechts“ bei weitem. In ihren Reden machten vor allem Vertreter*innen der Gewerkschaften, wie der Betriebsratsvorsitzende von VW, Carsten Bätzold, auf die wachsende Kluft zwischen arm und reich aufmerksam, wodurch rassistische Scheinlösungen auf breitere Resonanz treffen würden. Deshalb müsse der Kampf gegen Rassismus mit dem für soziale Gerechtigkeit verbunden werden. Andere Redner*innen forderten ihrerseits ein buntes, vielfältiges Kassel, das keinen Platz für Rassismus bieten dürfe. Begleitet wurde die Veranstaltung mit Musik und Sprechchören. Mehr >

Mindestlohn – Höher, Schneller. Weiter!

Dokumentiert: Flyer_MindestlohnDie LINKE Kreisverband Kassel-Stadt fordert : Mindestlohn ab 10 Euro! Ab jetzt! Ohne Ausnahmen!

Der Mindestlohn kommt. Der Druck von Links, von Gewerkschaften, Linkspartei und sozialen Bewegungen war erfolgreich. Aber der vorliegende Gesetzesentwurf von schwarz-rot, dem jahrelange Kämpfe vorausgingen, setzt unsere Forderungen nicht voll um. Er beinhaltet auch die Gefahr neuer Niedriglohnbereiche. Deshalb gilt es weiter Widerstand zu leisten, gegen die Ausnahmen und für einen Mindestlohn zu kämpfen, der zum Leben reicht und der ab sofort gilt und nicht erst 2017.

Mehr >